<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>News-Feed | Sommerandachten</title><description>Sommerandachten - Gedanken für die Urlaubszeit</description><link>http://www.kjwsued.de/</link><language>de</language><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 23:01:00 +0200</pubDate><generator>Contao Open Source CMS</generator><atom:link href="http://www.kjwsued.de/share/sommerandachten.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /><item><title>das war&#39;s</title><description><![CDATA[<p>Für dieses Jahr sind die Sommerandachten leider zu Ende.<br>Wir hoffen du hattest Freude am Lesen und konntest etwas für dich mitnehmen und Gottes Nähe spüren.</p> <p>Wir freuen uns darauf, wenn du nächsten Sommer wieder dabei bist und die Sommerandachten liest.</p> <p><strong>Wir wünschen dir eine schöne und gesegnete Zeit!</strong></p>]]></description><link>https://www.sommerandachten.de/index/das-war-s-2</link><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 23:01:00 +0200</pubDate><guid>https://www.sommerandachten.de/index/das-war-s-2</guid></item><item><title>Macht und Lob</title><description><![CDATA[<p>„Hallelujah! Lobe den Herrn, meine Seele!“ Mit diesem zweifachen Lobesruf beginnt Psalm 146. Es ist der erste von den letzten fünf Psalmen im Buch der Psalmen, der mit diesem Wortlaut beginnt und uns somit erinnert: „LOBET den Herrn.“ Und gerade dieser Psalm führt uns vor Augen: Lobet nicht Mächtige, nicht Einflussreiche oder vermeintliche Retter in der Welt. Sondern lobet unseren Gott, unseren Herrscher. </p> <p>Unsere heutige Lage zeigt uns momentan mehr als deutlich, dass die Suche im Außen nach jemanden, der unsere Welt im Guten leitet und rettet, geradezu lachhaft ist. So viele vermeintlich Große, die Länder und Menschen zu Grunde richten und immer mehr ohne Rücksicht auf Verluste nach Macht und Reichtum gieren. Wo finden wir in dieser Zeit - voll ethisch fragwürdiger, gefährlicher Tendenzen und Entscheidungen der Machtinhaber - Sicherheit und Stabilität, Frieden und Rettung? </p> <p>Der Psalm stellt diesen leeren Versprechen unseren lebendigen Gott vor Augen: der uns begleitende Schöpfer von Himmel und Erde. Psalm 146 zeichnet das Bild eines Gottes, der hinsieht und handelt. Er ist kein ferner Herrscher, sondern ein Gott der Beziehung. Er ist es, bei dem wir in Sicherheit und Frieden sein können. Das macht Hoffnung in unserer Zeit des Krieges, der Ausgrenzungen, Beziehungsabbrüche, humanitären Katastrophen, …</p> <p>Er wendet sich denen zu, die es damals wie heute schwer und immer schwerer haben. Er ist es, der seine Macht nicht wie die irdischen „Mächtigen“ nutzt, um Stärkere noch stärker und Reichere noch reicher werden zu lassen. Gottes Macht zeigt sich nicht in Unterdrückung, sondern in seiner Zuwendung und Barmherzigkeit. Er schafft Recht den Unterdrückten, gibt den Hungrigen Brot, befreit die Gefangenen, öffnet die Augen der Blinden und richtet die Gebeugten auf. </p> <p>Am Ende steht die Zusage: „Der Herr ist König auf ewig.“ Diese Worte laden ein, uns in all dem hoffnungslosen Nachrichtenchaos auf den Einen zu besinnen, der uns geschaffen hat und regiert, auf den wir hoffen dürfen und der uns Halt gibt. Der eine, der uns retten kann. Und wir, wir können uns immer wieder neu entscheiden, Gott zu loben, jeden Tag neu, ein Leben lang: „Lobet den Herrn! Hallelujah!“ </p> <p><strong>Jette Lampprecht (Sozialpädagogin und Theologin),</strong><br><strong>Nürnberg</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm146</link><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 10:37:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm146</guid></item><item><title>Ein Gebot für alle</title><description><![CDATA[<p>Die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach schrieb einst: „Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen, Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich.“ Auch Johannes schreibt in seinem Brief über Nächstenliebe an die „die auserwählte Herrin und ihre Kinder“, was sich wahrscheinlich auf eine örtliche Gemeinde bezieht und deren Mitgliedern. Er begrüßt sie zu Beginn seines Briefes mit den Worten „die ich liebe in (der) Wahrheit“. Ist nicht Jesus auch die Wahrheit? Johannes verbindet Wahrheit und Liebe untrennbar. Wahre Liebe ist in der Wahrheit Gottes verwurzelt.</p> <p>Johannes freut sich über Mitglieder dieser Gemeinde, denen er womöglich begegnet ist, und schreibt darüber, dass sie in der Wahrheit wandeln. Das bedeutet, dass sie in einer Weise leben wie Gott es gefällt und dass sie auch danach handeln. Krass, oder? Kannst du behaupten dass du ein Leben führst, was Gott gefällt? Würden auch andere das über dein Leben sagen? Ich weiß nicht wie es dir geht, ich habe mir früher oft den Druck gemacht, mich ganz genau an die Gebote zu halten. Ich merkte jedoch schnell: das schaffe ich doch eh nie, sie alle zu halten. Aber das sollte nicht der Fokus sein bei dem wir hängen bleiben. Diese Gebote sind nicht dazu gedacht uns einzuschränken, sondern uns zu einem erfüllten Leben in Gemeinschaft mit Gott und meinen Mitmenschen zu führen (s. <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/R%C3%B6mer13%2C8-10" target="_blank" title="Römer 13, 8-10">Rö 13,8-10</a>).</p> <p>Wir sind Menschen, die Fehler machen, die schlechte Gedanken über andere haben, wie z.B. Arbeitskollegen oder dem langsamen Autofahrer vor uns, wegen dem wir wohl zu spät kommen. Wir denken immer zuerst an uns selbst. Uns fällt es leichter, schlecht über unsere Schulkollegen oder Nachbarn zu reden, als ihnen von Gott zu erzählen. Wir lügen in Notsituationen und vielleicht hast du schon einmal etwas geklaut oder konntest die Entscheidung deiner Eltern nicht immer verstehen und sie für gut befinden. Wir sind kurz gesagt Menschen, Menschen mit Fehlern. Und Gott weiß das sehr gut. Er liebt uns trotzdem. Seine Liebe ist so unermesslich groß. Wir können uns davon erfüllen lassen und auch mit ihr andere lieben – nicht nur unsere Partner, Familien und Freunde, sonder auch unsere Nächsten und somit auf Gott hinweisen (s. <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes13%2C34-35" target="_blank" title="Johannes 13, 34-35">Jo 13,34-35</a>).</p> <p>Davon schreibt auch Johannes. Er zeigt auf, dass Nächstenliebe kein neues Konzept ist, sondern ein Gebot, das von Anfang an existierte und das Fundament des Glaubens bildet. Er fordert die Gemeinde, und damit auch uns auf, einen Unterschied in der Welt zu machen: Fang an deine Mitmenschen wahrzunehmen, wirklich bewusst zu sehen. Begegne ihnen mit Verständnis, einem freundlichen Wort, zeig ihnen Gottes Liebe. Versuche doch mal Menschen die dir entgegenkommen anzulächeln. Sei freundlich zu deinen Arbeitskollegen. Hab ein offenes Ohr für Menschen, denen es nicht gut geht. Sei gnädig und barmherzig zu den Menschen, die an dir schuldig geworden sind. Es gibt wirklich unglaublich viele Wege, wie du dieses Gebot ganz praktisch umsetzten kannst – die Bibel ist da auch voller Ideen.</p> <p>Das Zitat von Ebner-Eschenbach anfangs, betont den Reichtum und die Fülle, die durch selbstlose Liebe entsteht und dass wahre Lebensqualität in der Gemeinschaft und im Dienst am Nächsten gefunden werden kann. Man lebt „mit tausend Seelen“ weil man sich mit anderen verbindet und ihr Wohlergehen teilt. Ein Leben in Nächstenliebe ist ein reiches, erfülltes und gottgefälliges Leben, während ein egoistisches Leben unbefriedigend bleibt.</p> <p>Ich möchte dich herausfordern: Wer ist dein „Nächster“? Nimm dir konkret eine Person aus deinem Umfeld, bei der es dir schwerfällt sie zu mögen und anzunehmen und bete für diese Person 2 Wochen lang. Versuche in der Zeit ihr freundlich und liebevoll zu begegnen, gehe Schritte auf sie zu und versuche sie mit Gottes Augen zu sehen. Mach dir klar, dass Gott diese Person genauso lieb hat wie dich.</p> <p><strong>Tabita Fink, Kirchberg </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/2.Johannes1-6</link><pubDate>Sat, 05 Sep 2026 10:33:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/2.Johannes1-6</guid></item><item><title>Dein Wille &#62; mein Wunsch</title><description><![CDATA[<p>Wenn es heißt: Buchvortrag, gibt es für mich zwei Möglichkeiten: Erstens Klappentext lesen und manch nette Hilfsmittel nutzen, die mir das Buch zusammen fassen oder zweitens ich lese das Buch durch von vorne bis hinten. Was keinen Sinn macht, ist irgendwo anzufangen und loszulesen, denn so bekommt man nur schwer einen Zusammenhang. Bei jedem dieser Verse aus dem Bibeltext geht es mir genauso. Würde ich Beispielsweise nur Vers 14 lesen: „Und das ist die Zuversicht, mit der wir vor ihm reden: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns.