SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Montag, 27. Juli, Johannes 6,28-40

Macht Brot wirklich satt?

Ich bin das Brot des Lebens. Eine sehr bekannte Aussage Jesus – nach einer Auswertung von Bibleserver.com sogar die am häufigsten abgerufene Bibelstelle. Wie kommt es dazu?

Vor unserer Bibelstelle geschieht das bekannte Wunder der Speisung von 5.000en. Jesus schafft es, mit fünf Broten und zwei Fischen den Hunger von 5.000 Männern und deren Frauen sowie Kinder zu stillen (Johannes 6, 1-15). Der körperliche Hunger ist gestillt und die Menschen rufen Jesus als den zu ihnen gesandten Propheten aus. Endlich! Doch Jesus interessiert das nicht – er zieht sich zurück und lässt die Menge verwundert stehen. Hier beginnt unser Bibeltext: Nachdem Jesus eine Nacht verschwunden war, kamen die Menschen wieder auf ihn zu. Jesus verspricht ihnen das ewige Leben, wenn sie an den durch Gott Gesandten glauben. Doch sie glauben ihm nicht! Gestern waren sie noch beeindruckt, heute brauchen sie einen weiteren Beweis?! Am liebsten soll es Brot vom Himmel regnen, wie damals von Gott durch Moses (Psalm 78,24) – ist das nicht etwas gierig?

Doch Jesus lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und konkretisiert: Neben dem materiellen Brot zur Stillung alltäglichen Hungers möchte er dem Volk Himmelsnahrung geben, welches es für das ewige Leben braucht. Er spricht die bekannten Worte: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“

Das zeigt uns die verschiedenen Ziele: Jesus vermittelt die Stillung des langfristigen Hungers, dem ewigen Leben. Das Volk ist allerdings auf der Suche nach einer sofortigen Lösung, der Stillung ihres täglichen, körperlichen Hungers. Jesus spricht mit den Menschen und führt die von seinem Vater aufgetragene Aufgabe aus: Jede ihm anvertraute Person, darf nicht verloren gehen und das ewige Leben erreichen.

Ich kann beide Seiten verstehen und die Gedanken des Volks nachfühlen. Wie oft bist du froh, wenn du die drängendste Aufgabe erledigt hast und im Anschluss nicht direkt weiter machen musst oder einfach nicht mehr kannst? Ich denke dem Volk geht es ähnlich – Fokus haben die alltäglichen Probleme und keine abstrakten Gedanken an ein ewiges Leben. Und trotzdem ist es beruhigend und sehr schön zu wissen, dass Jesus uns dabei unterstützen möchte das ewige Leben zu erreichen.

Vielleicht können auch wir häufiger versuchen das große Ganze zu sehen und ein wenig aus unserem Tunnelblick auszubrechen. In wenigen Tagen stehen die Sommerferien auch für Baden-Württemberg und Bayern an – die perfekte Möglichkeit unseren Alltagsstress abzulegen und den Blick über den Tellerrand zu wagen.

Florian Schert, Remshalden
(Bezirk Rems-Murr, Gemeinde Mittleres Remstal)

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.