SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Samstag, 25. Juli, Johannes 6,22-27

Mehr als nur satt

In Johannes 6 lesen wir davon, dass Jesus mehr als 5000 Menschen satt gemacht hat. Die Menschen waren begeistert. Sie hatten etwas erlebt, das sie so noch nie gesehen hatten. Kein Wunder also, dass sie sich auf die Suche nach Jesus machten. Sie wollten mehr von ihm hören, mehr erleben, vielleicht sogar noch mehr Wunder sehen.

Ganz ehrlich: Mir wäre es damals wahrscheinlich genauso gegangen. Ich hätte Jesus auch gesucht. Ich hätte wissen wollen, was er als Nächstes tut oder gehofft, noch einmal so etwas Besonderes zu erleben.

Kennt ihr das, wenn man von einer berühmten Person begeistert ist? Man folgt ihr auf Social Media, schaut jedes neue Video und wartet gespannt, was als Nächstes kommt. Man fühlt sich irgendwie verbunden – obwohl man die Person eigentlich gar nicht persönlich kennt.

So ähnlich war es auch bei den Menschen damals mit Jesus. Sie fanden ihn beeindruckend. Aber Jesus merkt: Sie suchen ihn nicht nur, weil sie ihm vertrauen wollen, sondern vor allem wegen dem Brot, wegen dem Wunder. Und genau das spricht er offen an.

Jesus macht deutlich: Es geht nicht nur um das, was ich tue. Es geht um das, wofür ihr euch entscheidet.

Der Mensch braucht mehr als nur Brot zum Leben.

Damit meint Jesus: Es reicht nicht, äußerlich satt zu sein. Es reicht nicht, wenn alles nach außen hin gut aussieht. Der Mensch braucht Gott. Er braucht Sinn, Hoffnung und eine Beziehung die trägt.

Wenn ich auf mein eigenes Leben schaue, merke ich: Das gilt auch heute noch. Unsere Welt ist voll von Ab-
lenkungen. Es gibt so vieles, das unsere Aufmerksamkeit will und uns für einen Moment füllt – und trotzdem bleibt manchmal dieses Gefühl von Leere.

Ich bin im kirchlichen Setting aufgewachsen. Ich habe viele Stationen durchlaufen: Sonntagsschule, kirchlicher Unterricht, Einsegnung und Jugendstunden. Ich habe viel über Gott gehört und erfahren. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Wissen über Gott ist nicht dasselbe, wie Gott wirklich im eigenen Leben zu haben.

Der Moment, in dem ich Jesus bewusst in mein Leben gelassen habe, war nach meiner Einsegnung, als ich bei dem Musical „Das lebendige Buch“ mitgespielt habe. In diesem Musical geht es um vier Teenager, die durch biblische Geschichten reisen. Und irgendwo auf dieser Reise wurde mir klar: Jetzt geht es um meine eigene Entscheidung. Nicht darum, was ich schon alles gehört habe, sondern darum, ob ich Gott wirklich Raum in meinem Leben gebe.

Jesus lädt auch uns dazu ein. Nicht nur, seine Taten zu bewundern. Sondern ihm zu vertrauen. Nicht nur zuzuschauen. Sondern ihn ins eigene Leben zu lassen.

Abschlussimpuls

Vielleicht ist dieser Sommer eine Gelegenheit, langsamer zu werden.
Weniger Ablenkung, weniger Lärm.
Und vielleicht ist es eine gute Zeit, dich neu zu fragen:
Wovon lasse ich mich eigentlich füllen?
Jesus lädt nicht nur dazu ein, satt zu werden – sondern ihm zu vertrauen und ihn ins eigene Leben zu lassen.

Gebet
Gott,
danke für Zeiten, in denen wir zur Ruhe kommen dürfen.
Hilf uns, in all dem, was uns füllt,
dich nicht aus dem Blick zu verlieren.
Sei du das, was unserem Leben Tiefe gibt.
Amen

Ivy Marie, EmK Wuppertal- Elberfeld

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.