“, würde ich schnell merken, dass diese mega Zusage nicht auf alle meine Gebete zu trifft. Nicht alle werden erhört. Man überliest es schnell. Aber wie lautet das erste Wort in diesem Vers? „UND“! Der Vers knüpft an dem Vers zuvor an. Das UND zeigt einen Zusammenhang auf: Das ganze Kapitel erzählt von Jesus, unserem Vertrauen in ihn und der Kraft, die solch ein Glaube entwickelt, um sogar die Welt besiegen zu können. </p> <p>Ein Basic für mein Gebetsleben ist: Weiß ich, dass ich ein Kind Gottes bin? Habe ich Jesus mein Leben gegeben? Die Betonung liegt in dem Vers auf dem Willen Gottes. Das fordert heraus. Hier geht es um das Hören auf den Willen Gottes und ein Bitten, wie Jesus es gemacht hat: „Dein Wille geschehe“ (Mt. 6, 10). Das Gebet im Namen von Jesus ist geprägt von der Frage: Herr, was willst du?“ Ja, dass will ich ganz neu beten lernen: „Dein Plan first! Jesus, du kennst mich besser als ich mich selbst und meinst es gut mit mir.“ </p> <p>Was ich immer mehr merke im Gespräch mit Gott ist, dass für Jesus die Sünde in unserem Leben nicht okay ist. Johannes, der dieses Buch geschrieben hat macht mir deutlich, dass ich nicht ohne Schuld bin, aber dass die Sünde keine Macht mehr über mich hat, weil Jesus mich der Macht des Bösen entrissen hat. Die Freiheit von Christen, Gott zu gehorchen, hat jemand, der nicht zu ihm gehört, nicht. Boar und wie schnell treten andere Dinge im Leben an die Stelle Gottes. Dazu gehört alles, was ihn ersetzt, klein macht, leugnet oder eine höhere Autorität als die Bibel einnimmt. </p> <p>Der Fokus am Ende ist gesetzt: Wer Jesus vertraut, ist bei ihm geborgen. </p> <p>Hier noch eine Frage für dich: </p> <p>Welches Gebetsanliegen willst du heute mit Gott neu bewegen, ihm anvertrauen und vertrauensvoll bitten: „Dein Wille geschehe.“?<br><br><strong>Annemarie Koch, Augustusburg, EvJuMab</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes5%2C13-21</link><pubDate>Fri, 04 Sep 2026 10:30:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes5%2C13-21</guid></item><item><title>„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, aber ist das so?</title><description><![CDATA[<p>Mit der konstanten Weiterentwicklung von Technik und KI und der schnelleren Verbreitung von Nachrichten kann man manchmal gar nicht mehr mithalten oder sich überhaupt einen Kopf über Dinge machen.<br>Durch die Weiterentwicklung von KI-basierter Bildgenerierung kann man mittlerweile oft gar nicht mehr unterscheiden, was jetzt echt ist und was nicht. Das löst in mir oft ein Gefühl von Unwohlsein aus. </p> <p>Im 1. Johannes 6-12 geht es nicht um Fake News, sondern darum, auf was wir wirklich vertrauen können und worüber es auch keine Zweifel gibt.<br>Johannes schreibt über die drei Zeugen von Jesu Existenz: Wasser, Blut und Heiliger Geist.<br>Das Wasser erinnert an Jesu Taufe. Diese zeigt den Zuspruch von Gott zu Jesus, wo er basically sagt: „Das ist mein Sohn“.<br>Das Blut steht symbolisch für den Tod von Jesus. Dort hat er unsere Sünden auf sich genommen und ist für diese gestorben. Er ist den Weg bis zum Ende gegangen, weil er uns liebt.<br>Zuletzt ist da noch der Heilige Geist, der noch heute wirkt, in uns. Er ist in unseren Herzen und ist auch manchmal unbequem, dafür aber ehrlich und zeigt uns, wer wir in Jesus sind.</p> <p>Diese drei Zeugen wurden uns gegeben. Gott möchte damit sagen: „Das ist echt! Darauf kannst du vertrauen.“</p> <p>Johannes schreibt auch, dass wer an den Sohn glaubt, auch das ewige Leben hat.<br>Ich finde es schön, mal wieder daran erinnert zu werden, was wichtig in meinem Leben ist: nämlich, dass Jesus für mich und für dich gestorben ist und wir in direkter <br>Beziehung mit ihm leben dürfen.<br>Und ich würde mal sagen, das ewige Leben durch und mit Jesus Christus klingt nach gar nicht mal so einem schlechten Ausblick in die Zukunft.</p> <p>Manchmal müssen wir also einfach nochmal daran erinnert werden, dass Gott uns genug Beweise geliefert hat, dass Jesus ein stabiler Grundstein ist, auf den wir bauen dürfen und dem wir vertrauen können.<br><br><strong>Klara Rochlitzer, Hartmannsdorf</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes5%2C6-12</link><pubDate>Thu, 03 Sep 2026 10:28:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes5%2C6-12</guid></item><item><title>Mehr als genug</title><description><![CDATA[<p>Wenn ich diese Verse lese, merke ich, wie sehr sie mein Bild vom Glauben herausfordern. Oft denke ich bei ‚Glaube‘ zuerst an Überzeugung. Johannes geht einen Schritt weiter. ‚Glaube‘ ist nicht nur etwas, das ich habe – er verändert, wer ich bin und woher ich komme. Ich gehöre zu Gott.</p> <p>Aus dieser Zugehörigkeit wächst Liebe. Johannes macht deutlich: „Wer Gott liebt, liebt auch die Menschen, die zu ihm gehören.“ Und genau da wird es für mich konkret – und manchmal auch unbequem. ‚Lieben‘ klingt schön, ist aber im Alltag oft anstrengend. Es bedeutet, geduldig zu sein, obwohl ich müde bin. Zuhören, obwohl ich lieber recht hätte. Vergeben, obwohl es wehtut. Liebe ist kein Gefühl, das immer von selbst da ist, sondern eine Haltung, für die ich mich entscheide.</p> <p>Gleichzeitig tröstet mich, was Johannes über Gottes Gebote sagt: „Sie sind keine Last.“ So oft fühlt sich das Leben schon schwer genug an: voller Erwartungen, Selbstzweifel und Vergleichen. Gottes Liebe legt mir keinen zusätzlichen Druck auf. Im Gegenteil: Sie will mich frei machen. Wenn ich aus Liebe handle und nicht aus Angst oder Zwang, verändert sich mein Blick auf mich selbst und auf andere. Dann geht es nicht mehr darum, perfekt zu sein, sondern verbunden zu bleiben – mit Gott und mit den Menschen um mich herum.</p> <p>Besonders stark finde ich den Gedanken, dass der Glaube die Welt überwindet. Die ‚Welt‘ meint für mich all das, was mir einreden will, ich sei nicht genug, nicht erfolgreich genug, nicht liebenswert genug. Mein Glaube erinnert mich daran, dass Gottes Liebe größer ist als diese Stimmen. Ich muss mich nicht beweisen, um geliebt zu werden. Ich darf aus dieser Liebe leben – und sie weitergeben.<br>Liebe wird so zum Zeichen meines Glaubens. Nicht laut, nicht spektakulär, aber ehrlich. Und vielleicht beginnt genau darin die Überwindung der Welt: in kleinen Schritten der Liebe, jeden Tag neu.</p> <p><strong>Annika Mothes, Mittweida</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes5%2C1-5</link><pubDate>Wed, 02 Sep 2026 10:27:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes5%2C1-5</guid></item><item><title>„Gott ist Liebe“</title><description><![CDATA[<p>In diesem Bibelabschnitt spricht Johannes über etwas, das wir alle kennen und uns gleichzeitig oft schwerfällt: Liebe. Er sagt nicht nur, dass Gott liebt – sondern dass Gott Liebe ist. Das bedeutet: Liebe ist kein nettes Extra von Gott, sondern sein Wesen. <br>Johannes macht deutlich: Wahre Liebe kommt nicht aus uns selbst. Sie beginnt bei Gott. Gott hat uns zuerst geliebt, und zwar so sehr, dass er seinen Sohn Jesus für uns gegeben hat. Diese Liebe haben wir uns nicht verdient. Sie ist ein Geschenk.<br>Diese Liebe fordert uns aber auch heraus. Wenn Gott uns so sehr liebt, dann sollen auch wir einander lieben. Nicht nur die Menschen, die uns sympathisch sind oder uns guttun, sondern auch die, die schwierig sind. Das ist nicht leicht – und genau deshalb geht es hier nicht um menschliche Perfektion, sondern darum, Gottes Liebe durch uns wirken zu lassen. <br>Ein wichtiger Satz ist: „Furcht ist nicht in der Liebe“. Oft haben wir Angst: nicht gut genug zu sein, abgelehnt zu werden oder Fehler zu machen. Doch Gottes Liebe nimmt diese Angst. Wer in seiner Liebe lebt, darf wissen: Ich bin angenommen. Ich muss mir Gottes Liebe nicht verdienen. <br>Johannes sagt auch: Wir können Gott nicht lieben, wenn wir unseren Mitmenschen nicht lieben. Liebe zu Gott zeigt sich im Alltag – in unserem Umgang miteinander, in Vergebung, Geduld und Ehrlichkeit.</p> <p><strong>Gedanke zum Mitnehmen</strong><br>Gottes Liebe ist die Quelle. Wir müssen sie nicht produzieren, sondern dürfen sie weitergeben. Dort, wo wir lieben, wird Gott sichtbar – auch wenn wir ihn nicht sehen können.