SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Montag, 17. August, Johannes 10,11-21

„Wahre Idylle“

Ja, es ist schon ein idyllisches Bild: grüne Wiesen, duftende Blumen und viele Schafe, die friedlich Grashalm für Grashalm abknabbern. Vielleicht hast du das gerade in echt vor dir, vielleicht sogar mit einem richtigen Hirten. Das sieht man ja nicht mehr alle Tage. Warum? - Es ist eben doch nicht nur Idylle, so ein Job als Hirte. Man muss sich auskennen mit den Schafen, man muss sich um sie kümmern. Man muss neue Weideplätze suchen, man muss ständig draußen sein. Ein Fulltime-Job, nix mit 35h-Woche. Und gefährlich ist es auch. Was, wenn tatsächlich der Wolf dasteht? Vielleicht gehörst du zu den mutigen, die den Kampf wagen würden. Trotzdem wird dir dein Leben lieber sein, als das der Schafe und die paar Euro, die du dafür bekommen würdest. Anders sieht es aus, wenn dir die Schafe selbst gehören, wenn deine Existenz von ihnen abhängt. Da wird dein Einsatz höher sein.

Nun ist es Jesus, der von sich sagt: „Ich bin der gute Hirte“. Seine Existenz hängt natürlich nicht von den Schafen ab, auch nicht von den Seinen. Trotzdem ist sein Einsatz der Höchste: er lässt er sein Leben für die Schafe. Weil er die Schafe liebt. Weil er dich liebt. Weil er weiß, dass unsere Idylle hier auf Erden nur Wunschdenken ist. In Wirklichkeit sind wir dem Tod ausgeliefert, wie eine Schafherde, die schutzlos dem hungrigen Wolfsrudel ausgeliefert ist. Wenn du aber zur Herde des Guten Hirten gehörst, egal ob du aus der Herde Israels kommst oder aus der Herde der Nationen, dann bist du geschützt. Der Gute Hirte schützt dich. Er gibt sogar sein Leben für dein Leben, wird selbst zum Opferlamm, weil er dich liebt. Am Kreuz auf Golgatha ist dies geschehen. Das war keine kleine Sache, im Gegenteil. Die Sünden der ganzen Welt trug er, auch meine und deine. Dieses Opfer machte den Wolf - den Teufel - nicht satt, es hat ihn vielmehr das Maul gestopft und besiegt. Jesus ist der Handelnde in der Weltgeschichte. Selbst als er starb, hatte er das Heft in der Hand. Weil er die Macht über Leben und Tod hat, nahm er das Leben zurück. Er scheute das größte Leid nicht, um uns zu retten. Er hat das ausgeführt, was schon vor Anbeginn der Welt bei Gott beschlossen war. Deshalb liebt ihn auch der Vater dafür, ganz anders als Väter, die ihre Söhne in sinnlose Kriege schicken, um ihren eigenen Stolz zu befriedigen.

Aber wie kommt man nun in die Herde des guten Hirten? Mach’s nicht wie die führenden Leute damals, die falschen Hirten. Sie hatten nicht nur Gottes Wort, sie haben sogar die Wunder gesehen, die Jesus tat, sie haben seine Stimme gehört – aber sie glaubten ihm nicht.

Du hast heute sein Wort und seine Stimme gehört – glaube ihm und folge ihm nach. Auch wenn der Weg aus dem Stall heraus schwierig wird und manche Schafböcke dich vielleicht aufhalten wollen, lass dir vom guten Hirten helfen. Auf seiner Weide wirst du sicher sein.

Michael Förster, Lauter-Bernsbach  

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.