SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Samstag, 29. August, 1. Johannes 3,19-24

Wer bin ich?

Das Alter rund um 20 (+- 3 Jahre) ist irgendwie ein komisches, aber auch ein spannendes. Für viele junge Menschen ist das die Zeit, in der sie anfangen richtig erwachsen zu werden. Viele beenden die Schule, andere machen damit weiter. Viele beginnen eine Ausbildung und wieder andere entscheiden sich studieren zu gehen. Einige ziehen dafür von Zuhause aus, in die erste eigene Wohnung oder sogar in eine andere Stadt. Wieder andere bleiben noch ein paar Jahre Zuhause und sparen so ein wenig Geld. Viele Menschen beginnen gerade eine Beziehung mit einer anderen Person, sind mittendrin oder haben sich gerade eben getrennt und sind glücklich über die „neue“ Freiheit. Auch die Freizeitgestaltung ändert sich. Man muss sich die Zeit in der Woche neu eintakten und auch am Wochenende sind die Pläne andere. Viele suchen und finden ein neues Hobby für sich, andere müssen ihre Hobbys hinten anstellen und lernen Prioritäten zu setzen.
Ich könnte das jetzt noch ewig weiterführen und auch du könntest noch einige Sachen nennen die mir vielleicht gar nicht eingefallen sind. Man kennt das von Eltern, Geschwistern oder eben von sich selbst. Was sich aber sagen lässt ist, dass es eine sehr bewegte Zeit ist, geprägt von Veränderungen. Auch bildet sich in dieser Zeit unsere Persönlichkeit. Wir bilden uns Meinungen zu verschiedenen Themen, erstellen unser eigenes Weltbild und einen Wertekompass. Am allerwichtigsten jedoch, wir kreieren in unserem Kopf ein Bild von uns, so wie wir gerne sein wollen. Was wir gern erreichen wollen, wie unser Leben eben aussehen soll. Wir fangen an uns mit anderen in unserem Alter zu vergleichen und sind deshalb manchmal frustriert. Im ersten Johannesbrief gibt es in Kapitel 3, 19-24 ein Satz, der dazu sehr gut passt. In dem Satz heißt es: „Denn wir dürfen wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen.“(GNB)
Mit dem Herz, von dem hier geschrieben wird, ist das eigene Gewissen oder die Selbstwahrnehmung gemeint. Gott ist größer als unsere Selbstwahrnehmung. Er weiß zu was wir fähig sind, er weiß dass wir gerade gut sind, so wie wir sind und er weiß auch dass wir von uns selbst manchmal zu viel erwarten. Deshalb öffnet er seine Arme und lädt uns ein zu ihm zu kommen. Unsere hohen Erwartungen bei ihm abzulegen und einfach akzeptiert zu werden. Dann haben wir wieder, zumindest etwas mehr Platz für Gott und seinen Plan.

„Ihr Lieben, wenn unser Herz uns nicht mehr anklagt, dann können wir mit Zuversicht zu Gott aufschauen.“ (GNB)

Phillip Mothes, Zwickau

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.