<br><br><strong>Raphaela Richter, Leubsdorf </strong><br><strong>Evangelische Jugend Marienberg </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes4%2C7-21</link><pubDate>Tue, 01 Sep 2026 10:22:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes4%2C7-21</guid></item><item><title>Gottistfacettenreich</title><description><![CDATA[<p>Wer kennt sie nicht, die innerchristlichen, -kirchlichen und -gemeindlichen Grabenkämpfe? Von den gesellschaftlichen ganz zu schweigen. Es geht um Recht und Unrecht, richtiges und falsches Verständnis. Und während ich schon vom einen in den anderen Graben gewechselt bin, bin ich mittlerweile doch recht müde davon. Müde vom Streit über das richtige theologische Verständnis und wie man das am besten praktisch in die Tat umsetzt. Die Situation der Gemeinden, an die sich der erste Johannesbrief richtet, ist ähnlich. Auch hier wird sich gestritten, über das richtige Verständnis von, wer jetzt Jesus ist/war und wie man Glaube und Leben am besten miteinander verbindet. <br>Der Text redet dabei über verschiedene Geister, die man erkennen und unterscheiden soll. Jeder Geist, der Jesus als Menschen bekennt, der ist von Gott. Jeder, der Jesus „auflöst“, der ist nicht von Gott. Also alle, die in Jesus nur den Gott sehen und nicht auch den Menschen. Diese Geister werden im Text markiert als Geister des Antichristen (okay, ne Nummer kleiner gings wohl nicht). Hier kommt das Aber: Die, die hier angesprochen werden, sind von Gott und haben diese Welt überwunden. Somit hört einen die Welt auch nicht, wenn man redet, sondern nur diejenigen, die Gott erkennen – was wiederum auch das Erkennungsmerkmal des Geistes der Wahrheit ist. <br>Ehrlich gesagt wünsche ich mir gerade eine Art Flowchart oder Checkliste, woran ich erkennen kann, was von Gott ist und was nicht, denn ich will ja schließlich zu Gott gehören. Das wäre ja schön einfach. Online sehe ich auch manchmal solche Checklisten von Sinn- und Christfluencern, die mich genau darüber aufklären wollen, was jetzt genau die Wahrheit ist. Aber ich trau dem Braten immer nicht so ganz, weil es eine tiefsitzende Wahrheit meinerseits ist, dass es eben keine einfachen Wahrheiten gibt. Und ich immer und immer wieder an einem Gott festhalte, der sich facettenreich offenbart. Manchmal ganz individuell, unverständlich für Außenstehende und gleichzeitig aber auch so, dass verschiedene Menschen ähnliche <br>Erfahrungen mit ihm machen.<br>Ich für meinen Teil halte es daher für sinnvoll zu fragen: Welche Inhalte, Botschaften ziehen mich näher zu Jesus/ zu Gott hin? Welche dieser Botschaften/ Inhalte vermitteln Jesus als wahren Menschen und wahren Gott? Das ist es auch, was der Text deutlich macht (V.2-3). Welche Inhalte und Botschaften helfen mir dabei ein tieferes, weiteres Verständnis von Gott zu bekommen? <br>Prüft alles und behaltet das Gute – oder so. Zweifeln und Umwerfen von Überzeugungen und Wahrheiten ist okay, auch das kann von Gott kommen, als Beginn oder Weitergehen auf einem Weg mit ihm. Denn eine weitere, tiefsitzende Wahrheit meinerseits ist es auch, dass Gott uns nicht loslässt – egal wie sehr wir (ver)zweifeln.<br><br><strong>Mariana Otto, Leipzig</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes4%2C1-6</link><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 10:19:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes4%2C1-6</guid></item><item><title>Gottes Wort –  Hoffnung to go</title><description><![CDATA[<p>Kennst du auch diese Momente, in denen deine Gedanken über all das kreisen, was in deinem Leben gerade „nicht läuft“? Und genau in diesem Moment kommt noch etwas dazu – du verschüttest deinen Kaffee, die Eltern nerven und irgendwie fühlt es sich an, als wäre alles gegen dich. Wie gehst du damit um? Lenkst du dich ab durch Serien, Sport, Alkohol oder sonst irgendetwas? Oder kommst du mit all deinen Problemen zu Gott, der davon nicht überfordert ist?<br>Der Beter des Psalms 119 macht eine ähnliche Erfahrung. Er wird verfolgt, Lügen werden über ihn ausgesprochen und er wird beinahe getötet. Ihm geht es entsprechend schlecht. Und ja, all diese Sachen behält er im Hinterkopf, er vergisst sie nicht einfach. Trotzdem kommt er damit zu Gott und betet das längste Gebet, was wir in der Bibel finden (Es ist 176 Verse lang!) Bei Gott bekommt er eine neue Perspektive. Er erinnert sich an Gottes Wort, Seine Zusagen und Verheißungen, aber auch an seine Gebote und Regeln. Er vertraut auf diese Zusagen und sehnt sich danach, dass sie in Erfüllung gehen. Er sucht Trost bei Gott und vergisst seine Regeln nicht – das finde ich bemerkenswert. Würdest du in all dieser Bedrängnis zuerst an Bibelverse denken, die dir Hoffnung geben? Würdest du dich fragen, was Gott in dieser Situation von dir möchte? Vielleicht ja, aber würdest du an seine Regeln denken? Ich wahrscheinlich nicht. Aber wieso fallen dem Psalmbeter genau diese Regeln ein?<br>Er hat die Erfahrung gemacht, dass Gottes Wort – also auch alle seine Gebote und Regeln – Wahrheit ist. Die Einhaltung dieser Gebote führen zu einem Leben in Freiheit, ein Leben, das gelingt. Und diese Erfahrung konnte der Beter aus Gnade (also als unverdientes Geschenk) machen – denn allein schafft es keiner von uns Menschen, sich immer an Gottes Regeln zu halten. Und weil Gott das weiß und weil er es schon immer wusste, werden wir aus Gnade vor ihm gerechtfertigt. Dank seines Sohnes Jesus Christus, der den Himmel nicht ohne uns wollte, der am Kreuz für all unser „Regeln-nicht-einhalten“ gestorben und wieder auferstanden ist, um uns ein ewiges Leben zu schenken.<br>Der Psalm inspiriert mich, immer wieder in Gottes Wort, die Bibel, einzutauchen. Und er inspiriert mich, Bibelverse auswendig zu lernen. Damit ich diese Wahrheiten dann, wenn es eben „nicht so läuft“, aussprechen kann. Wäre das auch eine Idee für dich?</p> <p>5 Bibelverse, mit denen du anfangen könntest:<br>- <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes3%2C16" target="_blank" title="Johannes 3,16">Johannes 3,16</a><br>- <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/2.Korinther12%2C9" target="_blank" title="2. Korinther 12,9">2. Korinther 12,9</a><br>- <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Josua1%2C9" target="_blank" title="Josua 1,9">Josua 1,9</a><br>- <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/1.Petrus5%2C7" target="_blank" title="1. Petrus 5,7">1. Petrus 5,7</a><br>- <a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Spr%C3%BCche29%2C25" target="_blank" title="Sprüche 29,25">Sprüche 29,25</a></p> <p><strong>Marie Weber, </strong><br><strong>Evangelische Jugend Marienberg</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm119%2C81-88</link><pubDate>Sun, 30 Aug 2026 12:30:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm119%2C81-88</guid></item><item><title>Wer bin ich?</title><description><![CDATA[<p>Das Alter rund um 20 (+- 3 Jahre) ist irgendwie ein komisches, aber auch ein spannendes. Für viele junge Menschen ist das die Zeit, in der sie anfangen richtig erwachsen zu werden. Viele beenden die Schule, andere machen damit weiter. Viele beginnen eine Ausbildung und wieder andere entscheiden sich studieren zu gehen. Einige ziehen dafür von Zuhause aus, in die erste eigene Wohnung oder sogar in eine andere Stadt. Wieder andere bleiben noch ein paar Jahre Zuhause und sparen so ein wenig Geld. Viele Menschen beginnen gerade eine Beziehung mit einer anderen Person, sind mittendrin oder haben sich gerade eben getrennt und sind glücklich über die „neue“ Freiheit. Auch die Freizeitgestaltung ändert sich. Man muss sich die Zeit in der Woche neu eintakten und auch am Wochenende sind die Pläne andere. Viele suchen und finden ein neues Hobby für sich, andere müssen ihre Hobbys hinten anstellen und lernen Prioritäten zu setzen. <br>Ich könnte das jetzt noch ewig weiterführen und auch du könntest noch einige Sachen nennen die mir vielleicht gar nicht eingefallen sind. Man kennt das von Eltern, Geschwistern oder eben von sich selbst. Was sich aber sagen lässt ist, dass es eine sehr bewegte Zeit ist, geprägt von Veränderungen. Auch bildet sich in dieser Zeit unsere Persönlichkeit. Wir bilden uns Meinungen zu verschiedenen Themen, erstellen unser eigenes Weltbild und einen Wertekompass. Am allerwichtigsten jedoch, wir kreieren in unserem Kopf ein Bild von uns, so wie wir gerne sein wollen. Was wir gern erreichen wollen, wie unser Leben eben aussehen soll. Wir fangen an uns mit anderen in unserem Alter zu vergleichen und sind deshalb manchmal frustriert. Im ersten Johannesbrief gibt es in Kapitel 3, 19-24 ein Satz, der dazu sehr gut passt. In dem Satz heißt es: „Denn wir dürfen wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen.“(GNB)<br>Mit dem Herz, von dem hier geschrieben wird, ist das eigene Gewissen oder die Selbstwahrnehmung gemeint. Gott ist größer als unsere Selbstwahrnehmung. Er weiß zu was wir fähig sind, er weiß dass wir gerade gut sind, so wie wir sind und er weiß auch dass wir von uns selbst manchmal zu viel erwarten. Deshalb öffnet er seine Arme und lädt uns ein zu ihm zu kommen. Unsere hohen Erwartungen bei ihm abzulegen und einfach akzeptiert zu werden. Dann haben wir wieder, zumindest etwas mehr Platz für Gott und seinen Plan.