<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>News-Feed | Sommerandachten</title><description>Sommerandachten - Gedanken für die Urlaubszeit</description><link>http://nord.emk-jugend.de/</link><language>de</language><pubDate>Wed, 22 Jul 2026 12:26:00 +0300</pubDate><generator>Contao Open Source CMS</generator><atom:link href="http://nord.emk-jugend.de/share/sommerandachten.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /><item><title>Anders als du erwartest – gottseidank</title><description><![CDATA[<p>Kennst du die Momente in deinem Leben, in welchen die Dinge anders kommen, als du sie vorgstellt hast? Ein Plot-Twist in einem spannenden Netflix-Film, ein unerwartetes Ergebnis in einem Fußballspiel oder ganz banal: andere Erwartungen und Vorstellungen in Bezug auf Menschen, die dich überraschen. Da verlaufen die Dinge auch oft anders. Denn mein Gegenüber ist auch ein Mensch mit eigener Geschichte, Charakter und Prägung. Immer anders als bei mir selbst und somit auch hin und wieder überraschend. Wenn ich nur auf meine eigenen Vorstellungen und Erfahrungen sowie Erwartungen schaue/vertraue und diese nicht ins Gespräch bringe und zulasse, dass sie um einen weiteren Blick ergänzt werden, erlebe ich diese Überraschungen vielleicht auch oftmals als Enttäuschungen. Und doch kann das Anders auch eine Chance sein, Vorannahmen zu überwinden, meinen Blick zu weiten und das Leben mit neuen Augen zu sehen. „Gewöhn’ dich an anders“, sagt in der Angel Studio Serie THE CHOSEN, Jesus zu Simon (dem späteren Petrus), als dieser sich über dessen Entscheidung wundert den „unwürdigen“ Zöllner Matthäus als Jünger zu berufen. Die Zöllner waren unter den Juden verhasst und galten vorverurteilend als „Sünder“. Wobei Simon Petrus seine eigenen Erwartungen an die Bedingungen Jesu Nachfolger zu sein korrigiert und Jesus ihn mit genau diesem Satz ermutigt das Unerwartete zu akzeptieren: „Gewöhn’ dich an anders!“</p> <p>Jesus. Auch er selbst ist anders in seinen Handlungen und als Person für seine damaligen Mitmenschen, die alles Mögliche an Vorstellungen und Erwartungen mit ihm verbanden. Für die Einen ein frommer Lehrer, der erhoffte Messias und Sohn Gottes und für die Anderen ein Betrüger und Gotteslästerer. Jesus sprengte dabei die Vorannahmen und Vorstellungen seiner Mitmenschen immer wieder. </p> <p>In unserem heutigen Text spricht Jesus zu den Schriftgelehrten, also zu Menschen, die ihn als Sohn Gottes ablehnen. Auch sie haben feste Vorstellungen davon wie Gott und das Leben zu sein haben, denn sie haben die Bibel ausführlich studiert und in ihrer Vorstellungswelt ist es gotteslästerlich und somit unmöglich, dass Gott selbst in Jesus Mensch wird und seinen Geschöpfen als Mitmensch auf Augenhöhe begegnet. Allein schon, dass Jesus als „Gottessohn“ von diesem scheinbar fernen und unnahbaren Gott als „seinen Vater“ spricht ist für diese Menschen nur schwer auszuhalten. Sie lassen sich nicht darauf ein Annahmen und Überzeugungen zu überwinden und für diese Gottesbegegnung der <em>anderen Art</em> offen zu sein. </p> <p>Lass ich mich darauf ein? Lass ich mich darauf ein, dass Gott anders auch in meinem Leben handelt, als ich es immer erwarten mag? Lass ich mich positiv davon überraschen und sehe es als Chance und nicht als Enttäuschung? Dass ich vielleicht doch nicht die Ausbildung oder das Studium mache, welche für mich lange infrage kam, sondern mich auf ein anderes Angebot und somit auf einen anderen Weg einlasse. Dass ich vielleicht doch nicht mit der Person zusammenkomme, für die ich lange geschwärmt habe, wo es am Ende doch nicht passt, dafür aber mit einer anderen Person. Lass ich es zu, dass Gott selbst mich immer wieder neu überrascht und Er mir in allen Überraschungen meines Lebens neu begegnen kann? In jeder unerwarteten Begegnung und in jeder unerwarteten Wendung, in jedem Plot-Twist meines Lebens darf ich neu erkennen wer Gott ist und wie er mein Leben und mein Blick darauf bereichern will.<br><br><strong>Frederik Ehmke, Stuttgart-Bad Cannstatt </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C31-47</link><pubDate>Wed, 22 Jul 2026 12:26:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C31-47</guid></item><item><title>Was wirklich wichtig ist – Jetzt</title><description><![CDATA[<p><em>(Lies gern das ganze Kapitel 5)</em><br>Jesus heilt einen Menschen und die Frommen empören sich. Nicht über das Leid, das beendet wurde, sondern über den Tag, an dem es beendet wurde. Der Sabbat ist ihnen wichtiger als das Leben. Ordnung wichtiger als Barmherzigkeit. Religion wichtiger als der Mensch.</p> <p>Jesus macht unmissverständlich klar: Gott arbeitet. Immer. Auch am Sabbat. Und wer sich Gott in den Weg stellt, stellt sich dem Leben selbst entgegen.</p> <p>Mitten in diesen Konflikt spricht Jesus die Worte aus Johannes 5,24–30. Keine fromme Lehrrede, kein Blick ins Jenseits. Sondern eine Diagnose unserer Gegenwart.</p> <p>„Wer mein Wort hört und glaubt, hat das Leben.“<br>Nicht: wird es einmal haben. Nicht: irgendwann später. Jetzt.<br>Und wer dieses Leben nicht lebt, ist – bei allem religiösen Betrieb – tot.</p> <p>Jesus spricht von Gericht. Aber dieses Gericht ist kein fernes Strafgericht. Es geschieht hier. Jetzt. Es besteht darin, dass offenbar wird, woran wir unser Herz hängen. An Gottes Willen – oder an unsere Systeme. An Beziehung – oder an Anerkennung. An Leben – oder an religiöse Sicherheit.</p> <p>Die Frommen zur Zeit Jesu kannten die Schrift. Sie beriefen sich auf Mose. Aber genau dieser Mose wird ihnen zum Ankläger. Denn wer das Gesetz liebt, aber den Menschen übersieht, hat weder Mose noch Gott verstanden. Wissen ersetzt keine Beziehung. Frömmigkeit ersetzt keine Liebe.</p> <p>Jesus nennt die Dinge beim Namen: Ihr sucht die Ehre voneinander, nicht die Ehre Gottes. Darum erkennt ihr das Leben nicht, obwohl es direkt vor euch steht.</p> <p>Johannes 5 fragt uns nicht, was wir glauben.<br>Es fragt, <strong>wie wir leben.</strong></p> <p>Denn Leben beginnt dort, wo wir aufhören, uns hinter Religion zu verstecken.<br>Wo wir hinschauen, wo es weh tut.<br>Wo wir handeln, statt zu rechtfertigen.</p> <p>Glaube ist nicht schön.<br>Glaube ist gut.<br>Und gut ist er nur dort, wo Leben im Jetzt Raum bekommt.<br><br><strong>Kar Syuleymanov, Bockau </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C24-30</link><pubDate>Tue, 21 Jul 2026 12:24:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C24-30</guid></item><item><title>Im Auftrag des Vaters</title><description><![CDATA[<p>Wer heute etwas auf sich hält, betont, dass er oder sie es ganz allein geschafft hat. Wer seinen Wert unter Beweis stellen möchte, erklärt, dass Geld, Ansehen, Erfolg oder Einfluss auf den eigenen Fleiß oder die eigene Genialität zurückzuführen sind. Der Grund für das, was man hat oder kann, liegt in uns selbst, oder?</p> <p>Bei Jesus ist das anders. In wenigen Zeilen kommen ein grenzenloser Anspruch und bemerkenswerte Demut gleichzeitig zum Ausdruck: Jesus spricht von sich als dem Sohn Gottes und er kündigt an, noch weit Größeres zu tun, als einen Gelähmten zu heilen.<br>Nämlich Tote zu erwecken und über diese Welt zu richten. All das aber nur im Auftrag und in Verbindung mit Gott, dem Vater. Er handelt in Vollmacht. Das heißt im Wissen und im Auftrag Gottes. In seinem Namen kann er alles und traut sich so einiges. Auch wenn er sich damit gegen die Meinungsführer seiner Zeit stellt: Sein Verständnis vom rechten Sabbat-Halten bürstet die Pharisäer gegen den Strich; dass er von einer Erweckung der Toten redet, gefällt den Sadduzäern nicht. Für Jesus ist in erster Linie wichtig, einmütig mit Gott, seinem Vater, zu reden und zu handeln. Gott selbst verleiht ihm die Vollmacht, die Jesus so kraftvoll ausübt. In diesem Wissen kann sich Jesus auch mit den Mächtigen anlegen.</p> <p>Aber Jesus weiß und spricht aus, dass er nichts von den Zeichen und Wundern die er tut, von sich aus tun kann. Er kann nur das in Vollmacht tun, was im Einklang mit dem Willen Gottes geschieht. </p> <p>Etwas mehr von dieser Haltung würde mir guttun: Selbstbewusst im Auftrag Gottes in dieser Welt wirken. Als ein Nachfolger von Jesus in meinem Umfeld mutig Wahrheit aussprechen. Heilsam in den Beziehungen um mich herum wirken. Liebevoll, ehrlich, konsequent und barmherzig. Ohne Angst vor der Meinung anderer und ohne Zweifel am Sinn und Erfolg meines Handelns. Wohlwissend, dass es nicht meine Kraft und mein Licht sind, die hier wirken. Sondern Gott, der in den Schwachen mächtig ist. </p> <p>Jesus selbst hat seine Jünger beauftragt, in seinem Auftrag zu handeln. Und von der jungen Gemeinde wird berichtet, dass sie die Auferstehung in großer Kraft bezeugte und große Gnade bei ihnen war (Apostelgeschichte 4,33). Das macht mir Mut, dass auch wir solche kraftvollen Erfahrungen machen können.