SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Montag, 20. Juli, Johannes 5,19-23

Im Auftrag des Vaters

Wer heute etwas auf sich hält, betont, dass er oder sie es ganz allein geschafft hat. Wer seinen Wert unter Beweis stellen möchte, erklärt, dass Geld, Ansehen, Erfolg oder Einfluss auf den eigenen Fleiß oder die eigene Genialität zurückzuführen sind. Der Grund für das, was man hat oder kann, liegt in uns selbst, oder?

Bei Jesus ist das anders. In wenigen Zeilen kommen ein grenzenloser Anspruch und bemerkenswerte Demut gleichzeitig zum Ausdruck: Jesus spricht von sich als dem Sohn Gottes und er kündigt an, noch weit Größeres zu tun, als einen Gelähmten zu heilen.
Nämlich Tote zu erwecken und über diese Welt zu richten. All das aber nur im Auftrag und in Verbindung mit Gott, dem Vater. Er handelt in Vollmacht. Das heißt im Wissen und im Auftrag Gottes. In seinem Namen kann er alles und traut sich so einiges. Auch wenn er sich damit gegen die Meinungsführer seiner Zeit stellt: Sein Verständnis vom rechten Sabbat-Halten bürstet die Pharisäer gegen den Strich; dass er von einer Erweckung der Toten redet, gefällt den Sadduzäern nicht. Für Jesus ist in erster Linie wichtig, einmütig mit Gott, seinem Vater, zu reden und zu handeln. Gott selbst verleiht ihm die Vollmacht, die Jesus so kraftvoll ausübt. In diesem Wissen kann sich Jesus auch mit den Mächtigen anlegen.

Aber Jesus weiß und spricht aus, dass er nichts von den Zeichen und Wundern die er tut, von sich aus tun kann. Er kann nur das in Vollmacht tun, was im Einklang mit dem Willen Gottes geschieht.

Etwas mehr von dieser Haltung würde mir guttun: Selbstbewusst im Auftrag Gottes in dieser Welt wirken. Als ein Nachfolger von Jesus in meinem Umfeld mutig Wahrheit aussprechen. Heilsam in den Beziehungen um mich herum wirken. Liebevoll, ehrlich, konsequent und barmherzig. Ohne Angst vor der Meinung anderer und ohne Zweifel am Sinn und Erfolg meines Handelns. Wohlwissend, dass es nicht meine Kraft und mein Licht sind, die hier wirken. Sondern Gott, der in den Schwachen mächtig ist.

Jesus selbst hat seine Jünger beauftragt, in seinem Auftrag zu handeln. Und von der jungen Gemeinde wird berichtet, dass sie die Auferstehung in großer Kraft bezeugte und große Gnade bei ihnen war (Apostelgeschichte 4,33). Das macht mir Mut, dass auch wir solche kraftvollen Erfahrungen machen können.

Jochen Furthmüller, Rheinstetten

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.