Schon ein wenig seltsam, oder?
Gerade noch hat Jesus Kranke geheilt, viele Menschen satt gemacht, tolle Predigten gehalten. Und jetzt sieht es so aus, als ob er sich geradezu versteckt.
Hat Jesus etwa Angst?
Seine Brüder verstehen ihn auch nicht. Sie fühlen sich ein bisschen wie seine PR- Agenten: „Los, komm schon. Wenn du König werden willst, musst du dich zeigen! Das größte Fest des Jahres steht an. Die Leute müssen dich hören und sehen. Bisschen predigen hier, kleines Wunder da, vielleicht noch bisschen Merch – das wird groß“
Sie hatten nicht verstanden, worum es Jesus geht. Sie glaubten nicht wirklich, dass Jesus Gottes Sohn ist. Sie sahen einen großen Deal für sich: Wenn der Bruder König wird, dann fällt für sie bestimmt was ab vom großen Ruhm und Reichtum.
Aber Jesus geht es nicht um Popularität. Jesus geht es um die Menschen, um ihre Beziehung zu Gott und das Vertrauen auf seinen Plan, ums ewige Leben.
Und weil er sich ganz auf Gottes Plan verlässt und nur danach handelt, weiß er, dass eben jetzt noch nicht die richtige Zeit ist, um öffentlich aufzutreten. Er hat das „Go“ seines Vaters noch nicht.
Dass es die richtige Entscheidung war, zeigt sich, als er sich inkognito unter die Menschen mischt.
Was nehme ich mit aus der Geschichte?
Die Frage, wie es um meinen Glauben an Jesus bestellt ist.
Habe ich nur einen Deal, um vielleicht am Ende gut dazustehen? Oder habe ich eine echte Beziehung zu Gott, zu Jesus? Vertraue ich ihm in allen Situationen und überlasse ihm die Führung, auch wenn das nicht immer leicht ist? Wie ist es bei dir: Deal or Relationship?
Corinna Kluge, EmK Zschorlau
Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.