In diesem Abschnitt der Erzählung lesen wir vom Gespräch einer Frau aus Samaria mit Jesus. Die Verse zuvor wird erzählt, wie die beiden mit unterschiedlichen Zielen an einem Brunnen vorbeikamen. Sie wollte Wasserschöpfen und er lediglich kurz pausieren, wobei nach etwas Smalltalk schnell tiefgründigere und vor allem für die Frau sehr private Themen aufkamen. Im Laufe des Gesprächs erkennt die Frau, dass vor ihr kein gewöhnlicher Mann steht. Erst am Ende eröffnet Jesus ihr wer er ist.
Was macht diese Situation am Brunnen aber so besonders?
Aus einem alltäglichen Gang zum Brunnen wurde für diese Frau ein prägendes Erlebnis. Sie wusste, dass eines Tages der Messias auftauchen wird aber rechnete wohl nicht damit, dass dieser sich ausgerechnet ihr persönlich vorstellt. Mit den einfachen Worten „Ich bin´s der mit dir redet!“ offenbarte er sich ihr. So wie der Frau geht es uns auch manchmal. Vielleicht haben wir manchmal Angst zu erfahren, was Jesus wohl über unseren Lebensstil denkt und er über diesen vielleicht nicht so happy ist. Denn wir sind Menschen und Überraschung – wir machen Fehler. Aber das hält Jesus nicht davon ab sich uns zu zeigen. Seine Stimme zu hören und ihn zu erkennen ist wirklich manchmal eine Herausforderung aber so etwas kann man trainieren, lernen und Jesus natürlich ganz klar darum bitten, dass er zeigt, ob er es ist der mit dir redet.
Innerhalb von einem Gespräch mit Jesus konnten einer fremden nichtjüdischen Frau die Augen für Dinge in ihrem Leben geöffnet werden, die sie für sich klären sollte und im nächsten Moment lief sie auch schon durch ihre Stadt und erzählt den Menschen von Jesus. Dies bedeutet nicht, dass wir sobald wir wahrnehmen das Jesus zu und mit uns spricht wir rufend durch unsere Städte rennen und von Jesus erzählen müssen (was wir in geeignetem Rahmen natürlich trotzdem gern tun können :b ). Es soll uns deutlich machen, dass egal welche Background Story wir mitbringen, egal wie oft Jesus sich wiederholen muss bis wir es checken, dass ER es ist der mit uns redet, er die Geduld aufbringen will und sich freut, wenn wir es immer und immer wieder versuchen.
Mirjam Hermsdorf, Dresden
Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.