SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Sonntag, 26. Juli, Psalm 48

Gott anbeten?!

Kennst du das alte Kirchenlied „Gott ist gegenwärtig“? Auch wenn es musikalisch alt und vielleicht nicht unbedingt ansprechend wirkt, hat es einen sehr schönen Text. (Wenn du, wie ich, eher modernen Lobpreis magst, kann ich die Version von Zweioderdrei auf YouTube empfehlen, sie haben einen schönen Remix aus „Gott ist gegenwärtig“ und „In unsrer Mitte“ geschaffen.) Aber was hat der Text von Gott ist gegenwärtig mit dem Psalm 48 zu tun?

Was stark im Zentrum des gesamten Psalms steht, ist der Berg Zion (z.B. in Versen 2, 3 oder 12). Dieser war zur Zeit der Psalmen ein Symbol für die Stadt Jerusalem und der Ort, an dem sich der Tempel und die Bundeslade befanden. Die Bundeslade war eine (sehr edle) Truhe, in der sich die zehn Gebote befanden. Sie stand für die Gegenwart Gottes und wurde z.B. bei wichtigen Schlachten mitgenommen, als Zeichen, dass Gott bei den Israeliten ist. Der Tempel war der Ort, an dem sich viele Juden versammelten, da er der Ort war, an dem man Gott anbeten konnte; der Ort, an dem er präsent war.

Für uns ist das heute nicht mehr so. Gottes Gegenwart beschränkt sich nicht mehr auf einen Ort, und wir müssen nicht mehr in einen bestimmten Tempel gehen, um ihm zu begegnen. Wieso? Weil der Heilige Geist auf der Erde lebt und in allen Menschen, die ihn einladen. Somit können wir Gottes Gegenwart überall erfahren und überall mit ihm reden: in der Schule, auf der Arbeit, im Auto und auch zu Hause. Deshalb ist er überall gegenwärtig, so wie es das Kirchenlied auch ausdrückt.

Warum sollte ich das aber jetzt tun, Gott anbeten, wie es in Vers 14 steht und die Israeliten es früher im Tempel gemacht haben? Und was heißt das überhaupt? Laut Google ist Anbetung „die tiefste Form der Gottesverehrung, die Ehrfurcht, Liebe und Hingabe an Gott ausdrückt“ und bei der „eine Herz-zu-Herz-Beziehung mit Gott“ im Mittelpunkt steht. Gott ist dein Schöpfer. Er hat sich sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie er dich haben möchte und dich nach seiner Vorstellung kunstvoll designt. Er hat einen bestimmten Plan für dein Leben und beschenkt dich mit Leben und vielen anderen Dingen. Allein dafür hat er unseren Dank und unseren Respekt verdient. Aber nicht nur das: Er wünscht sich eine tiefe Beziehung zu dir. Er möchte wissen, wie es dir geht und was dich beschäftigt. Das ist so krass. Der unfassbar starke Erschaffer der Welt kennt dich nicht nur, sondern möchte mit dir leben und an jeder kleinen Sache teilhaben. Eine würdige Reaktion darauf ist die Anbetung, also dass wir Gott unsere Liebe und unser Vertrauen anbieten.

Anbetung kann aktiv unterschiedlich aussehen. Es können Lobpreislieder sein, ein Gebet oder auch einfach Stille. Ich ermutige dich dazu, dich heute einfach mal hinzusetzen und Gott anzubeten. Du kannst dir z.B. Psalm 48 raussuchen, ihn Gott vorlesen und sagen „Ich glaube, dass du groß bist, wie es hier steht“. Du kannst aber auch einfach nichts sagen, die Augen schließen und dir bewusst sein, dass Gott gerade da ist. Es gibt nicht einen richtigen Weg Gott anzubeten, also mach es so, wie du dich wohlfühlst. Aber ich ermutige dich, es mal auszuprobieren. Denn Zeit bei Gott ist etwas sehr Kostbares: Gott freut sich sehr darüber und es tut uns auch sehr gut. Probier´s doch gerne mal aus; nur du und Gott, Herz-zu-Herz.

Cathleen Ahner, Schönbrunn,
Evangelische Jugend Marienberg

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.