</p> <p>„Ihr Lieben, wenn unser Herz uns nicht mehr anklagt, dann können wir mit Zuversicht zu Gott aufschauen.“ (GNB)<br><br><strong>Phillip Mothes, Zwickau </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes3%2C19-24</link><pubDate>Sat, 29 Aug 2026 12:29:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes3%2C19-24</guid></item><item><title>Liebe, die einen Unterschied macht</title><description><![CDATA[<p>In unserem heutigen Wohlstand, in dem wir alles <br>Lebensnotwendige haben, sind wir zum Dienen berufen. In meinem Alltag fehlt es mir an nichts, ich muss mir keine Sorgen um den morgigen Tag machen, muss abends nicht hungrig schlafen gehen und habe auch so keine Nöte, die mir das Leben arg schwer machen. Das ist bei vielen Menschen anders. Leider müssen sich zu viele Menschen Gedanken machen, wie sie die nächste Woche einkaufen gehen können, die Miete bezahlen oder sie müssen sich mit anderen Schwierigkeiten durchs Leben kämpfen. Immer dankbarer darf ich dieses Tagtägliche Geschenk annehmen und mein Leben in Gottes Hände geben. Jedoch ist das keineswegs als Plattform zum Ausruhen angedacht, sondern bringt Verantwortung mit sich. Vers 17 sticht einem dabei besonders ins Auge, da er uns lehrt, was es heißt, zu Lieben. Es bedeutet großzügig zu sein, sich selbst hintenanzustellen und unsere Nächsten zu lieben, wie wir uns selbst lieben. Das mag alles einfach sein, wenn man in seinem eigenen Kreis bleibt. Aber sobald wir Menschen begegnen, die wir nicht kennen, wird unsere Nächstenliebe sehr stark herausgefordert. Dabei sollten wir doch entgegen der Welt, die sich untereinander hasst, in Liebe handeln und Gutes tun. Gute Taten vollbringen abseits von anerkennenden Worten Gottes Liebe, die in uns lebt, die wir weitergeben dürfen. Kain wird hier als Beispiel genannt, der entgegen dieser Aufgabe handelte und seinen eigenen Bruder tötete. Wir lesen diese Geschichte und denken uns, wie jemand so etwas tun kann. Es beginnt jedoch nicht mit dem Mord an Abel, sondern bereits viel früher. Kain ist neidisch auf Abel, da dieser ein Leben lebt, welches Gott gefällt. Das Leben von Kain jedoch ist geprägt von schlechten Taten, daher wird er als „Kind des Teufels“ bezeichnet. Die Welt ist geprägt von schlechten Dingen, und Menschen missfällt ein anderes, von Gott geliebtes Leben. Die Welt wird uns hassen, das ist uns vorhergesagt. Wir jedoch dürfen diesem Hass nicht nachgeben, sondern sollen ein Licht sein. Wir sollen uns um unseren Nächsten sorgen. Wir sollen Kinder Gottes sein und das nicht verstecken, sondern tagtäglich in die Welt tragen. Wir sollen unsere Mitmenschen lieben. „Deshalb, meine Kinder, lasst uns einander lieben nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit“ (V. 18, HFA). <br>Lasst uns das zum Anlass nehmen, heute und an den kommenden Tagen mit einer Liebe durch die Welt zu gehen, die einen Unterschied macht.</p> <p><strong>Justus Sieber, Leipzig </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes3%2C11-18</link><pubDate>Fri, 28 Aug 2026 12:28:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes3%2C11-18</guid></item><item><title>Kinder Gottes – echt, nicht perfekt</title><description><![CDATA[<p>Als Kinder war Verstecken aufregend. Man hockte hinter dem Vorhang, hielt den Atem an und hörte Schritte näherkommen. Dieses Kribbeln: Werde ich entdeckt oder nicht? Gleichzeitig wollte man gesehen werden – aber eben nicht zu früh.<br>Auch heute verstecken wir uns noch oft, aber es fühlt sich anders an. Weniger spielerisch. Wir verstecken Fehler, Zweifel und Schwächen hinter Lächeln, coolen Sprüchen oder Sätzen wie: „Alles gut.“ Hauptsache, der Eindruck stimmt.<br>Wir sind ziemlich gut darin geworden, uns selbst zu optimieren – auch im Glauben. Hauptsache, wir wirken reflektiert, vernünftig und moralisch halbwegs stabil. Es geht uns oft mehr um den guten Ruf als um die Wahrheit. Mehr darum, rational zu erscheinen, als wirklich ehrlich zu sein. Aber bei Gott funktioniert dieses Spiel nicht. Vor ihm können – und müssen – wir die Wahrheit nicht verstecken. Ihm geht es nicht darum, was gerade gut aussieht oder was ihm in den Kram passt. Bei Gott zählt nicht der Schein, sondern das Echte.<br>Genau hier setzt der 1. Johannesbrief an. Er beginnt mit einer starken Zusage: Wir sind Gottes Kinder. Nicht irgendwann. Nicht unter Vorbehalt. Sondern jetzt. Diese Identität ist Geschenk. Gott liebt uns. Daraus folgt kein perfektes Leben, sondern ein neues Fundament aus Liebe und Zuspruch.<br>Allerdings spricht der Bibelvers auch von Sünde. Sie ist das Ergebnis unseres Handelns, und baut sich wie eine Mauer zwischen uns und Gott auf - eine Beziehungsstörung. Sünde kann aber auch die Beziehung zum mir selbst, meinen Mitmenschen oder die Umwelt stören. Was daraus folgt ist Schuld.<br>Johannes findet hier ganz schön klare und fast schon angreifend wirkende Worte, wenn er sagt: Gute Christen sündigen nicht! Wow, das ist ganz schön hart. Denn wer kann schon von sich behaupten nicht zu sündigen.<br>Ich definitiv nicht. Aber darum geht es Johannes auch gar nicht. Ihm ist sehr bewusst, dass wir Menschen niemals frei von Schuld sein können. Sünde ist allgegenwärtig. Die entscheidende Frage ist also nicht, ob wir sündigen. Sondern: Bestimmt die Sünde unser Leben? Gewinnt sie die Oberhand und nimmt sie uns die Kontrolle? <br>Aber der Johannesbrief erinnert uns auch daran: Am Anfang war das Wort und es war bei Gott. Er hat die Macht durch ein einziges Wort alles zu verändern. Früher brauchte es für die Sündenvergebung Opfer, Rituale oder Leistungen. Durch Jesus ist das anders. Heute reicht ein ehrliches Bekenntnis an Gott. Keine Show. Keine Ausreden. Keine Filter.<br>Ein Leben als Kinder Gottes heißt nicht, alles richtig zu machen. Wenn wir mit Gott in Beziehung bleiben, stellen wir uns automatisch gegen die Sünde. Er macht uns stark. Und ja, es bleibt ein Kampf. Doch der ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen unseres Bemühens und unserer Verbindung zu Gott.<br>Am Ende bleibt eine klare Wahrheit: Wir sind über alles geliebte Kinder Gottes. Das steht fest, auch mit unseren Fehltritten. Wichtig ist aber diese ehrlich zuzugeben und vor Gott zu bringen. Wir müssen uns nicht verstecken. Wir dürfen aus unserem Versteck heraustreten und mutig darauf vertrauen, dass Gott ein Fundament aus Liebe für unser Leben bereitstellt. Auf dieses können wir unser ganzes Leben auf- und auch immer wieder umbauen.<br><br><strong>Annika Frei, Wüstenrot-Neuhütten/ Eichstätt </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes3%2C1-10</link><pubDate>Thu, 27 Aug 2026 12:27:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes3%2C1-10</guid></item><item><title>fünf vor zwölf</title><description><![CDATA[<p>Die Parole „Es ist fünf vor zwölf“ ist vielen von uns aus den letzten Jahren in Erinnerung geblieben. Fünf vor zwölf beim Klima. Fünf vor zwölf bei Wahlen. Fünf vor zwölf bei politischen Entscheidungen. Fünf vor zwölf beim Thema Frieden. „Fünf vor zwölf“ heißt: Es ist dringend. Nicht irgendwann. Jetzt.</p> <p>Und dann kommt Johannes mit einem Satz, der erstmal genauso klingt: „Liebe Kinder, die letzte Stunde hat begonnen.“ Das kann Druck machen. Das macht Druck. Und trotzdem steckt für mich etwas Tröstliches drin. Weil da einer schreibt, dem es nicht egal ist. So wie uns vieles nicht egal ist – unsere Zukunft, unsere Welt, unser Miteinander – so ist Johannes nicht egal, wie Menschen um Christi willen leben.</p> <p>Johannes merkt: Da kippt etwas. Da spaltet sich etwas. Da wird über Jesus geredet – und am Ende bleibt nicht Jesus übrig, sondern eine Version. Die einen ziehen ihn ins Geistige: „irgendwie göttlich, aber nicht wirklich Mensch.“ Die anderen ziehen ihn ins Menschliche: „nur ein Mensch – und das war’s.“ Und Johannes sagt: Nein. Christus ist Christus. Gottes Sohn. Wahrer Mensch und wahrer Gott. Und wer das auseinanderzieht, verliert nicht nur einen Gedanken – der verliert Halt.</p> <p>„Die letzte Stunde“ – das ist bei Johannes nicht der Versuch, Endzeit auszurechnen. Kein Armageddon-Fahrplan. Sondern ein Dringlichkeitsappell: Bleibt. Bleibt in dem, was ihr von Anfang an gehört habt. Bleibt bei Christus. Nicht nur diskutieren. Nicht nur kommentieren. Nicht nur mal eben zustimmen. Bleibt.</p> <p>Und jetzt kommt mein Gedankenspiel, weil ich merke: Genau da wird es konkret. Es geht um „wahr-haftig“. Wahr-haftig – das heißt: Ich hafte an etwas. Ich hänge mich an etwas dran. Ich halte mich fest. Und dann frage ich mich: Woran hafte ich eigentlich? Woran klebe ich? An Druck? An Erwartungen? An dem, was andere über mich denken? An meinem Bild nach außen?