</p> <p><strong>Jochen Furthmüller, Rheinstetten</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C19-23</link><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 12:23:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C19-23</guid></item><item><title>Du wurdest hinzugefügt</title><description><![CDATA[<p>Stellt euch vor, es gibt eine neue WhatsApp-Gruppe, in der alle drin sein wollen. Aber man kommt nur hinein, wenn man hinzugefügt wird.</p> <p>Manche werden sofort aufgenommen. Andere müssen erst einmal warten, manche werden sogar wieder rausgeschmissen. Und manche werden nie gefragt und nie hinzugefügt.</p> <p>Die Frage, die bleibt, ist nicht: Wie cool bin ich? Sondern: Wer entscheidet eigentlich, ob ich dazugehöre?</p> <p>Psalm 87 erzählt genau davon. Gott beantwortet die Frage, aber er antwortet anders, als wir es erwarten würden.</p> <p>Gott hat sich Zion ausgesucht als seine Stadt. Der Psalm sagt nicht, dass Zion besonders schön sei, oder dass da besonders fromme Leute leben. Die Stadt ist besonders, weil Gott sie ausgewählt hat. An diesem Ort soll Gottes Nähe spürbar werden. So ist es auch mit Gottes Liebe. Wir sind auserwählt, nicht weil wir etwas besonders gut können, nicht weil wir besonders fromm oder schön sind. Gottes Liebe ist unabhängig von unserer Leistung.</p> <p>Besonders spannend finde ich den Text ab Vers vier. Eigentlich müsste man hier stutzen. Denn hier wird mit einer Aufzählung von verschiedenen Völkern begonnen. Und das sind alles Völker, die den Israeliten in schlechter Erinnerung sind. In Ägypten waren sie Sklaven, Babylon wird in der Bibel oft als Symbol absoluter Gottesferne genannt, das Philisterland, Tyrus und auch Äthiopien waren Fremdvölker und zum Teil sogar Feinde Israels.</p> <p>Aber alle werden ein „Heimatrecht in Zion“ (Vers 6) haben. Das bedeutet nicht, dass sie umziehen müssen. Gott schreibt sie in sein Bürgerregister. Nicht der Geburtsort oder die Staatangehörigkeit entscheiden, ob ich dazugehöre, sondern Gott.</p> <p>Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich Menschen bewusst oder unbewusst ausschließe. Und manchmal möchte ich der Admin der Gruppe sein, der entscheidet, wer dazugehören darf und wer nicht. Vielleicht kennt ihr diesen Gedanken.</p> <p>Heute könnte es unsere Challenge sein, wie in Vers sieben zu leben. Zusammen zu feiern, zu tanzen und zu singen, weil wir alle zu Gott gehören. Vielleicht singen und tanzen wir unterschiedlich, aber unsere gemeinsame Staatsbürgerschaft im Himmel vereint uns zu einem großartigen Tanz und vollendeten Gesang. Wo Menschen bei Gott Heimat finden, entsteht Leben.</p> <p>Vielleicht ist die wichtigste Frage heute nicht, wen wir noch in die Gruppe lassen würden, sondern ob wir glauben, dass Gott uns längst hinzugefügt hat – ohne Bedingungen. Psalm 87 erinnert uns: Unsere Identität beginnt bei Gott – und aus dieser Sicherheit heraus können wir andere mit hineinnehmen.</p> <p><strong>Lucienne Gewarowski, Aue </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm87</link><pubDate>Sun, 19 Jul 2026 12:21:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm87</guid></item><item><title>Mit der Matte in der Hand</title><description><![CDATA[<p>Eine Geschichte, in der die Gnade Gottes sichtbar wird. Jesus kommt zu dem Mann, der sich seit so einer langen Zeit nicht mehr bewegen kann. Ein paar Verse zuvor heißt es, er liegt dort schon seit 38 Jahren. Für den Mann bedeutet das 38 Jahre lang warten, 38 Jahre Stillstand. Stillstand, den der Mann die ganze Zeit auf der gleichen Matte verbringt.</p> <p>Auch als Jesus den Mann auffordert aufzustehen, soll er auch die Matte mitnehmen. Mein erster Gedanke dazu war: Ja klar, total logisch. Ich lasse ja auch nicht einfach so meine Sachen rumliegen.</p> <p>Aber gleich danach habe ich mich gefragt: Wöllte ich wirklich wieder auf dieser Matte liegen, die mich schon so lange, in einer unschönen Zeit begleitet hat? <br>Wahrscheinlich würde ich sie einfach ausmisten, um einen Neuanfang zu starten und um einen klaren Cut zu der vergangenen Zeit zu machen.</p> <p>Aber was, wenn ich es nicht einfach so ablegen kann? Vielleicht ist es kein Gegenstand, wie die Matte, die mich schon seit Jahren begleitet. Stattdessen ist es vielleicht eine Angst, eine Verletzung, die ich erfahren habe oder eine Gewohnheit, die ich nicht mehr mit mir herumtragen möchte. Aber einfach so liegen lassen und aus dem Leben streichen? – Klappt in der Regel nicht.</p> <p>Aber Jesus sagt ja auch nicht: Lass sie liegen. Nein, ich nehme die Matte in die Hand. Die Matte ist kein Zeichen mehr für meine Einschränkung. Sie hat keine Kontrolle mehr über mich. Sie begleitet mich zwar immer noch auf meinem Weg, mit dem Unterschied, dass ich selbst nun die Kontrolle darüber habe. Bei dieser Heilung hört mein Leben nicht auf – dies ist erst der Anfang.<br>Die Gnade, die ich durch die Heilung erfahre, lässt mich aktiv werden. Ich darf nun mit Selbstvertrauen und Mut in die Welt gehen. Das eigene Losgehen und die Matte nimmt uns Jesus nicht ab, aber er gibt uns dafür den nötigen Anstoß, den Mut und die Freiheit, die wir dafür brauchen für unser Leben und unsere „Matte“ Verantwortung zu übernehmen.</p> <p>Vielleicht gibt es in deinem Leben auch so eine Matte: eine Erinnerung, eine Verletzung, eine Angst, eine Gewohnheit. Etwas, das dich lange festgehalten hat oder immer noch festhält. Die Geschichte zeigt mir: Gottes Gnade bedeutet nicht, dass alles Vergangene verschwindet. Es bedeutet, dass ich die Macht darüber erlange.</p> <p>Jesus spricht auch zu dir: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ Du darfst mit deiner Geschichte weitergehen.</p> <p>Bei welcher „Matte“ in deinem Leben brauchst du gerade einen Anstoß von Jesus, um sie selbst in die Hand zu nehmen?</p> <p><strong>Deborah Holzapfel, Reutlingen</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C9-18</link><pubDate>Sat, 18 Jul 2026 12:20:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C9-18</guid></item><item><title>Kleine Worte, große Wirkung</title><description><![CDATA[<p>Versetz’ dich mal in eine Situation, die dir aussichtslos erscheint. Dir geht es nicht gut und du weißt nicht, wie es weitergehen soll.</p> <p>Was würdest du in solch einer Lage tun? Verkriechst du dich weinend unter der Decke und bleibst für immer dort? Oder suchst du dir Hilfe und wenn ja, wo?</p> <p>Jetzt stell dir folgendes Geschehen vor: Ein Mann liegt seit 38 Jahren an einem Teich in Jerusalem. 38 Jahre Hoffen, Warten, Enttäuschungen. Um ihn herum Menschen, die alle das gleiche wollen: gesund werden. Der Teich Bethesda gilt als Ort der Heilung – aber nur für die, die schnell genug sind. Wer zu spät kommt, bleibt zurück: eine Situation (scheinbar) ohne Ende.</p> <p>Mitten in dieses Bild tritt Jesus. Ohne große Taten stellt er nur eine einfache Frage: „Willst du gesund werden?“ Natürlich will der Mann das! Oder? Nach so vielen Jahren hat sich sein Leben um seine Krankheit organisiert. Seine Antwort klingt entmutigt. Er spricht nicht von seinem Wunsch, sondern von seinen Hindernissen: „Ich habe keinen Menschen, der mir hilft.“ Alleinsein ist sein größtes Leiden.</p> <p>Jesus aber geht nicht auf die Umstände ein. Er sagt: „Steh auf, nimm deine Matte und geh.“ Ein Befehl, der eigentlich unmöglich ist. Doch genau in diesem Wort liegt die Kraft. Der Mann steht auf – und ist gesund.</p> <p>Diese Geschichte hält uns einen Spiegel vor. Wie oft erklären wir Gott, warum Veränderung gerade nicht geht? Wir sehen unsere Begrenzungen, unsere Enttäuschungen, unsere Verletzungen. Vielleicht haben wir uns an manches Leid schon so gewöhnt, dass wir uns ein Leben ohne kaum noch vorstellen können.<br>Jesus fragt auch uns: „Willst du gesund werden? Willst du wirklich frei werden von dem, was dich festhält – auch wenn das bedeutet, neu anzufangen, Verantwortung zu übernehmen, alte Muster loszulassen?“ Wir sollen uns nicht in einer Welt wie Social Media verlieren, sondern auf Gottes Wort vertrauen.</p> <p>Sein Wort schafft, was es fordert. Wo wir seinem Ruf trauen, da entsteht neues Leben. Vielleicht nicht immer so spektakulär wie bei diesem Mann – aber real. Schritt für Schritt dürfen wir aufstehen und gehen. </p> <p><strong>Lena Hirt, Drebach, EvJuMab </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C1-9</link><pubDate>Fri, 17 Jul 2026 12:19:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes5%2C1-9</guid></item><item><title>Was ist „Vertrauen“?</title><description><![CDATA[<p>In Johannes 4 lesen wir von einem königlichen Beamten, dessen Sohn todkrank ist. Er kommt zu Jesus mit seiner Angst, seiner Hoffnung und einer Bitte. Jesus heilt den Sohn nicht sichtbar vor seinen Augen, sondern sagt nur einen Satz: <em>„Dein Sohn lebt.“</em></p> <p>Und dann heißt es: „Der Mann glaubte dem Wort Jesu und ging.