SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Samstag, 22. August, 1. Johannes 2,1-6

Ach falsch, richtig? – Das sind doch mensch-liche Kategorien!

Wenn man den Text zum ersten Mal liest, fallen einem sicher sofort Menschen ein, die man in die Falsch-Kategorie stecken würde. Menschen, die sagen, sie handeln gemäß Gottes Wort. Wo man selbst aber denkt, ist das tatsächlich so? Und man denkt wahrscheinlich auch, dass man selbst zur Richtig-Kategorie gehört. Diejenigen, die Gottes Wort wirklich verstanden haben und danach handeln.
Aber denken wir einmal genauer darüber nach! Wenn man selbst sagt: „Ich handle richtig und die anderen falsch.“ Weshalb sollten es die anderen nicht genauso sehen? Woran misst man denn, wer jetzt richtig liegt und wer nicht?
In dem Text steht in Vers 6: „Wer also behauptet, mit Christus verbunden zu sein, soll auch so leben wie Christus gelebt hat“. Ich denke es ist unmöglich genauso zu leben, wie Jesus lebte. Nichtsdestotrotz denke ich, er ist das beste Vorbild, was man haben kann. Und viele seiner einfachsten Aussagen, sind eigentlich gar nicht so schwer nachzuleben.

Wie zum Beispiel…

  • „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie! […].“ (Matthäus 7, 12)
  • Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter – Das Liebesgebot (Lukas 10, 25-37)
  • „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! …“ (Matthäus 7, 1-2)

Ich finde, wenn man ein Nachfolger von Jesus sein und so leben möchte, wie er lebte, sollte man mit diesen Dingen anfangen. Auch wenn man nicht alles perfekt macht, denn  jeder macht Fehler, sollte man dennoch versuchen,
so gut wie möglich nach Gottes Wort zu leben. Denn vor ca. 2000 Jahren hat Jesus was ziemlich Cooles gemacht. Er ist, obwohl er nie gesündigt hat, oder gerade weil er nie gesündigt hat, für die Sünde von uns Menschen gestorben. Und das nicht nur für die Menschen damals, sondern auch für uns heute. Denn er wusste, dass wir Menschen es nicht allein schaffen werden, komplett nach Gottes Wort zu leben und keine Fehler zu machen. Doch weil Gott eine Beziehung mit uns haben will, hat er Jesus, seinen Sohn, gegeben, damit wir zu ihm kommen können. Jesus hat also den Weg für uns frei geräumt, weil wir es nicht allein schaffen können.
Genau darum geht es in den ersten beiden Versen dieses Kapitels. Dort wird gesagt: ihr sollt nicht sündigen, aber wenn ihr es doch tut, seid ihr nicht verloren. Denn Jesus ist für unsere Sünde gestorben.
Das heißt nicht, dass man jetzt herumlaufen soll und sich wie das letzte Arschloch verhalten kann, nur um dann zu sagen: „Jesus vergibt mir meine Sünden sowieso.“ Denn genau von diesen Menschen wird im Vers 4 gesprochen. Sie sagen sie kennen Gott, doch tun bewusst Dinge, die gegen seinen Willen sind. Im selben Moment liegen Menschen, die sich an Gottes Wort halten auch nicht immer richtig. Wie schon oben gesagt, jeder Mensch macht Fehler. Es geht nur darum, wie man damit umgeht.
Die Kategorien falsch und richtig scheinen zwar einfach zu sein, vor allem wenn es darum geht das Verhalten anderer einzuordnen. Aber eigentlich geht es doch um Gottes Wille oder nicht Gottes Wille; und es geht auch nur um das eigene Verhalten. Natürlich darf man mit anderen darüber reden, wenn man das Gefühl hat, sie geraten auf eine falsche Bahn. Doch die Entscheidung, daran was zu ändern, liegt schlussendlich bei jedem selbst. Jeder muss selbst erkennen, ob er nach Gottes Willen handelt oder nicht. Denn die Entscheidung Gottes Vergebung anzunehmen, kann jeder nur für sich selbst treffen.

Gott interessiert unsere menschliche Einteilung in falsch und richtig nicht. Gott interessiert es, ob du Fehler, die du begangen hast, wirklich bereust und dir von ihm ein neues Leben geben lassen möchtest.

Anni Weber, Hartmannsdorf

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.