</p> <p>Ich will es auf einen Satz bringen, quasi ein Geländer schaffen:<br>„Wahr-haftig: Ich halte mich an Christus. <br>Wahrhaft-ich: Christus hält mich.“</p> <p>Wahr-haftig: Ich halte mich an Christus. Nicht an meiner Leistung. Nicht an meinem sauberen Image. Nicht an <br>meiner Angst. Sondern an ihm.<br>Wahrhaft-ich: Christus hält mich. Auch wenn ich schwach bin. Auch wenn ich zweifle. Auch wenn ich Mist baue. Auch wenn ich mich schäme. Auch wenn ich nicht weiß, wer ich gerade bin.</p> <p>Und dann wird die Frage plötzlich sehr schlicht – <br>aber sehr echt:<br>Haftet die Wahrheit an mir, wenn’s eng wird?<br>Bleibe ich in Jesu Wegen, wenn’s unbequem wird?</p> <p>Lasse ich Gottes Wort Raum in meinem Leben – sodass ich nicht nur irgendwie durchkomme, sondern dass mein „Ich“ wahr werden darf?</p> <p><strong>Diakon Alexander „Axel“ Przyborowski </strong><br><strong>Ebersbach/Rödern</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C18-29</link><pubDate>Wed, 26 Aug 2026 12:24:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C18-29</guid></item><item><title>Unfollow die Welt – Warum Gott dein Herz will</title><description><![CDATA[<p>Ich bin Hansi aus dem Erzgebirge. Ich mache Comedy auf YouTube, stehe gern vor der Kamera und hab Spaß an guten Ideen, Reichweite und Erfolg. Und genau deshalb trifft mich dieser Text aus dem 1. Johannesbrief ziemlich direkt. Johannes schreibt davon, dass unsere Schuld vergeben ist und dass wir zu Gott gehören. Das ist erstmal gut zu hören. Gerade für mich, weil ich mich oft frage, ob ich überhaupt ein „guter Christ“ bin. Ich vergleiche mich schnell mit anderen und merke, wie mein Blick eher auf das geht, was mir fehlt, statt auf das, was Gott mir schon geschenkt hat. Dann sagt Johannes diesen Satz: „Liebt nicht die Welt.“ Und da merke ich innerlich Widerstand. Weil ich diese Welt mag. Ich mag schöne Autos, Komfort, Technik, Möglichkeiten. Ich mag es, wenn Videos gut laufen, wenn Reichweite wächst und Menschen reagieren. Social Media ist voll von Dingen, die glänzen – und ich kann da oft nicht widerstehen. Johannes spricht von Dingen, die sich gut anfühlen, gut aussehen und uns wichtigmachen. Genau das ist mein täglicher Kampf. Nicht, weil diese Dinge böse sind, sondern weil sie mein Herz schnell einnehmen. Und dann merke ich, wie Gott leiser wird. Manchmal denke ich: Wenn Jesus jetzt wiederkommen würde – wäre ich überhaupt bereit? Ehrlich gesagt nicht. Ich habe noch so viele Pläne, Ideen und Dinge, die ich erleben will. Und genau deshalb fällt mir dieser Satz schwer: „Die Welt vergeht.“ Ich will das oft gar nicht hören. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich: Johannes will mir nichts wegnehmen. Er will mir etwas Größeres zeigen. Nicht alles, was glänzt, trägt. Nicht alles, was Erfolg bringt, füllt das Herz. Und nicht alles, was Komfort ist, bringt Frieden. Dieser Text verurteilt mich nicht. Er lädt mich ein, mich neu auszurichten, wohin mein Herz zeigt. Nicht perfekt, nicht radikal von heute auf morgen – sondern ehrlich. Schritt für Schritt. Vielleicht bedeutet Glaube manchmal einfach zu sagen: „Gott, ich merke, dass mich die Welt anzieht – aber ich will trotzdem bei dir bleiben.“ Und vielleicht reicht das fürs Erste.</p> <p><strong>Fragen zum Nachdenken</strong></p> <p>Woran merke ich, dass mir Dinge dieser Welt manchmal wichtiger werden als Gott?</p> <p>Was zieht mein Herz gerade am stärksten – Erfolg, <br>Anerkennung, Komfort oder Nähe zu Gott?</p> <p>Was würde sich in meinem Alltag ändern, wenn ich Gott wieder mehr Raum gebe?</p> <p><strong>Josef Köhler, Pobershau, EvJuMab</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C12-17</link><pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:23:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C12-17</guid></item><item><title>Old but Gold</title><description><![CDATA[<p>„Liebe deinen Nächsten.“ Und das nicht nur oberflächlich, sondern von Herzen liebevoll gemeint. Natürlich verbinden wir diese Worte sofort mit dem Neuen Testament. Aber nun meint Johannes in Vers 7, dass das Gebot nicht neu ist, sondern schon vor langer Zeit offenbart wurde. Mit Blick auf das Alte Testament erkennen wir dieses Gebot tatsächlich in Form der Stammesliebe. Familie war das höchste Gut, es galt sie zu ehren und bis auf den Tod zu beschützen. Und trotz seiner Beständigkeit bringt das Gebot nun was Neues mit sich: Von der Liebe rein zur eigenen Blutsverwandtschaft breitet sie sich auf das gesamte Umfeld aus. Gottes Liebe im Neuen Testament gilt allen! Jesus, Gottes Sohn, hat die Nächstenliebe geprägt: Das ist das neue Gesetz. Und dieses dürfen wir Christen widerspiegeln und davon lernen.</p> <p>Wir merken oft, dass es superleicht ist, Menschen zu lieben, die eine ähnliche Meinung haben wie wir selbst. Sehr gegensätzliche Meinungen dagegen können aufwühlen, verunsichern und Abstand nehmen lassen. Dies geschieht auch schon innerhalb einer Familie, wo es schnell vorbei ist mit der „Stammesliebe“. Auch Grabenkämpfe unter uns Christen sind sehr real. Gemeinden schotten sich ab, man verdreht übereinander die Augen oder es fallen richtig gehässige Worte. Johannes nutzt klar den Kontrast von Dunkelheit (Hass) und Licht (Liebe). Wir sind so damit beschäftigt, andere Menschen abzulehnen, dass Gott gar keinen Raum mehr bekommt. Dabei ist die gelebte Akzeptanz von Andersartigkeit so wichtig, wo sich Gott durch die Gemeinden in so unterschiedlicher Art und Weise offenbaren kann. Jeder von uns hat mit seinen eigenen Dunkelheiten zu kämpfen. Dabei können wir überprüfen: Geht dieser Unmut wirklich von mir aus oder beeinflusst mich gerade was? Ist mein Herz wirklich die Basis für meine Überzeugung oder sehen meine Taten anders aus? Hier wünschen wir dir Menschen an deiner Seite, die dich begleiten und dir auch wertschätzend <br>Rück-meldung geben: Wie nehmen sie dich wahr?<br>Vielleicht erkennst du Unterschiede in der Fremd- und Eigenwahrnehmung?</p> <p>Wir wünschen uns, dass wir unsere Perspektive wechseln, mehr hin zum Licht. Das bedeutet aber auch, mal unbequeme Wege zu gehen, denn Menschen liebend zu begegnen, kostet Kraft und diese kann nicht von uns allein heraus entstehen. Aber wenn Gott uns hilft, glauben wir, dass Versöhnung in Familien, Freundschaften und unter Christen entstehen kann. Nicht immer bequem, aber am Ende voller innerer Freiheit.</p> <p><strong>Kreis junger Erwachsener, EmK Zwickau</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C7-11</link><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 12:21:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C7-11</guid></item><item><title>In guten wie in schlechten Zeiten</title><description><![CDATA[<p>Jeden Morgen vor der Arbeit stehe ich auf und mach mir ein Kaffee dann setz ich mich an den Tisch und habe 3min mit Gott. Klar habe ich nicht immer die Motivation dazu, aber es gibt mir Halt. In guten Zeiten gibt mir die Zeit mit Gott noch mehr Kraft und Verständnis. In schlechten Zeiten gibt es mir Halt und Hoffnung. Im Alltag fällt es oft schwer, Gott und die Bibel zu integrieren. Und in guten Zeiten beten wir manchmal weniger oder haben den Fokus darauf verloren, doch eigentlich sollten wir genau dann dankbar sein, dass wir es aus der schweren Zeit mit seiner Kraft geschafft haben. Vieles ist in guten Zeiten so selbstverständlich. Der schöne Sonnenuntergang, die Schmetterlinge im Frühling, der Sternenhimmel und noch vieles mehr. Doch das alles sind Geschenke Gottes, die mehr Wertschätzung verdient haben egal ob in guten <br>oder in schlechten Zeiten.</p> <p><strong>Lilly Zieboll, Frankenberg </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm119%2C73-80</link><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:20:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm119%2C73-80</guid></item><item><title>Ach falsch, richtig? – Das sind doch mensch-liche Kategorien!</title><description><![CDATA[<p>Wenn man den Text zum ersten Mal liest, fallen einem sicher sofort Menschen ein, die man in die Falsch-Kategorie stecken würde. Menschen, die sagen, sie handeln gemäß Gottes Wort. Wo man selbst aber denkt, ist das tatsächlich so? Und man denkt wahrscheinlich auch, dass man selbst zur Richtig-Kategorie gehört. Diejenigen, die Gottes Wort wirklich verstanden haben und danach handeln.<br>Aber denken wir einmal genauer darüber nach! Wenn man selbst sagt: „Ich handle richtig und die anderen falsch.“ Weshalb sollten es die anderen nicht genauso sehen? Woran misst man denn, wer jetzt richtig liegt und wer nicht?