“ Er sieht noch nichts, er hat keinen Beweis, aber er vertraut. Erst später merkt er: „Jesu Wort ist wahr geworden.“</p> <p>Vertrauen beginnt hier: bei Gott. Wir dürfen lernen, Jesus zu vertrauen, auch wenn wir nicht sofort sehen, wie alles gut werden soll. Dieses Vertrauen trägt und kann auch weiterwachsen. Denn wer Gott vertraut, kann auch lernen, Menschen zu vertrauen.</p> <p>Menschen zu vertrauen heißt, ihnen offen zu begegnen, das Gute in ihnen zu sehen und Vorurteile bewusst beiseitezulegen. Es bedeutet, anderen eine echte Chance zu geben. Es bedeutet, neu und frisch auf Menschen zuzugehen – egal ob sie (noch) fremd sind oder schon lange zu unserem Leben gehören. Auch bekannte Menschen dürfen wir immer wieder neu kennenlernen.</p> <p>Vertrauen heißt: „Ich gebe dir eine Chance. Ich höre zu. Ich gehe einen Schritt auf dich zu.“ <br>Ohne Vertrauen wird Zusammenarbeit schwer. Mit Vertrauen wird Aufgabenteilung fairer, Miteinander ehrlicher und Liebe freier. – Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil wir einander ernst nehmen.</p> <p>Aber wichtig ist auch: Vertrauen ist nicht einfach „von Gott gegeben“. Es muss wachsen, gepflegt und immer wieder neu bestätigt werden. Manchmal wird Vertrauen enttäuscht. Das tut weh und hinterlässt Spuren. Ein Vertrauensbruch fordert uns emotional heraus, aber er kann uns auch verändern und reifer machen, wenn wir bereit sind, daraus zu lernen. Manchmal braucht es Konsequenzen, Abstand und Zeit.</p> <p>Aber lasst euch davon nicht entmutigen! Mit Gottes Hilfe können wir neu anfangen! Schritt für Schritt. Vertrauen wieder aufbauen – langsam, ehrlich, echt. Menschen nicht fallen lassen, sondern Mut machen. Unterstützung anbieten. Gemeinsam Lösungen suchen, statt allein zu kämpfen.</p> <p>So wie der Beamte Jesus vertraut hat, dürfen auch wir lernen: Gott vertrauen – und daraus die Kraft schöpfen, Menschen zu vertrauen. Immer wieder neu.</p> <p><strong>Laura Friedemann, Erfurt</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C43-54</link><pubDate>Thu, 16 Jul 2026 12:17:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C43-54</guid></item><item><title>Durchschaut</title><description><![CDATA[<p>Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche würdest du wählen? Fliegen? Sich unsichtbar machen? Die Zeit anhalten können? Unfassbare Kräfte besitzen? Unter Wasser Atmen können? </p> <p>Deine Antwort sagt interessante Dinge über dich aus: was du brauchst und was dir wichtig ist. Falls dir in den Sinn kam: „Ich möchte Gedanken lesen können“, dann bist du schon nah dran am heutigen Bibeltext. Oder auch an der Buchserie Twilight. Je nach dem. Für mich ist so eine Edward-Cullen-Gabe eher eine anstrengende Vorstellung. Von jedem, der mich in der S-Bahn oder im Einkaufsladen umgibt, die Gedanken zu wissen ... Zwischendrin könnte das spannend sein - aber so dauerhaft? </p> <p>Wie das wohl für Jesus war? Nicht, dass Jesus Gedanken gelesen hat. Aber aus vielen Geschichten des Neuen Testaments geht hervor, dass Jesus den Menschen, der vor ihm steht, ergreift. Und wie das wohl für die Menschen war, mit denen das passiert ist? Davon können die Jünger, aber auch Figuren wie Zachäus oder Nikodemus ein Lied singen. Nikodemus war das eher peinlich. Die Frau am Brunnen fasst das Erlebnis ganz anders auf. „Kommt mit!“, sagt sie zu jedem, der ihr hinterher begegnet. „Ich habe einen Mann getroffen, der alles von mir weiß! Vielleicht ist er der Messias!“ </p> <p>Wie geht es dir, wenn dich jemand „durchschaut“, dir Dinge auf den Kopf zu sagen kann? Wahrscheinlich hängt das ganz von der Intension deines Gegenübers ab. Den Lehrer, der erkennt, dass du tatsächlich faul warst, kannst du eventuell gerade weniger brauchen. Die Freundin, die mit dir aus Liebe mal ein ernstes Wörtchen redet, schmilzt vielleicht dein Herz und du fühlst dich sicher und versorgt. Der Unterschied? Die Liebe. Die Frau am Brunnen kann diese spüren und möchte sie gleich ihrem ganzen Umfeld anpreisen. Nikodemus braucht ein bisschen … Beides ist okay. Durchschaut, und doch geliebt …</p> <p>Durchschaut zu werden, bedeutet, erkannt zu werden. Ist dir bewusst, dass Jesus dich ergreift, dich kennt? Dich ganz persönlich, mit deinen Lebensumständen, deinen Intensionen, deinem Herz? Und dass er dich liebt? Jesus geht mit dir um wie mit der Frau am Brunnen: ehrlich, auf Augenhöhe und mit unendlicher Liebe. Und du musst nicht warten, bis er zu dir kommt. Was auch immer dich beschäftigt - trau dich, auf ihn zuzugehen und teile es. Erlebe, durchschaut zu werden, auf liebevollste Weise. Du brauchst keine Angst haben!</p> <p><strong>Claire Hamer. München</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C27-42</link><pubDate>Wed, 15 Jul 2026 12:15:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C27-42</guid></item><item><title>„Ich bin´s der mit  dir redet!“</title><description><![CDATA[<p>In diesem Abschnitt der Erzählung lesen wir vom Gespräch einer Frau aus Samaria mit Jesus. Die Verse zuvor wird erzählt, wie die beiden mit unterschiedlichen Zielen an einem Brunnen vorbeikamen. Sie wollte Wasserschöpfen und er lediglich kurz pausieren, wobei nach etwas Smalltalk schnell tiefgründigere und vor allem für die Frau sehr private Themen aufkamen. Im Laufe des Gesprächs erkennt die Frau, dass vor ihr kein gewöhnlicher Mann steht. Erst am Ende eröffnet Jesus ihr wer er ist.</p> <p>Was macht diese Situation am Brunnen aber so besonders?</p> <ol> <li>Es war eine <strong>Frau</strong> mit der Jesus sprach. </li> <li>Diese Frau war eine <strong>Fremde.</strong></li> <li>Diese Frau war <strong>keine Jüdin.</strong></li> <li>Jesus wusste ganz genau, welchen <strong>Lebensstil</strong> diese Frau hatte.</li> </ol> <p>Aus einem alltäglichen Gang zum Brunnen wurde für diese Frau ein prägendes Erlebnis. Sie wusste, dass eines Tages der Messias auftauchen wird aber rechnete wohl nicht damit, dass dieser sich ausgerechnet ihr persönlich vorstellt. Mit den einfachen Worten „Ich bin´s der mit dir redet!“ offenbarte er sich ihr. So wie der Frau geht es uns auch manchmal. Vielleicht haben wir manchmal Angst zu erfahren, was Jesus wohl über unseren Lebensstil denkt und er über diesen vielleicht nicht so happy ist. Denn wir sind Menschen und Überraschung – wir machen Fehler. Aber das hält Jesus nicht davon ab sich uns zu zeigen. Seine Stimme zu hören und ihn zu erkennen ist wirklich manchmal eine Herausforderung aber so etwas kann man trainieren, lernen und Jesus natürlich ganz klar darum bitten, dass er zeigt, ob er es ist der mit dir redet. <br>Innerhalb von einem Gespräch mit Jesus konnten einer fremden nichtjüdischen Frau die Augen für Dinge in ihrem Leben geöffnet werden, die sie für sich klären sollte und im nächsten Moment lief sie auch schon durch ihre Stadt und erzählt den Menschen von Jesus. Dies bedeutet nicht, dass wir sobald wir wahrnehmen das Jesus zu und mit uns spricht wir rufend durch unsere Städte rennen und von Jesus erzählen müssen (was wir in geeignetem Rahmen natürlich trotzdem gern tun können :b ). Es soll uns deutlich machen, dass egal welche Background Story wir mitbringen, egal wie oft Jesus sich wiederholen muss bis wir es checken, dass ER es ist der mit uns redet, er die Geduld aufbringen will und sich freut, wenn wir es immer und immer wieder versuchen.</p> <p><strong>Mirjam Hermsdorf, Dresden</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C15-26</link><pubDate>Tue, 14 Jul 2026 12:13:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C15-26</guid></item><item><title>Ich habe Durst</title><description><![CDATA[<p>Was ist Durst eigentlich? Viele verstehen unter dem Begriff Durst, den psychischen Trieb einen Flüssigkeitsmangel im Körper auszugleichen. Andererseits kann man den Durst auch mit Dürsten gleichsetzen - Durst nach Gier, nach Macht oder Streben nach Erfolg. Ein solcher Durst kann nicht gestillt werden oder zumindest nur zeitlich begrenzt. Früher oder später wird man mehr wollen.</p> <p>Im Johannes 4, Vers 1-14 spricht Jesus auch von Durst. Doch damit ist nicht der herkömmliche Begriff gemeint, sondern der Durst des Geistes - der Durst nach Wissen und Vollkommenheit; nach völliger Zufriedenheit, nach Gemeinschaft, der Durst nach dem Glück. Ein Durst, wie er nur von Gott gestillt werden kann.