Andacht des Tages

Dienstag, 25. Juni, Exodus 17, 1-7

Ein Gott, der dich sieht

Ist Gott eigentlich (noch) da?“ – diese Frage stellen wir uns oft in Zeiten von Leid und Krisen, wenn uns etwas Schweres widerfährt, wir Angst haben oder uns Gefühle der Unsicherheit überkommen. Wir machen uns Sorgen und fragen uns, wie nur alles werden soll…

„Ist Gott eigentlich noch da?“ – diese Frage stellte sich das Volk Israel mitten in der Wüste, als es kein Trinkwasser finden konnte. Die Israeliten haben Ägypten schon weit hinter sich gelassen und wanderten bereits eine Weile in der Wüste umher. Gott versorgte sie mit allem, was sie benötigten und wollten – mit Manna und mit Wachteln. Er ebnete nicht nur auf wundersame Weise den Weg heraus aus Ägypten, sondern ließ sein Volk auch weiterhin bei keinem Schritt allein. Und doch zweifelten die Israeliten sofort an der Güte und Allgegenwart Gottes, als sie vor einem für sie unlösbaren Problem standen. Wenn Gott da wäre, müsste doch eine Wasserquelle zu finden sein! Vergessen sind die Wunder, die Gott in Ägypten und auf dem ganzen Weg durch die Wüste getan hatte. Vergessen ist Gottes Versprechen, das Volk sicher in das verheißene Land zu führen. Stattdessen schaukeln sich die Israeliten gegenseitig in ihrer Unsicherheit, Angst und Wut hoch. Bis Mose, der nun selbst voller Angst ist, zu Gott schreit und siehe da: Gott ist da und hat auch schon einen genauen Plan, wie Er Sein Volk mit Wasser versorgen wird. Es scheint, als hätte Er nur darauf gewartet, dass das Volk sich endlich an Ihn wendet. Und Er zögert nicht, ihm sofort das zu geben, wonach es verlangt und was es braucht.

„Ist Gott eigentlich (noch) da?“ – man könnte die Frage auch anders stellen: „Meint es Gott wirklich nur gut mit mir?“ oder „Sieht Gott nicht, wie es mir geht?“. Die einfache Antwort, die doch oft so schwer zu glauben ist, lautet: Ja! Gott ist da und Er meint es nur gut mit dir und Er sieht ganz genau, wie es dir geht. Gott versorgt dich mit allem, was du brauchst, auch wenn es oft ganz anders aussieht, als du es dir vorstellst. Für alles, was vor dir liegt, wird Er dir immer die nötige Kraft und Weisheit geben, um es zu bewältigen – du musst nichts allein tun!

Lass nicht zu, dass dich die Sorgen, Ängste und Unsicherheiten überwältigen, sondern renne gleich in die Arme deines himmlischen Vaters und finde Halt bei Ihm. Erinnere dich immer wieder daran, was Er schon Wunderbares in deinem Leben getan hat und „plane“ Ihn ein in allem was du tust – rechne mit Seinem Handeln. Denn Er sieht dich und meint es immer und zu jeder Zeit gut mit dir.

Alisa Raabe, Ludwigsburg

Die Andachten für die Sommerzeit 2024 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.