<br>In dem Text steht in Vers 6: „Wer also behauptet, mit Christus verbunden zu sein, soll auch so leben wie Christus gelebt hat“. Ich denke es ist unmöglich genauso zu leben, wie Jesus lebte. Nichtsdestotrotz denke ich, er ist das beste Vorbild, was man haben kann. Und viele seiner einfachsten Aussagen, sind eigentlich gar nicht so schwer nachzuleben. </p> <p>Wie zum Beispiel…</p> <ul> <li>„Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie! […].“ (<a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Matth%C3%A4us7%2C12" target="_blank" title="Matthäus 7, 12">Matthäus 7, 12</a>) </li> <li>Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter – Das Liebesgebot (<a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Lukas10%2C25-37" target="_blank" title="Lukas 10, 25-37">Lukas 10, 25-37</a>) </li> <li>„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! …“ (<a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Matth%C3%A4us7%2C1-2" target="_blank" title="Matthäus 7, 1-2">Matthäus 7, 1-2</a>)</li> </ul> <p>Ich finde, wenn man ein Nachfolger von Jesus sein und so leben möchte, wie er lebte, sollte man mit diesen Dingen anfangen. Auch wenn man nicht alles perfekt macht, denn  jeder macht Fehler, sollte man dennoch versuchen, <br>so gut wie möglich nach Gottes Wort zu leben. Denn vor ca. 2000 Jahren hat Jesus was ziemlich Cooles gemacht. Er ist, obwohl er nie gesündigt hat, oder gerade weil er nie gesündigt hat, für die Sünde von uns Menschen gestorben. Und das nicht nur für die Menschen damals, sondern auch für uns heute. Denn er wusste, dass wir Menschen es nicht allein schaffen werden, komplett nach Gottes Wort zu leben und keine Fehler zu machen. Doch weil Gott eine Beziehung mit uns haben will, hat er Jesus, seinen Sohn, gegeben, damit wir zu ihm kommen können. Jesus hat also den Weg für uns frei geräumt, weil wir es nicht allein schaffen können. <br>Genau darum geht es in den ersten beiden Versen dieses Kapitels. Dort wird gesagt: ihr sollt nicht sündigen, aber wenn ihr es doch tut, seid ihr nicht verloren. Denn Jesus ist für unsere Sünde gestorben. <br>Das heißt nicht, dass man jetzt herumlaufen soll und sich wie das letzte Arschloch verhalten kann, nur um dann zu sagen: „Jesus vergibt mir meine Sünden sowieso.“ Denn genau von diesen Menschen wird im Vers 4 gesprochen. Sie sagen sie kennen Gott, doch tun bewusst Dinge, die gegen seinen Willen sind. Im selben Moment liegen Menschen, die sich an Gottes Wort halten auch nicht immer richtig. Wie schon oben gesagt, jeder Mensch macht Fehler. Es geht nur darum, wie man damit umgeht. <br>Die Kategorien falsch und richtig scheinen zwar einfach zu sein, vor allem wenn es darum geht das Verhalten anderer einzuordnen. Aber eigentlich geht es doch um Gottes Wille oder nicht Gottes Wille; und es geht auch nur um das eigene Verhalten. Natürlich darf man mit anderen darüber reden, wenn man das Gefühl hat, sie geraten auf eine falsche Bahn. Doch die Entscheidung, daran was zu ändern, liegt schlussendlich bei jedem selbst. Jeder muss selbst erkennen, ob er nach Gottes Willen handelt oder nicht. Denn die Entscheidung Gottes Vergebung anzunehmen, kann jeder nur für sich selbst treffen. </p> <p>Gott interessiert unsere menschliche Einteilung in falsch und richtig nicht. Gott interessiert es, ob du Fehler, die du begangen hast, wirklich bereust und dir von ihm ein neues Leben geben lassen möchtest.</p> <p><strong>Anni Weber, Hartmannsdorf </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C1-6</link><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 12:16:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes2%2C1-6</guid></item><item><title>Leben im Licht – echte Beziehung</title><description><![CDATA[<p>Sibirien. Wir schreiben den 20. Februar 2025. Obwohl es -5° C sind, liege ich oberkörperfrei auf dem Balkongeländer in der Sonne. Durch den Schnee ist alles still. Warum bin ich überhaupt hier? Wie ich nach Sibirien gekommen bin, ist eine längere Geschichte. Aber warum ich hier liege? Ich bin mit Gott im Gespräch. Das klappt meist am besten, wenn ich und alles um mich still ist. Ich stecke in einer Beziehungskrise und will von ihm wissen, wie ich handeln soll. Was Gott mir zeigt: Reinheit ist dran. Da gibt es noch offene Konflikte zwischen mir und anderen Menschen. </p> <p>Wenn mein Herz rein ist und meine Gedanken still, bin ich erst wirklich bereit zu empfangen. </p> <p>Ich möchte mich füllen lassen von Gott, seiner Liebe und seinem Licht.</p> <p>Er kennt mein Herz und weiß, was am besten für mich ist.<br>All die verschiedenen Stimmen in mir müssen erstmal zur Ruhe kommen. Ich brauche Klarheit und will mich leiten lassen von Gott. </p> <p>Wir kommen zurück zu unserer Bibelstelle: Johannes vertieft den Unterschied zwischen Licht und Finsternis. Wahrheit und Lüge. Ein Leben mit und ohne Jesus.</p> <p>Er schreibt an die ersten Gemeinden damals, die gerade in einer Krise stecken. Es gab viel Verwirrung und falsche Lehren. In so eine Situation kann ich mich gut reinversetzen. Es gibt so viel Verwirrung in unserer Welt. Lügen, Fakenews und so viele Meinungen. Da kann man sich schnell verirren.</p> <p>Aber was ist Wahrheit? Was ist ,,das Licht‘‘?<br>Wie so ein Leben im Licht aussieht, findet man auch in Galater 5. Dort beschreibt Paulus die Früchte des Geistes. Der heilige Geist ist die Kraft Gottes in uns. Durch ihn können wir unterscheiden. </p> <p>Ein Leben im Licht zeigt sich in einem Leben voll von Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Selbstbeherrschung, … (<a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Galater5%2C22-23" target="_blank" title="Gal 5, 22 f.">Gal 5, 22 f.</a>)</p> <p>Wenn du jetzt kurz in dich reinblickst, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass deine Gedanken und Handlungen nicht immer so geprägt sind. Ich merke, dass oft das Gegenteil der Fall ist. Das beschreibt Paulus als die Auswirkungen, wenn man sich von seiner eigenen Natur bestimmen lässt. Dinge wie Pornografie, sexuelle Unmoral, Verherrlichung von Geld, Autos oder Influencern, Streit, Eifersucht, Rechthaberei, Neid, sinnloses Rumfressen, sich betrinken usw. (<a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Galater5%2C19-20" target="_blank" title="Gal 5, 19 f.">Gal 5, 19 f.</a>) Wie oft ich bei solchen Dingen schon nachgelassen habe, oder gar Jahre darin verbracht habe…</p> <p>Wie kann ich da glauben, dass Gott in mir lebt? Wenn da doch so viel Dunkelheit in meinem Leben ist? </p> <p><a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Epheser5%2C13" target="_blank" title="Eph 5,13">Eph 5,13</a>: Alles was aufgedeckt wird, ist dann im Licht als das sichtbar, was es wirklich ist. </p> <p>Es geht nicht darum, dass wir ein perfektes Leben führen, ohne Sünde, ohne Lüge. Aber es geht darum, dass wir unsere Sünde klar bekennen. Das wir uns vom Licht Gottes füllen und von Jesu Blut reinigen lassen. </p> <p>Will ich so ein Leben leben? Bin ich bereit Licht auch in meine finsteren Ecken zu lassen?</p> <p>Wenn wir im Licht leben, haben wir Gemeinschaft, mit Gott und mit den Menschen(1.Joh1,7). Wir leben, wie Christus es uns vorgelebt hat (V.6).</p> <p>Wir beamen uns gedanklich nochmal zurück nach Sibirien. Die Sonne wärmt mich. Ich spüre wie die Strahlen meinen Körper durchdringen. Und immer, wenn ich meine Augen öffne, schießt das Licht in mich hinein. <br>So will Gott mich durchdringen. Er soll alles bekommen. Ich will in der Wahrheit leben. Gemeinschaft haben. Im Licht leben.</p> <p>Be real to yourself: Gesteh dir deine Sünden ein.<br> <br>Lass mal bissle Sonne rein in dein Herz. </p> <p>Werde still, geh ins Gebet und öffne dich Gott. </p> <p>Wo darf Jesus verändern?</p> <p>Er hat sein Leben ganz für dich gegeben. Gib du ihm deins komplett.</p> <p><strong>Jonas aus Borstendorf, EvJuMab</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes1%2C5-10</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 12:14:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes1%2C5-10</guid></item><item><title>Jedes Feuer startet mit Funken</title><description><![CDATA[<p>Guten Morgen ihr Lieben. Ich hoffe, ihr habt euch euren Morgenkaffee gemacht, euch hingesetzt und könnt mit folgenden Worten erheitert in den Tag starten. <br>Im Anfang des ersten Johannes-Briefes schreibt der Autor über Gott als Ursprung allen Lebens, der sich offenbart hat und der uns das ewige Leben schenkt.