</p> <p>Jesus ist in der Bibelstelle unterwegs nach Galiläa und durchquert dabei Samarien. Zur Mittagszeit kommt er an einen Brunnen. Da er müde und erschöpft ist, lässt er sich nieder. Als eine Samariterin kommt, fragt er sie, ob sie ihm mit ihrem Eimer etwas Wasser zum Trinken aus dem Brunnen holen könne. </p> <p>Nun sollten wir uns die Frage stellen, warum Jesus zur Mittagszeit einer einzelnen Samariterin an einem Brunnen begegnet? Und warum Jesus als Jude eine Samariterin um Hilfe bittet? Normalerweise waren die Frauen zu dieser Zeit immer nur am Morgen oder am Abend in kleinen Gruppen zum Wasserholen am Brunnen. Da in der Mittagszeit die Hitze zum Wasserholen viel zu groß war und man beim gemeinsamen Wasserholen die Chance zum Austausch nutzte. Daraus lässt sich schließen, dass die Samariterin aus der Gesellschaft ausgestoßen ist und daher in der Mittagshitze zum Brunnen Wasserholen muss, weil sie bei den restlichen Wasser holenden Frauen nicht erwünscht ist. Ebenfalls ist sie Samariterin, ganz im Gegenteil zum jüdischen Jesus. Die Samariter waren ein Volk, das sich aus Israeliten und ausländischen Einsiedlern zusammensetzte. Sie sahen nur die Fünf Bücher Mose als heilige Schrift an und den Berg Garizim als Gottes heiligen Ort, statt des Tempels in Jerusalem. Somit kam es zu einer starken Verfeindung der Juden und Samariter. Und trotzdem spricht Jesus sie an und bittet sie um Wasser. Ihm ist egal, aus welcher sozialen Stellung sie kommt oder welche Religion sie vertritt.</p> <p>Jesus meint, dass Wasser ihr keinen Durst stillt. Was man logischerweise direkt hinterfragt, da Wasser bekanntlich der beste Durststiller ist. Jesus bezieht sich aber - wie oben gesagt - nicht auf den Durst in Form von einem Wassermangel im Körper, sondern auf den geistigen Durst. Daraufhin sagt er, dass er ihr Wasser geben kann, was ihren Durst stille. Hier steht das Wasser, was er meint, für den Heiligen Geist und somit die Neuanbindung bei Gott.</p> <p>Jesus kommt zu jedem! Egal wer man ist. Egal wo man ist. </p> <p>Er findet dich und gibt dir die Liebe Gottes. Er gibt dir die Chance auf ein erfülltes Leben mit Gott. Er stillt<br>deinen Durst.<br><br><strong>Nils C. Müller, Bockau</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C1-14</link><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 12:12:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes4%2C1-14</guid></item><item><title>Gott übersieht  dich nicht</title><description><![CDATA[<p>Es ist schon eine Weile her, als ich das letzte Mal eine Leistungskontrolle in der Schule über mich ergehen lassen musste. Aber ich kann mich noch gut an Momente erinnern, in denen ich ganz knapp an der besseren Note vorbeigeschrammt bin. Jetzt hieß es, nochmal ganz genau die vom Lehrer vergebenen Punkte unter die Lupe zu nehmen. Möglicherweise hatte er oder sie ja einen Punkt übersehen, durch dessen Entdeckung ich noch die bessere Note bekomme. Schließlich waren und sind Lehrer ja auch nur Menschen, denen mal ein Fehler oder Punkt durch die Lappen gehen kann.</p> <p>Viel tragischer als ein übersehener Punkt in der Leistungskontrolle, ist es allerdings, wenn DU dich im Alltag übersehen fühlst. Wenn du den Eindruck hast: „Mich nimmt keiner wahr. Für mich interessiert sich doch niemand. Niemand kennt meine Traurigkeit.“ Und dann lesen wir diesen wunderbaren Psalm Davids: „HERR, du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken schon von ferne.“ (Ps 139, 1+2) Unser Gott ist trotz seiner unermesslichen Größe, einer, der selbst dein Hinsetzen und Aufstehen bemerkt. Wir selbst wissen nicht einmal, wie oft wir an einem Tag gesessen oder gestanden haben. Ja, diese Information scheint uns so unbedeutend, dass wir sie nicht mal mit den besten Freunden teilen. Gott weiß es dennoch. Er nimmt dich wahr. Er kennt dich. Er sieht deine fröhlichen und auch deine traurigen Gedanken. Du bist IHM nicht fremd. Er ist dir näher als dein Kissen, in das du weinst. Näher als dein Smartphone, mit dem du dich ablenkst. Ja, näher als dein Spiegel, der dich unzufrieden zurücklässt. Das ist ein tröstliches Wort für alle, die sich allzu oft im Alltag ungesehen, unverstanden und ungeliebt fühlen. David weiß um die unglaubliche Nähe Gottes in seinem Leben: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ (Vers 5) Aber in diesen Versen steckt auch etwas vermeintlich Unangenehmes: Gott sieht auch deine dunklen Seiten und deine Fehler. Vor IHM kann sich niemand verstecken. „Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?“ (Vers 7) Er weiß, was du dir auf deinem Smartphone anschaust. Was du tust, wenn du dein Zimmer abgeschlossen hast. Er kennt deine negativen Gedanken und hört die Worte, mit denen du andere verletzt. Keine unserer Sünden bleibt ihm verborgen, er kennt sie alle. So gern würde er sie dir abnehmen, weil Jesus für jede einzelne von ihnen am Kreuz gestorben ist. Und doch versuchen wir, unsere Schuld in den untersten Winkeln unserer Seele zu verstecken. Wir hoffen, dass Gras darüber wächst. Ja, wir hoffen, dass wir sie selbst einfach nur vergessen. Doch Gott sieht hinter unser Vergessen, unter das Gras, mitten hinein in die untersten Ecken der Seele.</p> <p>Dieser Psalm macht deutlich, dass es keinen Sinn hat, mit seinen Fehlern und Dunkelheiten davonzulaufen. Jesus fordert uns auf: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11, 28) Er wünscht sich, dass wir aufhören, mit unserer Schuld davonzulaufen, weil das sowieso nicht gelingen wird. Wir dürfen alles, was unser Leben runterzieht, bei seinem Kreuz abladen.</p> <p><strong>„Danke HERR, dass du mich niemals übersiehst. Bitte vergib mir die Dinge, die mich von dir wegziehen. Ich will sie dir jetzt nennen: ...“</strong></p> <p><strong>Lars Böttcher, Gornau, EvJuMab</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm139%2C1-18.23-24</link><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 12:10:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm139%2C1-18.23-24</guid></item><item><title>A new hope – eine neue Hoffnung?</title><description><![CDATA[<p>Wenn man sich die Mühe macht, das ganze Amosbuch zu lesen, wird man schnell feststellen, hier geht es aber zur Sache. Es werden hauptsächlich Kritik, Warnungen, Gericht und Vernichtung angekündigt. Beim Lesen des Amosbuches, bis vor den Abschnitt, um den es heute geht, könnte man der Meinung sein: Das war‘s mit Israel. Das Ende ist nah. Da gibt es keine weitere Chance. Da kommt nichts mehr. Doch siehe da, mit unserem Bibeltext für heute kommt zu einem Plot Twist. Wie in einer spannenden Serie: Es gibt Hoffnung.</p> <p>In zwei Bildern wird uns die Zukunft Israels gezeigt. Es geht um den Aufbau der Hütte Davids, d.h. dem Wiederaufbau des Königtums von David, und uns werden Wein und Weinberge als Inbegriff von Vitalität und Leben vorgestellt. Es gibt sie also doch: Tropfen der Hoffnung in einem Meer aus Unheil. Ich nehme aus dieser Zukunftsvision zwei Punkte mit:</p> <p><strong>Mein Leben muss nicht perfekt sein</strong><br>Amos spricht zu Menschen, deren Welt aus welchen Gründen auch immer in Trümmern liegt. Genau dort sagt Gott: „Ich richte die zerfallene Hütte Davids wieder auf.“<br>Diese Zusage richtet sich nicht an Erfolgreiche, sondern an Gescheiterte. Gott beschönigt das Kaputte nicht – aber er gibt es auch nicht auf. Das heißt für mich: mein Leben muss nicht perfekt sein, damit Gott darin wirkt. Beziehungen, Lebens- und Zukunftspläne können Risse haben – Gott nennt das keinen Endzustand. Er sagt nicht: „Reiß alles ab“, sondern: „Ich baue neu.“ Dabei bleibt sichtbar, dass es einmal kaputt war. Aber genau das macht die Hoffnung realistisch.</p> <p>Dieser Text im Amosbuches lädt ein, ehrlich hinzuschauen: Wo fühlt sich etwas zerbrochen an – im eigenen Leben, in der Welt, in der Kirche? Und dann diese Zusage zu hören: Gott ist ein Wiederaufbauer. Langsam, geduldig, nachhaltig.</p> <p><strong>Scheitern ist real, aber nicht endgültig</strong></p> <p>Nach all dem „So geht es nicht weiter“ kommt ein klares „Es geht weiter“. Gott hat das letzte Wort – und es ist kein Nein. Das Amosbuch zeigt: Gott nimmt Schuld ernst, aber er reduziert Menschen nicht darauf. Scheitern ist real – aber nicht endgültig. Das heißt für mich: Gottes Geschichte mit mir endet nicht bei meinen Fehlern. Dieser Teil im Amosbuch macht mir Mut, trotz allem eine positive Zukunft zu denken. Nicht naiv, sondern getragen von dem Wissen „Gott lässt mich nicht los“. </p> <p><strong>Impulsfrage:</strong></p> <p>Wo wünsche ich mir, dass Gott etwas in meinem Leben neu aufrichtet?<br><br><strong>Klaus Schmiegel</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos9%2C11-15</link><pubDate>Sat, 11 Jul 2026 12:09:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos9%2C11-15</guid></item><item><title>Nicht das letzte Wort</title><description><![CDATA[<p>Es gibt Texte in der Bibel, die fordern mich so richtig heraus. Ich schlage die Seite auf – und möchte sie am liebsten gleich wieder zuklappen. So geht es mir und warscheinlich auch vielen anderen mit dem letzten Kapitel des Amosbuches. Amos schildert hier seine letzte der fünf Visionen. Eigentlich ein Höhepunkt. – Doch auf den ersten Blick fühlt es sich eher wie ein Tiefpunkt an: Bilder von Zerstörung, Flucht und Tod. Gott selbst spricht davon, sein eigenes Volk zu verfolgen. Das ist eher harte Kost.</p> <p>Schnell entsteht ein Bild von Gott, das Angst macht: rachsüchtig, unerbittlich, allmächtig und gnadenlos. Ein Gott, vor dem es kein Entkommen gibt. Da stellt sich mir die Frage: Wie passt das zu dem Gott aus Johannes 3,16, der die Welt so sehr liebt, dass er seinen Sohn hingibt? Da kann doch etwas nicht stimmen. Genau deshalb ist bei diesem Text eines besonders wichtig: Kontext, Kontext, Kontext.</p> <p>Amos ist der älteste uns bekannte Schriftprophet. Gott schickt ihn ins Nordreich Israel, um Unbequemes auszusprechen: scharfe Kritik an sozialer Ungerechtigkeit, an Ausbeutung der Schwachen und an einem Glauben auf religiösen Abwegen. Amos warnt, mahnt, ruft zur Umkehr. Doch das Volk hört nicht hin, bleibt überheblich und selbstsicher. Jahrzehnte später wird Israel tatsächlich zerstört – 722 v. Chr. Amos’ Worte sind keine blinde Wutrede, sondern ein letzter Weckruf von Gott an sein Volk.</p> <p>Was noch entscheidend ist: Dieser Abschnitt endet nicht bei Vers 10. Schon vorher macht Gott klar, dass er nicht alles vernichten will. Und die folgenden Verse sprechen eine andere Sprache: von Hoffnung, von Wiederaufbau, von einem gewandelten Schicksal. Gottes Ziel ist nicht Zerstörung, sondern Heil.</p> <p><br>Als Gegenüberstellung dieser Amosverse liest sich Psalm 139 anders, um Gott richtig zu verstehen: Als der, der überall bei uns ist – im Leben und im Tod, im Oben und im Unten, selbst dort, wo wir uns am liebsten verstecken würden. Nicht als zerstörerischer Richter, sondern als Schöpfer und Begleiter.</p> <p>Am Ende bleibt ein Gott, der sich nach Beziehung sehnt. Ein Gott, dem Gerechtigkeit nicht egal ist. Einer, der uns immer wieder einlädt, uns von Ungerechtigkeit abzuwenden und ihm zuzuwenden. Und der uns – trotz aller harten Worte – im Leben und im Tod hält. Genau darin liegt die Hoffnung.</p> <p><strong>Annika Finkbeiner, Reutlingen</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos9%2C1-10</link><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 12:07:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos9%2C1-10</guid></item><item><title>Gott zieht sich zurück</title><description><![CDATA[<p>Taumelnde, herumirrende Menschen. Schönen Frauen. Junge Männern. Von ihnen lesen wir im heutigen Bibeltext. Sie alle haben Hunger und Durst. Durst nach Leben und Gotteshunger. Verlangen nach Sinn, Bestätigung, Zugehörigkeit, Sicherheit, Frieden und Gerechtigkeit. Offenbar fehlt es an diesen „Lebensmitteln“. An dem, was Leben erfüllt und trägt. <br>Gott handelt hier konsequent. Er überlässt die Menschen sich selbst und zieht sich zurück.<br>Die Menschen im Nordreich Israel hatten Gott vergessen. Arme wurden ausgebeutet, Preise stiegen (und ja - der Döner wäre teurer geworden). Schwache wurden übersehen, leise Stimmen stumm gemacht. Erfolg und Stärke waren alles, Macht dient nicht den anderen, sondern dem eigenen Vorteil. Sie lebten so, als bräuchten sie Gott nicht, weil anderes wichtiger geworden war.<br>Und trotzdem war Gottes Wort da, durch Amos einem einfachen Landwirt, der Gerechtigkeit verkündete, aber ignoriert wurde. Die Menschen wollten ohne Gott glücklich werden, jetzt müssen sie ohne ihn unglücklich bleiben.<br>Dann ändert sich plötzlich alles: Gott zieht sich zurück. <br>Und erst jetzt merken sie, was fehlt. Ein Hunger nach Orientierung, Wahrheit und Trost entsteht, aber Gott schweigt.<br>Willkommen am Tiefpunkt: Nicht, dass Gott wütend ist, sondern dass er still ist.<br>Dieser Text trifft mich, weil ich hier eine Seite Gottes entdecke, die wehtut. Gott schweigt bewusst und zieht sich zurück (s. Vers 12).</p> <p>Und dann ein Gedanke, der mir kommt, was Gott mit seinem Tun eigentlich bezwecken möchte: Vielleicht solidarisiert sich Gott mit denen, die damals stumm gemacht wurden.<br>Das öffnet mir die Augen und Ohren. Wer wird heute überhört? Wer an den gesellschaftlichen Rand gedrängt? <br>Der fordert mich heraus genau hinzuhören. Hören auf Gottes Wort, das so manches infrage stellt, was in unserer Zeit so wichtig erscheint. Amos proklamiert das Recht. Gott steht auf der Seite derer, die unter Macht leiden.</p> <p>Vielleicht ist Gottes Schweigen nicht das Ende. Vielleicht ist es ein Spiegel. Ein lautes Fragezeichen. Ein Raum, <br>in dem wir uns selbst begegnen können. Manchmal muss etwas fehlen, damit wir wieder merken, wir sehr wir <br>es brauchen.<br>Gott zieht sich zurück. Nicht um zu bestrafen, sondern um wachzurütteln. Um Sehnsucht zu wecken. Um deutlich zu machen, dass Leben ohne ihn zwar laut, gefüllt und erfolgreich sein kann, aber am Ende leer bleibt.</p> <p>Da, wo wir die Not unserer Zeit wahrnehmen, wo Ungerechtigkeit uns nicht mehr egal ist, wo unsere Sehnsucht wieder Raum bekommt. <br>Dort beginnt Gottes Stimme neu hörbar zu werden.</p> <p>Und vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:<br>Warum schweigt Gott?</p> <p><strong>Sondern eher worauf macht mich dieses Schweigen aufmerksam?</strong></p> <p>Vielleicht beginnt an dieser Stelle wieder ein neuer Anfang. <br>Ein Anfang des Hörens.<br>Ein Anfang der Sehnsucht.<br>Ein Anfang, an dem wir Gott nicht überhören, sondern wieder suchen.</p> <p><strong>Toby Zucker, Diakon &amp; Referent für missionarische Jugendarbeit im Kinder- und Jugendwerk Süd</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos8%2C11</link><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 12:04:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos8%2C11</guid></item><item><title>Bitte, bitte gib mir  nur ein …</title><description><![CDATA[<p>Ich schreibe diese Zeilen Anfang Januar 2026.<br>Der verrückte Diktator der USA hat den verrückten Diktator von Venezuela entführt, um sich dessen fette Ressourcen zu krallen. Keine Geheimnisse mehr. Alles transparent. Sein nächstes Ziel ist Grönland. Das wäre dann das Ende der NATO… -_-... Heute Morgen haben Trumps ICE-Männer im Land der “Freiheit“ einfach die Mitte-30-jährige Familienmutter René Nicole Good in ihrem Auto erschossen. Alles auf Video. Für alle sichtbar. Ganz normal in meinem Insta-Feed, zwischen KI-generierten Maduro-Memes und enttäuschen Stranger Things Fans, die ihren Unmut über das nicht erscheinen der 9. Folge äußern. Ihre Letzten Worte waren: „I´m not mad at you.“ Die des ICE- Typen waren: „You f*cking B*tch“. Dann 3 Kopfschüsse. In Berlin z. B. fiel letzte Woche in einigen Stadtteilen der Strom aus. Bei minus zehn Grad. Bis heute. Bei allen Theorien, wer das zu verantworten habe, sollte man sich immer eine Frage stellen: Wem nützt es? Es ist in manchen Teilen von Deutschland so dunkel geworden, man kann Blau und Braun kaum noch unterscheiden.</p> <p>Wenn du das liest, sind ganz sicher noch viel mehr bittere, schockierende Sachen passiert.</p> <p>Der Wahnsinn, den Diktatoren (alles Männer …) auf der Welt gerade veranstalten, hat offenbar keine Grenzen. Unterstützung bekommen sie von Multi-Milliardären. Eine Konzentration von Reichtum und Macht, die sich scheinbar an keine Regeln und Gesetze mehr halten muss. Wenige haben Milliarden. Milliarden haben nichts. Wie obvious böse kann man eigentlich sein …</p> <p>Die gleichen Gedanken habe ich oft, wenn ich über das Volk Israel oder Juda im AT lese. Es wirkt auf mich oft überspitzt, wie offensichtlich falsch sie sich verhalten. Wäre es eine Serie, würde ich sagen, manche dieser Charaktere sind schlecht geschrieben. Zu schwarz-weiß. Doch am Ende genügt ein Blick in Nachrichten, um zu merken, dass es doch realistischer ist, als ich mir eingestehen mag.</p> <p>Das, was mich wirklich beunruhigt, ist, wie einige Diktatoren ihren Machtanspruch mit Gott legitimieren. Und wie viele Gläubige das mit machen. Manche Despoten sehen sich auch auf der Seite des jüdisch-christlichen Gottes. Wtf. Das ist doch der Gott, an den ich auch glaube. Der, der sich in Jesus offenbart hat und über den man in der Bibel lesen kann. Das ist so absurd.</p> <p>Es ist dieser Gott, den Trumpster, Putin und Co. hinter sich meinen, der sich im Buch Amos wahnsinnig aufregt über die raffgierige, menschenverachtende Haltung von Jerobeam II., dem König des Nordreichs Israel und über alle die es ihm gleichtun. Der Gott, den es zornig macht, wenn Minderheiten unterdrückt und Arme ausgebeutet werden. Damals. Und heute.</p> <p>Die Konsequenz ist offenbar kein Schwefelregen wie bei Sodom und spannenderweise hier im Textabschnitt auch kein anderes Imperium, dem man ausgeliefert sein wird. (Spoiler: Das wird dem Nordreich trotzdem so ergehen.) Hier droht Gott an, dass er einen Hunger und Durst kommen lassen wird, den diese Leute nicht stillen werden können, mit keinem Reichtum der Welt: den Hunger und den Durst nach seinem Wort.</p> <p>Bitte gib mir nur ein – bitte, bitte gib mir nur ein Wort.</p> <p>Getrennt von Wort der Liebe, vom Wort Gottes wird jeder Mensch irgendwann zugrunde gehen. Damals. Und heute.