</p> <p>Gesondert möchte ich aber hervorheben, dass die Gemeinschaft mit Christen gleichzeitig die Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus ist (Vgl.V.3). Habt Mut und Zuversicht, allein die Gemeinschaft mit anderen Menschen, egal ob Heiden oder Gläubigen, ist Gemeinschaft mit Gott. Wir, die wir unser Leben in Gottes Hand gelegt haben, sind alle ein Funken in der Flamme seines alles überstrahlenden Lichts. Du fragst Dich vielleicht, ob nicht noch mehr dazu gehört, ein Segen zu sein, als „nur“ da zu sein für den/die „Anderen“? Das stimmt! Jesus lehrt uns unseren Nächsten zu lieben, wie Gott uns liebt.</p> <p>Weihnachten ist zwar schon 8 Monate vorbei, aber wenn ich diese Zeilen schreibe, ist es erst drei Wochen her, und in dem Lied „Macht hoch die Tür“, das mir nach vor durch den Kopf summt, wird in der zweiten Strophe gesungen:<br> <br>„Er ist gerecht, ein Helfer wert; <br>Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,<br>Sein Königskron ist Heiligkeit,<br>Sein Zepter ist Barmherzigkeit“.</p> <p>Diese Eigenschaften hat Gott auch in uns hineingelegt, und wir dürfen erleben wie unser Leben und das unserer Nächsten Segen erfährt. <br>Die wachsende Erfahrung mit Gott an unserer Seite führt dazu, dass Sanftmut, Barmherzigkeit und Liebe an Stellenwert gewinnen können und der Funke des Segens auch ein ganzes Feuer entfachen kann, an dem jeder unserer Mitmenschen sich wärmen kann und Licht in der Nacht hat. Ich will euch ermutigen und sagen, dass jeder Mensch mit diesen drei Worten (Sanftmut, Barmherzigkeit und Liebe) im Herzen zum Segen werden kann. </p> <p>Amen<br><br><strong>Anton Rochlitzer, Crinitzberg</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes1%2C1-4</link><pubDate>Thu, 20 Aug 2026 12:12:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/1.Johannes1%2C1-4</guid></item><item><title>Da bin ich aber anderer Meinung!</title><description><![CDATA[<p>Das hat er nicht gesagt? Das kann sie doch nicht ernst meinen! Diese Meinung ist für mich unverständlich. Ich schlucke. Hole Luft. Und platze. Ich ziehe in den Krieg. Argumente? Hab ich. Ohne Ende. Ein Wortschwall bricht aus mir heraus. Harsch zähle ich auf, was ich an dieser Aussage kritisch finde. ÜÄberraschenderweise ändert das wenig. Die Stimmung wird kühler. Das war‘s. <br>Das ist ein Grund, warum ich manchmal auch nichts sage. Ich schlucke herunter. Beiße mir auf die Lippen. Haue ab. Verstumme. Überraschenderweise ändert das wenig. Meine Laune wird schlechter. Das war‘s.</p> <p>Immer wieder treffe ich auf Menschen, die eine andere Meinung haben. Anders denken. Im Glauben. Im Alltäglichen. Im Politischen. Wie gehe ich damit um?</p> <p>So macht’s Jesus.<br>Sein Gegenüber ist überzeugt: Jesus ist ein Gotteslästerer. Dieser Vorwurf wird ihm an den Kopf geknallt. Mehr noch. Das Gegenüber hat das Urteil bereits getroffen. Es werden schon Steine aufgehoben, um dieses Urteil zu vollstrecken. <br>Und Jesus? Weder schießt er zurück, noch verschwindet er. Er fragt nach. Und als sein Gegenüber mit der wieder gleichen Aussage antwortet, geht er tiefer darauf ein. <br>Aber nicht von oben herab. Als hätte er die Wahrheit mit Löffeln gefressen. Nein. Er geht in den Dialog. Er versetzt sich in das Denken und die Argumente seines Gegenübers. - Das kann er gut. Juden und Jüdinnen stehen vor ihm. Und Jesus selbst ist Jude. Auf diese Weise spricht er zu seinem Gegenüber: Er bringt einen Schriftbeweis, einen Vers aus den Psalmen. Und argumentiert, genauso wie ein Rabbi es auch täte. Er kommt vom Schweren zum Leichten: Wenn Gott selbst die Israeliten als Götter bezeichnet, dann ist Bezeichnung als Sohn Gottes doch nicht weiter schlimm? Doch genauso wie er auf sein Gegenüber zugeht, bezieht er unmissverständlich Position. Er steht für sich und seine Haltung ein: Der Vater ist in mir und ich bin im Vater. <br>Der Dialogversuch verändert nichts. Sein Gegenüber will Jesus festnehmen. Und nun setzt er eine klare Grenze. Er entzieht sich der Situation.<br>Das hat sie nicht gesagt? Das kann er doch nicht ernst meinen! Diese Meinung ist für mich unverständlich. Ich schlucke. Und hole Luft. Und probiere es einmal:<br>Ich frage nach.</p> <p>Ich lasse mich ein auf das Anders-Denken meines Gegenübers. Ich will ehrlich verstehen.<br>Und trotzdem äußere ich ganz klar meine Position. <br>Ich bin gespannt, welche Gedanken sich in mir weiterentwickeln.</p> <p>Doch auch ein Dialog hat Grenzen.<br>Nicht jedes Gespräch werde ich führen.<br>Wenn ich in Gefahr bin. Wenn ich von den diskriminierenden Äußerungen meines Gegenübers betroffen bin. Wenn mein Gegenüber den Dialog verweigert.<br>Dann ist es richtig und wichtig, dass ich mich dieser Situation entziehe und meine Grenzen achte.</p> <p><strong>Anna-Lena Wiblishauser, Heilbronn</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C31-42</link><pubDate>Wed, 19 Aug 2026 12:11:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C31-42</guid></item><item><title>Welcher Stimme folgst Du?</title><description><![CDATA[<p>Vor kurzem erhielt ich einen Anruf von einer Freundin, die ohne Vorstellung gleich los sprudelte .... . Ich wusste aber sofort, wen ich da am Telefon hatte. Nach all der Zeit, die wir uns schon kennen, ist mir ihre Stimme in allen möglichen emotionalen Zuständen zutiefst vertraut. Die Zeit hat das Verstehen immer besser gemacht. Und manchmal müssen wir uns gar nicht sehen, um einander zu trösten, zu ermutigen ... es reicht oft schon, die Stimme der anderen zu hören.</p> <p>Daran musste ich denken, als ich diese Jesusworte im Johannesevangelium las: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir“. Schafe sind schlaue Tiere. Sie kennen die Stimme ihres Hirten sehr gut. Ruft ein anderer Mensch, bleiben sie unberührt, distanziert. Sie haben ihr ganzes Leben mit diesem Hirten verbracht und wissen ganz genau, zu wem sie gehören und wer es gut mit ihnen meint. Selbst in dunkelsten Nächten können sie sich an seiner Stimme orientieren und beruhigen.<br>Dieses Bild nutzt Jesus um seinen Zuhörer:innen deutlich zu machen: ihr werdet mich nur wirklich (er)kennen, wenn ihr viel Zeit mit mir verbringt und bei mir bleibt. Wenn ihr persönlich erlebt, wer ich für euch bin. Allein vom „Wunder-Watching“ oder vom Zuhören was andere erlebt haben, werdet ihr meine Stimme und das, was mir wichtig ist, nie wirklich kennen(lernen). Und genau das ist das Problem, das Jesus bei seinen jüdischen Genossen bemängelt. Sie haben schon so viel von Jesus gehört, gesehen, gelesen - aber glauben können sie nicht. Weil sie unbeteiligte Zuschauer geblieben sind. Weil er ihnen trotz allem fremd geblieben ist. Weil sie die Nuancen seiner Stimme nicht kennen. Das, was es braucht, ist die direkte Begegnung, Auseinandersetzung und Beziehung mit Jesus. Dann kann sein Wort, sein Rufen, im Leben auch berühren, führen, stärken, ermutigen, Vertrauen wecken ...<br>Ehrlich gesagt, fällt es mir im Alltag manchmal schwer, seine Stimme zu hören. Da brüllt so viel auf mich ein: Medien, mein Handy, die Ansichten von den Menschen um mich herum ... Beruhigend oder besonders hilfreich ist das oft nicht. Und manchmal frage ich mich, ob ich den richtigen Ansichten (Stimmen) hinterherlaufe ... Darum: Jesus lädt Dich und mich heute neu ein, nah bei ihm zu bleiben und vertrauensvoll auf seine Stimme zu hören ... in seinem Wort, in einem Lied, im Zuspruch eines anderen Menschen ... . Weil er uns wirklich versteht/kennt und weiß, was wir brauchen. Weil er Zukunft schafft. Weil er hält, was er verspricht. Weil er der Beste ist! Welcher Stimme folgst Du?</p> <p><strong>Ellen Widmer, Marbach am Neckar </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C22-30</link><pubDate>Tue, 18 Aug 2026 12:10:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C22-30</guid></item><item><title>„Wahre Idylle“</title><description><![CDATA[<p>Ja, es ist schon ein idyllisches Bild: grüne Wiesen, duftende Blumen und viele Schafe, die friedlich Grashalm für Grashalm abknabbern. Vielleicht hast du das gerade in echt vor dir, vielleicht sogar mit einem richtigen Hirten. Das sieht man ja nicht mehr alle Tage. Warum? - Es ist eben doch nicht nur Idylle, so ein Job als Hirte. Man muss sich auskennen mit den Schafen, man muss sich um sie kümmern. Man muss neue Weideplätze suchen, man muss ständig draußen sein. Ein Fulltime-Job, nix mit 35h-Woche. Und gefährlich ist es auch. Was, wenn tatsächlich der Wolf dasteht? Vielleicht gehörst du zu den mutigen, die den Kampf wagen würden. Trotzdem wird dir dein Leben lieber sein, als das der Schafe und die paar Euro, die du dafür bekommen würdest. Anders sieht es aus, wenn dir die Schafe selbst gehören, wenn deine Existenz von ihnen abhängt. Da wird dein Einsatz höher sein. </p> <p>Nun ist es Jesus, der von sich sagt: „Ich bin der gute Hirte“. Seine Existenz hängt natürlich nicht von den Schafen ab, auch nicht von den Seinen. Trotzdem ist