</p> <p>Mit einem Wort können wir offenbaren, was wir denken und was uns bewegt. Gott offenbarte sich auch durch sein Wort. Es wurde Mensch und wandelte auf der Welt. (<a rel="noopener" href="https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes1" target="_blank" title="Johannes Evangelium, Kap. 1">Siehe Johannes Evangelium, Kap. 1</a>)</p> <p>Jesus.</p> <p>Was für ein Privileg, was für ein Reichtum, dass ich jederzeit mit ihm im Gespräch sein darf.</p> <p><strong>Björn Tröger, evangelische Jugend Bärenwalde </strong><br><strong>sowie Mitarbeiter im Gemeindedienst der </strong><br><strong>Evangelisch-methodistischen Kirche im Kooperationsraum Zschorlau-Schneeberg</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos8%2C1-10</link><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 12:01:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos8%2C1-10</guid></item><item><title>Den Hunger nach der Wahrheit wiederfinden</title><description><![CDATA[<p>Wir leben in einer Zeit, in der wir die Antworten auf Fragen in unserem Leben in Dingen suchen, in denen wir sie nicht wiederfinden werden. <br>Wir laufen materiellen Dingen hinterher, um uns oder anderen besser zu gefallen. <br>Wir verherrlichen in unserem Alltag eine Sache so arg, dass wir sie über alles andere stellen. <br>Wir beten Götzen an.</p> <p>Überlege doch ganz kurz, was das in deinem Leben sein könnte. Und erfüllt dich all das?</p> <p>Schon 750 v. Chr. sprach Gott durch Amos zu den damaligen Menschen, dass wir in unserem Leben einen Hunger verspüren werden, der über menschliche Überlebensbedürfnisse hinausgeht. Keinen weltlichen Hunger, sondern einen Hunger nach Gottes Wort und seiner Gegenwart.<br>Für eine kurzzeitige Befriedung des Hungergefühls greifen wir zu einem Snack auf dem Sofa, scrollen Stunden auf Social Media oder setzten unserem Gehirn Dopamin Schocks aus, indem wir im Kaufrausch sind.<br>Aber eine nachhaltige Stillung ist das nicht. Der Einzige, der diesen Hunger, tief in unserem Inneren stillen kann, ist Gott.</p> <p>Und diese Nahrung, nach der wir wirklich suchen, hat uns Gott schon zur Verfügung gestellt. Wir finden sie im Wort Gottes und in der Nachfolge Jesu, in dem wir in der Bibel lesen, Gemeinschaft mit ihm suchen und beten. Die Wahrheit in Gottes Wort kann unsere Herzen frei machen von den Dingen in unserem Leben, die unseren Hunger nicht stillen. Und die uns auf eine Art und Weise blockieren und uns vorgaukeln, gut für uns zu sein. Lasst uns nicht wie die von Amos Beschriebenen sein und von Meer zu Meer wanken oder ohnmächtig werden vor Durst, weil wir <br>falschen Göttern und Götzenbildern hinterherlaufen.<br>Lasst uns wieder Jesus, Gottes Sohn, in die Mitte unseres Lebens stellen! Gemeinschaft mit anderen Christen leben und mit ihnen dabei nicht nachlässig werden in unserem Glauben. Denn dann erleben wir das Sättigungsgefühl, nach dem wir in unserem Leben so sehr auf der Suche sind.</p> <p>Ich ermutige Dich, dir heute diese Fragen zu stellen:</p> <ul> <li>Wie kann ich in meinem Alltag einen Raum schaffen, in dem ich Zeit mit Gott verbringe?</li> <li>Bin ich bereit Jesus nachzufolgen und ihn ins Zentrum meines Lebens zu stellen?</li> <li>Welche Dinge in meinem Leben halten mich davon ab, auf Gottes Wort zu hören?</li> </ul> <p><strong>Vincent Richt, Frankfur</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos7%2C10-17</link><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 11:59:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos7%2C10-17</guid></item><item><title>Das große Ganze</title><description><![CDATA[<p>Und mal wieder hat sich Gott einen eher einfachen und weniger privilegierten Menschen für seine Pläne ausgesucht: Amos, ein Hirte und Feigenbaumzüchter. Gott möchte, dass dieser dem Volk Israel dessen Situation aufzeigt. Denn es ist mal wieder auf einem „Egotrip“ unterwegs. Jerobeam II. regiert aktuell, interessiert sich kaum, bis gar nicht für Gott und das Volk färbt von ihm ab. Wieder ein Versagen Israels, wie so oft in der Bibel. Doch Gott liebt sein Volk, denn er hat es auserwählt. Mit dieser Berufung geht aber auch eine besondere Verantwortung einher. Wenn mit dieser leichtfertig umgegangen wird, so bedeutet es für Gott, dass er konsequent bestrafend handeln muss.</p> <p>Die Heuschrecken-Vision ist der Auftakt von mehreren Visionen, die Amos von Gott erhält. Sie stehen symbolisch für den Tag des Herrn, an dem er im Volk Gerechtigkeit schaffen möchte. Heuschrecken fallen über das Land und fressen alles ab. Selbst Amos bittet Gott um Erbarmen für Israel, denn er sieht es dadurch in dessen Existenz bedroht. Und tatsächlich verspricht Gott, dass diese Vision doch nicht eintreten soll. Die weiteren Visionen wirst du in den nächsten Tagen noch kennenlernen.</p> <p>Wie so oft im Alten Testament, klingt das alles sehr hart und bestrafend. Es liegt nun an uns, ob wir dennoch das große Ganze verstehen möchten, welches eine unabdingbare Liebe Gottes offenbart. Es ist ein stetiges Ausbalancieren von Gericht und Gnade. Weil Gott sein Volk so liebt, ist es für ihn unumgänglich zu handeln, wenn es in die falsche Richtung läuft. Denn über diesem Richten steht der langfristige Wunsch, dass seine Herrlichkeit erkannt und nur er angebetet wird. Diese Anbetung führt dazu, dass das Volk Gerechtigkeit und Nächstenliebe leben kann, so wie es sich Gott wünscht. <br>Ich persönlich lerne durch das Buch Amos, wie sehr Gottes Wunsch nach Beziehung zu uns über allem steht. Wenn wir in die falsche Richtung laufen, tut ihm das weh. Doch auch falsche Wege kann er nutzen, dass sie uns zum Besten dienen. Wir dürfen neu lernen, ihm zu vertrauen und zu verstehen, dass er es gut meint. Das geschieht heute vielleicht nicht mehr durch Heuschrecken, aber immer wieder wird er vielfältige Wege finden, um uns die Chance zu geben, uns ihm zuzuwenden. Ich persönlich durfte auch lernen, dass in Dürrephasen großer Segen liegen kann und dass man an Gottes Liebe nicht zweifeln muss. Du vielleicht auch?</p> <p><strong>Saphira Reuther, Zwickau</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos7%2C1-9</link><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 11:56:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos7%2C1-9</guid></item><item><title>Trotz allem</title><description><![CDATA[<p>Der Psalm trifft mich tief ins Herz. So aktuell. Diese ungerechte Welt. Die Gewaltmenschen¹ scheinen zu bekommen was sie wollen. Schauen wir uns nur um und Machtpersonen in der Welt an. Nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und es scheint ihnen gut zu gehen. Und viele kommen an Strafen vorbei. Unfassbar. Da kann sich schnell die Frage stellen: Und was ist mit mir? Aber die betende Person findet aus dem Klagen über Ungerechtigkeit heraus und fühlt am Ende sogar: Würde. Von Gott geschenkt. Und ein „Trotz allem“.<br>Der Psalm hat mich inspiriert eigene Worte zu finden. Vielleicht sind sie ja auch was für dich.</p> <p>Trotz allem<br>Manchmal fühlt sich das Leben unfair an<br>Die Lauten gewinnen.<br>Die Rücksichtslosen kommen weiter.<br>Und ich frage mich, wo ich bleibe.<br>Ich sehe hin<br>und verliere den Halt.<br>Vergleiche werden schwer.<br>Mein Herz ist so müde.</p> <p>Doch mitten im Zweifeln<br>bleibt eine Spur:<br>Du bist da.<br>Nicht erklärend.<br>Nicht richtend.<br>Nur da.</p> <p>Ich muss gar nicht stark sein.<br>Nicht sicher.<br>Nicht fertig.</p> <p class="small"><sub>¹In vielen Übersetzungen steht das Wort „Frevler“. Das sind Menschen, die Gewalttaten begehen. Daher finde ich die Bezeichnung „Gewaltmenschen“ (aus Bibel in gerechter Sprache) gut.</sub></p> <p><strong>Damaris Hecker, Pastorin und Gründerin, Heidelberg</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm73</link><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 11:54:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Psalm73</guid></item><item><title>Was schön ist und  was gut ist</title><description><![CDATA[<p>Christen interessieren sich nicht mehr für die Realität, außer für die eigene. Während das nächste Kirchenfest, das Weihnachtsspiel, der nächste Gemeindeausflug geplant wird, erfrieren auf der Straße Menschen. Kinder leben in Armut, Arme werden unterdrückt. Bilder in den Nachrichten sind eben nicht nur Bilder, die man kurz betrauert und bebetet und dann umschaltet, sie sind Realität. Christen haben die Realität komplett links liegen gelassen. Und bevor sich die Ersten empören: Nein, Gemeindefeste und alles andere Tamtam ist nicht per se schlecht, aber gehören eingeordnet, als das, was sie sind: Realitätsflucht. Es geht um jedes Kind Gottes. Nicht nur um die, die am Sonntag in der Kirche sitzen, um eine schöne Zeit zu haben.</p> <p>Wir Christen machen unseren Glauben „schön“: Jeder geschmückte Gottesdienstraum, jedes Kirchencafé, jeder Jugendabend gibt uns ein schönes, wohliges Gefühl. Wir liegen auf elfenbeinernen Betten, wie Amos sagen würde. Unser Glaube ist schön. Doch bevor unser Glauben schön sein sollte, sollte er „gut“ sein. Denn uns ist gesagt, was gut ist im Auge des Herrn (Micha 6,8). Gut ist unser Glaube, wenn wir den Schaden unserer Geschwister sehen und ernst nehmen, ihn beenden. Wenn mit Mastkalb gefütterte Christen anderen Kindern Gottes sagen, dass sie einfach nur an Gott glauben müssen, ist das nicht mehr als purer Hohn. Dieses Totschlagargument, sich ganz einfach in Gottes Hand fallen lassen zu müssen, geht an der Realität von Menschen vorbei, die nach Gott fragen, aber keine Antwort bekommen. Christen, die diese Denkart praktizieren, leben in heiliger Arroganz. Denn nur Menschen, denen es (zu) gut geht, lärmen solche Aussagen in die Welt hinaus. Auch das macht Amos sehr deutlich: Gott hasst diesen Hochmut, diese heilige Arroganz.<br>Wir dürfen nicht vor der Realität fliehen. Wir dürfen uns nicht einigeln in unserem „schönen“ Glauben. Solange nicht alle Kinder Gottes, also jeder Mensch, Recht erfährt und die Frucht der Gerechtigkeit kosten darf (Amos 6,12), ist unser Glaube nicht „gut“. Wenn wir singen, dann nur, wenn unser Bruder auch singen kann. Wenn wir uns auf Betten ausstrecken können, dann nur, wenn es unsere Schwester das auch kann. Wenn wir uns an Speisen satt essen, dann nur, wenn es jeder Mensch dieser Erde auch kann. Und bevor das nicht Realität geworden ist, ist unser Glaube noch nicht „gut“. Und vor dieser harten Realität dürfen wir uns nicht in schönen Kirchensälen verstecken. Denn Gott will keine schönen Kirchensäle, sondern ein gute Welt.</p> <p><strong>Aaron Weber, Bockau</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos6%2C1-14</link><pubDate>Sat, 04 Jul 2026 11:51:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos6%2C1-14</guid></item><item><title>Die perfekte Gemeinde?</title><description><![CDATA[<p>Stell dir vor, es gäbe einen Baukasten für die perfekte Gemeinde. Wie bei einem Computerspiel oder einem Online-Konfigurator: anklicken, zusammenstellen – fertig ist der Traumgottesdienst.</p> <p><strong>Musik:</strong><br>Traditionelle Kirchenlieder?<br>Mitreißende Gospelsongs?<br>Oder moderner Worship mit Gänsehaut?</p> <p><strong>Räumlichkeiten:</strong><br>Wohnzimmeratmosphäre?<br>Große Halle mit Licht- und Soundtechnik?<br>Oder moderner, lichtdurchfluteter Neubau?</p> <p><strong>Predigtstil:</strong><br>Emotional und lebensnah?<br>Theologisch fundiert?<br>Oder Infotainment – Hauptsache unterhaltsam?</p> <p>Das wäre doch was, oder? Endlich eine Gemeinde, in der alles stimmt. Gottesdienste, die genau unseren Geschmack treffen. Endlich „perfekt“.</p> <p>Aber was, wenn das am Ende gar nicht zählt? Was, wenn Gott bei diesem Baukasten nicht mitspielt? Genau das hören wir im heutigen Bibeltext aus Amos 5,18–27. Gott spricht dort überraschend hart: „Lasst eure Gottesdienste. Ich kann eure Lieder nicht hören.“ Nicht, weil sie schlecht waren – sondern weil etwas Entscheidendes fehlte: das Herz für die Menschen. Die Israeliten machten äußerlich alles richtig. Sie feierten Gottesdienste und hielten religiöse Feste. Gleichzeitig schauten sie weg, wenn Arme unterdrückt wurden, lebten ungerecht und trennten ihren Glauben vom Alltag. Gott nennt das Heuchelei. Und mal ehrlich: Das kommt uns bekannt vor. Sonntags fromm und freundlich – montags wird gelästert, ausgegrenzt oder weggeschaut. Ein Glaube, der an der Kirchentür endet.</p> <p>Dann sagt Gott diesen starken Satz aus Amos 5,24: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“<br>Recht wie Wasser: Es fließt, bringt Leben hervor und findet immer einen Weg. Es steht für Fairness statt Ungerechtigkeit, für Schutz der Schwachen, für Ehrlichkeit statt Schönreden.<br>Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach: nicht nur manchmal, sondern dauerhaft. Es geht um mehr als „nicht schuldig sein“ – es ist ein Charakterzug, eine Lebenshaltung:</p> <ul> <li>treu zu Gott stehen</li> <li>Menschen gerecht behandeln</li> <li>großzügig, barmherzig und verlässlich sein</li> <li>Beziehungen heilen, statt zerstören</li> </ul> <p>Vielleicht ist das Gottes Baukasten für Gemeinde: keine perfekte Musik, kein perfekter Raum, kein perfekter Stil. Sondern Menschen, die ihren Glauben leben. Menschen, bei denen Gottes Liebe im Alltag sichtbar wird. Menschen, durch die Recht und Gerechtigkeit anfangen, zu fließen – in der Schule, im Freundeskreis, im Alltag. Dann kann das Leben aufblühen. Deines und das deiner Mitmenschen.</p> <p><strong>Viola Liebern, Vechelde</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos5%2C18-27</link><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 11:47:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos5%2C18-27</guid></item><item><title>Sucht das Gute!</title><description><![CDATA[<p>Wo die Wörter „Krieg“ und „Israel“ zu lesen sind, kommen wohl unweigerlich Assoziationen auf, die einen an den letzten Krieg Israels denken lassen. Die Geschichte Israels ist auch eine Geschichte von Kriegen, nicht nur seit der Staatsgründung nach dem zweiten Weltkrieg, sondern schon zu Zeiten des Alten Testaments.</p> <p>In unserem Text hält Amos die Totenklage über Israel, denn er weiß, es wird Krieg kommen, und dieser wird das Land vernichten. Als Prophet sagt er aber nicht nur die Zukunft voraus, er stellt das Kommende auch in Zusammenhang zur Gegenwart und diese ist voll mit Ungerechtigkeit und mangelnder Gottesfurcht, wie besonders in den Versen 10-13 zu erkennen ist. Weil die Reichen und Mächtigen die Armen und Machtlosen übergehen und sich immer weiter an ihnen bereichern, werden sie ihren Reichtum und ihre Macht verlieren. Ohne größere Schwierigkeiten lassen sich Parallelen zu unserer Zeit erkennen, denn wir leben in einer Welt zunehmender Ungleichheit, in der das reichste Prozent der Menschen auf der Welt 42% des Vermögens besitzt und die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung hingegen nur 1%. Darüber hinaus ist auch politisch etwas am Kippen. <br>In vielen Demokratien sind rechte Populisten auf dem Vormarsch, die mit Hass und Lügen eine Politik betreiben, die sehr weit weg ist von „Liebe deinen Nächsten.“ Auch Kriege können in Zukunft eventuell wieder häufiger beobachtet werden und das nicht nur weit weg von uns. Es kann einem demzufolge teilweise sehr schwerfallen, optimistisch in die Zukunft zu schauen.</p> <p>Unsere Situation ist aber nicht ausweglos. In dem behandelten Text gibt Amos auch Handlungsanweisungen, um dem Unheil zu entgehen: „Sucht das Gute, nicht das Böse! Hasst das Böse, liebt das Gute!“ Was aber ist das Gute? Nun, darauf gibt es in einer Welt mit vielen Problemen, viele Antworten. Es können Menschen sein, die liebevoll mit ihren Mitmenschen umgehen und sich stark für andere machen. Es kann das Bewusstsein dafür sein, dass wir unsere von Gott geschenkte Umwelt erhalten müssen oder das Bewusstsein dafür, dass Gewalt meist nur noch mehr Gewalt hervorbringt. Es gibt unzählige Möglichkeiten Gutes in dieser Welt zu wirken und jemanden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Zu den Basics gehört natürlich das Gebet und das Lernen aus der Bibel, denn wer es Jesus nachmacht, ist sicher auf dem richtigen Weg, egal wie unsicher die Zeiten auch scheinen mögen.</p> <p><strong>Marcel Franke, Dresden</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos5%2C1-17</link><pubDate>Thu, 02 Jul 2026 11:45:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos5%2C1-17</guid></item><item><title>Gott schweigt nicht, wenn Unrecht passiert</title><description><![CDATA[<p>Zur Zeit Amos‘ war Israel ein reiches Volk, hatte aber eine sehr verdrehte Moral: die Reichen haben Arme und Hilflose ausgebeutet und unterdrückt, Recht wurde sich erkauft und Götzenanbetung war normalisiert. Dazu haben sie laut und gerne zur Opfergabe aufgerufen. Wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt, hat Gott das nicht gefallen. <br>Gott hat langsam angefangen, sein geliebtes Volk zu bestrafen. Er hat die Menschen wissen lassen, dass er sauer war - durch: Hunger, Dürre, Missernte, Tod, Zerstörung. Er hat die ganze Zeit gezeigt: <br><em>Das ist das Chaos, was auf euch zukommt, wenn ihr weiterhin euren Nächsten Unheil bringt und euch von mir abwendet. All diesen Müll habt ihr produziert, all diesen Schmerz habt ihr verursacht. Trotzdem will ich bei euch sein und mit euch leben. Ich will mit euch eine Beziehung haben und eure Hand über euch halten.</em></p> <p>Oft im Alten Testament kommt Gott wie ein zorniger Gott rüber, aber meiner Meinung nach, zeigt das eine sehr geduldige Seite von Gott, eine sehr gerechte.<br>Kurz gesagt, Gott handelt hart, weil: Israel will dauerhaft nicht hören, frühere Warnungen wurden ignoriert, Unrecht ist systematisch geworden (die Unterdrückung der Armen durch die Reichen).