sein Einsatz der Höchste: er lässt er sein Leben für die Schafe. Weil er die Schafe liebt. Weil er dich liebt. Weil er weiß, dass unsere Idylle hier auf Erden nur Wunschdenken ist. In Wirklichkeit sind wir dem Tod ausgeliefert, wie eine Schafherde, die schutzlos dem hungrigen Wolfsrudel ausgeliefert ist. Wenn du aber zur Herde des Guten Hirten gehörst, egal ob du aus der Herde Israels kommst oder aus der Herde der Nationen, dann bist du geschützt. Der Gute Hirte schützt dich. Er gibt sogar sein Leben für dein Leben, wird selbst zum Opferlamm, weil er dich liebt. Am Kreuz auf Golgatha ist dies geschehen. Das war keine kleine Sache, im Gegenteil. Die Sünden der ganzen Welt trug er, auch meine und deine. Dieses Opfer machte den Wolf - den Teufel - nicht satt, es hat ihn vielmehr das Maul gestopft und besiegt. Jesus ist der Handelnde in der Weltgeschichte. Selbst als er starb, hatte er das Heft in der Hand. Weil er die Macht über Leben und Tod hat, nahm er das Leben zurück. Er scheute das größte Leid nicht, um uns zu retten. Er hat das ausgeführt, was schon vor Anbeginn der Welt bei Gott beschlossen war. Deshalb liebt ihn auch der Vater dafür, ganz anders als Väter, die ihre Söhne in sinnlose Kriege schicken, um ihren eigenen Stolz zu befriedigen. </p> <p>Aber wie kommt man nun in die Herde des guten Hirten? Mach’s nicht wie die führenden Leute damals, die falschen Hirten. Sie hatten nicht nur Gottes Wort, sie haben sogar die Wunder gesehen, die Jesus tat, sie haben seine Stimme gehört – aber sie glaubten ihm nicht. </p> <p>Du hast heute sein Wort und seine Stimme gehört – glaube ihm und folge ihm nach. Auch wenn der Weg aus dem Stall heraus schwierig wird und manche Schafböcke dich vielleicht aufhalten wollen, lass dir vom guten Hirten helfen. Auf seiner Weide wirst du sicher sein.</p> <p><strong>Michael Förster, Lauter-Bernsbach  </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C11-21</link><pubDate>Mon, 17 Aug 2026 12:09:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C11-21</guid></item><item><title>Alphabet des Lobes und der Dankbarkeit</title><description><![CDATA[<p>Der Psalm 145 ist einer von mehreren Alphabetpsalmen. Im Deutschen fällt uns das nicht so sehr auf, weil die Anfangsbuchstaben der Verse nicht in der Reihenfolge unseres Alphabets sind. Aber im Hebräischen stimmen die ersten Buchstaben jedes Verses jeweils mit dem nächstfolgenden Buchstaben im Alphabet überein. Das wurde so gemacht, damit es leichter fallen kann, das Gebet auswendig zu lernen und um das Symbol der Vollständigkeit darzustellen. Unser konkreter Psalm ist ein großes Lobeslied auf Gott und setzt Gott ganz klar in den Fokus.</p> <p>Ich möchte dich einladen, deinen Tag heute ganz unter den Fokus der Dankbarkeit zu legen.</p> <p>Überlege dir drei Dinge, für die du gerade dankbar sein kannst:</p> <ol> <li> </li> <li> </li> <li> </li> </ol> <p><br>Im Laufe des heutigen Sonntages, schau dich genau um – wo findest du Gott und Worte des Lobes? Notiere dir gerne ein paar Momente.</p> <p>Und als dritten Schritt, ganz inspiriert vom Psalm 145 – überlege dir, wem du heute noch von diesen wundervollen, dankbaren Momenten erzählen magst, wen du mit deinem Lob für Gott anstecken möchtest.</p> <p>Dieser Psalm kann mir und dir ein Vorbild sein, bewusst auf unseren Alltag und auch die schönen Momente in den Pausen zu achten. Wo können wir Platz für Lob <br>Gottes machen?</p> <p>Danke, dass du dich auf diesen Versuch eingelassen hast. Gott segne dich!<br><br><strong>Diakonin Sophia Przyborowski, Ebersbach/Rödern</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm145</link><pubDate>Sun, 16 Aug 2026 12:05:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm145</guid></item><item><title>Von Türen und Fenstern</title><description><![CDATA[<p>Jesus spricht in diesen Versen zu den religiösen Führern der damaligen Zeit. Er benutzt dazu ein Bild, das den Menschen damals wohl bekannt war: Er redet über einen Hirten und seine Schafe. </p> <p>Er sagt, dass der echte Hirte den Schafstall durch die Tür betrete und dass seine Schafe ihn an seiner Stimme erkennen.</p> <p>Jesus sagt außerdem, dass es andere gibt, die sich Zutritt zum Schafstall verschaffen wollen. Allerdings auf anderen Wegen, die meist nichts Gutes für die Schafe bedeuten. </p> <p>Er macht klar, dass er selbst die Tür ist. Wer durch ihn hindurch geht, findet Sicherheit, Orientierung und Leben – und nicht nur irgendwie, sondern Leben in Fülle.</p> <p>Während ich diese Zeilen schreibe starre ich auf den Bildschirm meines Computers. Dort habe zahlreiche Fenster im Internet geöffnet. </p> <p>Auf einmal kommt mir ein interessanter Gedanke: Das Internet ist im Prinzip in einem Raum voller Fenster. Und wir verbringen dort eine Menge Zeit. Kann es sein das wir, heute zunehmend, die Tür vor lauter Fenstern nicht mehr sehen? </p> <p>Alles macht sich groß und wichtig. Hinter jedem Tab und jedem Fenster verspricht uns jemand anderes das große Glück. Politiker, Coaches, Influencer, Produkte, Reisen, Versicherungen, Podcasts, Serien, Filme und vieles mehr. All das schreit uns durch diverse Fenster entgegen und möchte unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. <br>Hier ist der Bibeltext auf seine Art doch noch sehr aktuell. Wem möchtest du folgen?<br>Jesus sagt: „Ich bin die Tür zu einem Leben in Fülle“. Kannst du diese Tür in deinem Alltag noch erkennen? Und falls nicht, was kannst du tun?</p> <p><strong>David Melle, Zwickau</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C1-10</link><pubDate>Sat, 15 Aug 2026 12:04:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes10%2C1-10</guid></item><item><title>Sind wir denn auch blind?</title><description><![CDATA[<p>Immer, wenn ich nur so halb Zugang zu einem Text finde, lese ich ihn in mehreren Übersetzungen und was andere Menschen darüber denken. Und wenn ich da nichts finde oder das auch nicht hilft, dann … lese ich ihn nochmal und markiere jedes Wort, jeden Satzteil, der mich anspricht. In diesem Text sind das: „Jesus hörte“ „ausgestoßen“ „Glaubst du?“ „Wer ist es?“ „Du hast ihn gesehen“ „Sind wir denn auch blind?“ Und damit arbeite ich weiter.</p> <p>„Jesus hörte.“ Das heißt für mich, Jesus hört zu und handelt dann danach. Er kümmert sich, ist für alle da, die ihn brauchen und die sonst vielleicht keinen haben. Er kümmert ich um sie. Wenn Jesus von meinen Problemen hört, hilft er mir.<br>„Ausgestoßen“, ausgeschlossen zu sein, ist übel. Der geheilte Mann kannte das - als jemand mit einer chronischen Krankheit war er schon vor seiner Heilung ausgestoßen. Das ändert nichts daran, wie weh das tut.<br>„Glaubst du…?“ „Wer ist es?“ und „Du hast ihn gesehen“ Ich glaube an Jesus, an den Menschensohn, weil ich ihn erfahren habe, weil ich seine Spuren, seine Liebe gesehen, wahrgenommen und erlebt habe. Trotzdem möchte ich manchmal fragen, wer ist das? Denn Gott ist viel größer als mein Verstand, da wünsche ich mir auch so eine direkte Bestätigung, wie Jesus sie hier gibt.<br>Nochmal zu meiner Arbeitsweise zurück: Was ich an einem Text nicht verstehe, markiere ich mit Fragezeichen. „Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, auf dass die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden.” Checkst du das? Ich nicht. Hä, was meint Jesus damit?<br>So cringe die Volxbibel manchmal auch ist, sie hat mich oft genug gerettet. „Die jetzt glauben, den Durchblick zu haben, werden dann nichts mehr verstehen, und die jetzt noch gar nichts blicken, werden alles plötzlich verstehen können.” Okay, ja, so verstehe ich schon mehr. Aber Fragen bleiben trotzdem offen. Was genau soll das heißen? War Jesus nicht Anti-Schwarz-Weiß-Denken? Warum hat Gott seinen Sohn geschickt, damit sich die Welt in zwei Lager spaltet? Und lasse ich mich so leicht in eine Kategorie einordnen? Gehöre ich zu den Blinden oder zu den Sehenden?<br>„Sind wir denn auch blind?“ Das fragen auch die Pharisäer. Ich lese da aber nicht raus, dass sie sich für etwas Besseres halten und voll den Durchblick haben. Schließlich fragen sie ja auch. Was Jesus hier meinen könnte: Sich nicht sicher sein, ist keine Schwäche. Wie müssen gar nicht so tun als ob. Einen Bibeltext nicht zu checken, macht einen nicht dumm. Irgendwann werden wir verstehen und zwischendurch sagt Jesus uns vielleicht auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir müssen nur hinhören. Jesus hörte, aber höre auch ich?</p> <p><strong>Katrin Lüdeke</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes9%2C35-41</link><pubDate>Fri, 14 Aug 2026 12:02:00 +0200</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes9%2C35-41</guid></item></channel></rss>