</p> <p>Ich persönlich habe oft Schwierigkeiten, Dinge aus dem Alten Testament zu übertragen in die heutige Zeit, weil die Gesellschaft und das Weltverständnis komplett anders war, als es heute ist. Dazu hatten die Menschen im Alten Testament Jesus, der Mensch geworden ist und uns von unseren Sünden befreit hat, noch nicht. Das macht ja auch im Verständnis und Weltbild einiges anders.<br>Trotzdem wird mir etwas bewusst:<br>Gott will immer eine Beziehung zu jedem einzelnen von uns. <br>Gott ist gerecht. Gott ist geduldig.</p> <p>Gott liebt uns Menschen. Er liebt aber auch, wenn wir untereinander Beziehungen haben. Aber er schweigt nicht, wenn wir uns gegenseitig Leid zufügen. Vielleicht können wir das auch in unser Leben sinngemäß übertragen: Nicht Schweigen, wenn mir auffällt, dass irgendjemandem Leid widerfährt.</p> <p><strong>Klara Rochlitzer, Hartmannsdorf</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos4%2C1-13</link><pubDate>Wed, 01 Jul 2026 11:34:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos4%2C1-13</guid></item><item><title>Es ist angerichtet!</title><description><![CDATA[<p>Wie magst du dein Gericht? Eher viel Hauptspeise und wenig Verzierungen oder isst bei dir das Auge mit: geschmückter Tisch, garnierter Teller und ein, zwei kleine schöne Dekorationen dazu?</p> <p>Der Prophet Amos garniert das „Gericht“, das er Israel anzukündigen hat, sehr poetisch durch die Blume. Ganz ironisch fordert Amos (in V 9.) die Oberschicht Israels auf, die Weltmächte Ägypten und Aschdod (Philister) einzuladen, damit sie von den Bergen aus Samaria bewundern. Doch sie sollen nicht über den Reichtum und die Blüte Samariens staunen, sondern über die Verbrechen der Reichen gegenüber den Armen im Volk. Dem ironischen Ton folgt ein brutaler Vergleich aus Amos Alltag, der Schafzucht. Wenn ein Schaf von einem wilden Tier gerissen wird, benötigt ein Hirte als Beweis wenigstens ein Ohr oder ein anderes kleines Teil des toten Tieres. Ebenso wenige Menschen sollen nach Gottes Gericht übrigbleiben. Und schließlich garniert er seinen Poetry, den Gerichtscocktail, in dem er die Zerstörung der Heiligtümer ankündigt. Die Hörner an den Altären, an denen sich die Gläubigen festhielten, um Schutz zu erlangen, werden am Boden zerstört liegen. D.h. auch dieser religiöse Schutz wird ihnen nicht helfen. (Einige Jahrzehnte später, 722 v. Chr., wurde Israel tatsächlich zerstört.) König Jerobeam und seine Leute wähnten sich in Sicherheit, denn sie gehörten doch zum auserwählten Volk Gottes. Und das bestätigt auch Amos am Anfang (Amos 3,1-2). Doch er fügt an, dass Erwählung kein Freibrief ist. Gott fordert Rechenschaft für die Verbrechen.</p> <p>Wir können diese Geschichte Israels nicht eins zu eins auf heute übertragen. Manche gesellschaftlichen Parallelen entdecken wir vielleicht, aber wir sollen vorsichtig sein.<br>Doch wie Gott sein erwähltes Volk liebt, so sind auch wir heute als Gottes Kinder geliebt. Was bedeutet lieben? Heißt, jemanden zu lieben, bei dessen Ungerechtigkeit oder gar Verbrechen einfach die Augen zu schließen? Bedeutet lieben nicht auch, die andere Person auf Fehler hinzuweisen und sie auf den guten Weg lenken zu wollen? Das tut auch Gott mit uns. Ein alter Spruch lautet: Gott liebt die Sünderinnen und Sünder, aber hasst die Sünde. Also: Unrecht, das ich tue, verurteilt Gott und manchmal spüre ich auch die Konsequenzen. So unperfekt und unvollkommen wie ich bin, bleibe ich dennoch in Gottes Augen unvergleichlich wertvoll!</p> <p>Am Ende des Amos Buches gibt es eine Vision, dass Gott auch mit diesem Volk eine Zukunft hat. Das ist der Ausblick der unbezahlbaren Liebe. Gott lässt sein Glaubensvolk niemals fallen. Das gilt auch heute - dir und mir! <br><br><strong>Andreas Fahnert, Oranienburg </strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos3%2C1-2.9-15</link><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 16:45:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos3%2C1-2.9-15</guid></item><item><title>So sicher, wie das ‚Amen‘ in der Kirche</title><description><![CDATA[<p>Manche Dinge in unserem Leben sind so sicher wie das ‚Amen‘ in der Kirche. Zum Beispiel, dass nach dem Waschen immer eine Socke fehlt, oder dass immer ich verdächtigt werde, wenn irgendein Unsinn passiert, oder dass der, der sich am lautesten über die Arbeit beschwert, am Ende doch immer die beste Note hat … Es sind solche „Na, war ja klar!“-Momente, und gefühlt erlebe ich jeden Tag irgend so etwas.</p> <p>In dem Text, den wir heute gelesen haben, werden auch solche Situationen aufgezählt, auch wenn sie heute nicht mehr ganz so einleuchtend sind. Oder wann hast du zuletzt ein Klappnetz aufgestellt oder in ein Widderhorn geblasen? Fakt ist: Es gibt Dinge, die passieren so sicher wie das ‚Amen‘ in der Kirche.</p> <p>Aber wie ist das eigentlich mit dem Reden Gottes? Ist das für dich auch so ein „War ja klar!“-Moment, dass, wenn du dein ‚Amen‘ nach dem Gebet sprichst, Gott dir einfach antwortet?</p> <p>Für Amos scheint es so gewesen zu sein. Oder eher noch krasser: Er hat gar nicht nach einer Antwort Gottes gefragt. Aber Gott hat zu ihm geredet, weil Gott etwas zu sagen hatte. Und wenn Gott etwas zu sagen hat, dann sagt er es auch. Dann findet er Mittel und Wege, wie er die Menschen mit seiner Botschaft erreicht. Im Alten Testament waren das die Propheten. Amos war so einer. Prophet-Sein hat man nicht gelernt, sondern Gott hat einen dazu berufen. Plötzlich hörten sie Gottes Stimme, sahen Bilder und Visionen von dem, was Gott den Menschen zu sagen hatte.</p> <p>Mit Jesus ist eine neue Zeit angebrochen, und nicht nur bestimmte Propheten können Gottes Stimme hören, sondern wir alle. Alle, die zu Gottes Herde gehören.<br><em>„Meine Schafe hören meine Stimme“</em> (Joh 10,27), sagt Jesus.</p> <p>Ich glaube, dass Gott uns auch heute noch Dinge zu sagen hat. Ja, dass er ganz persönlich mit dir reden will! Meist ist sein Reden heute nicht so spektakulär wie bei den Propheten in der Bibel, vielleicht mehr wie ein sanfter Gedanke in meinem Herzen oder ein Gedankenblitz oder auf ganz andere Art und Weise, wie ich es gar nicht erwarte. Aber ich bin davon überzeugt, dass er auch heute noch spricht und uns antwortet. Ja, das dürfen wir erwarten und dürfen Gott darum bitten. Bitte ihn heute darum, dass er dir das sagt, was er zu sagen hat, und höre hin. Sei nach deinem ‚Amen‘ einen Moment still und lausche in die Gegenwart Gottes hinein.</p> <p>Mit der Zeit wirst du merken, dass sein Reden so sicher ist wie das ‚Amen‘ in der Kirche.</p> <p><strong>Felix Süß, Ellefeld</strong></p>]]></description><link>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos3%2C3-8</link><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 16:35:00 +0300</pubDate><guid>https://www.bibleserver.com/HFA/Amos3%2C3-8</guid></item><item><title>Dein Zuhause kann mehr – wir zeigen  dir wie</title><description><![CDATA[<p>Wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke, dann sind eigentlich immer die Pausen das Wichtigste gewesen. Da habe ich mir schon während des Unterrichts überlegt, was ich in der Mittagspause mache und in welcher Pause ich es schaffe, nochmal schnell zum Bäcker zu rennen oder mit wem ich in einem Team sein möchte, wenn wir dann auf dem Schulhof Fußball spielen. Oder erst die Freistunden: Was einem da für Möglichkeiten offenstanden. Ein Besuch in der Bibliothek oder gar im Kino (bei einer Doppelfreistunde). Was sollte man auch sonst in dieser Zeit tun? Pausen sind wichtig. Da sind sich alle einig: Lehrer wie Schüler, Chefs wie Angestellte, Kinder wie Erwachsene. Wenn ich so darüber nachdenke, vermisse ich manchmal die vorgegebenen Schulpausen (den Unterricht vermisse ich übrigens nicht). Denn in diesen Pausen habe ich wirklich nur mein Ding gemacht – das, was für mich gerade wichtig war, und der Schulstoff war dann meistens egal. Jetzt dagegen fällt es mir manchmal schwer, eine „richtige“ Pause zu machen. Klar: Ich gehe gern zur Kaffeemaschine im KJW, aber nebenbei kläre ich noch schnell etwas mit einem Kollegen. Während des Mittagessens ruft meine Frau an und will etwas wegen unseres Autos wissen. Selbst aufs auf die Toilette nehme ich sicherheitshalber mein Handy mit … Wo sind die ernsthaften Pausen geblieben? Was lässt mich wirklich wieder auftanken? Wo kann ich den Kopf mal abschalten?</p> <p><em>Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: „Kommt her an eine einsame Stätte und ruht ein wenig.“</em> (Markus 6,31).</p> <p><strong>Und das möchten wir mit den Sommerandachten erreichen. Sie laden DICH zu so einer „richtigen“ Pause ein. Mach es dir bequem. Internet aus. Und lies …<br>Los geht&#39;s hier am 29.06.2026!</strong></p> <p><strong>Jonas Will</strong></p>]]></description><link>https://www.sommerandachten.de/sommerandachten</link><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 15:46:00 +0300</pubDate><guid>https://www.sommerandachten.de/sommerandachten</guid></item></channel></rss>