SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Sonntag, 05. Juli, Psalm 73

Trotz allem

Der Psalm trifft mich tief ins Herz. So aktuell. Diese ungerechte Welt. Die Gewaltmenschen¹ scheinen zu bekommen was sie wollen. Schauen wir uns nur um und Machtpersonen in der Welt an. Nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und es scheint ihnen gut zu gehen. Und viele kommen an Strafen vorbei. Unfassbar. Da kann sich schnell die Frage stellen: Und was ist mit mir? Aber die betende Person findet aus dem Klagen über Ungerechtigkeit heraus und fühlt am Ende sogar: Würde. Von Gott geschenkt. Und ein „Trotz allem“.
Der Psalm hat mich inspiriert eigene Worte zu finden. Vielleicht sind sie ja auch was für dich.

Trotz allem
Manchmal fühlt sich das Leben unfair an
Die Lauten gewinnen.
Die Rücksichtslosen kommen weiter.
Und ich frage mich, wo ich bleibe.
Ich sehe hin
und verliere den Halt.
Vergleiche werden schwer.
Mein Herz ist so müde.

Doch mitten im Zweifeln
bleibt eine Spur:
Du bist da.
Nicht erklärend.
Nicht richtend.
Nur da.

Ich muss gar nicht stark sein.
Nicht sicher.
Nicht fertig.

¹In vielen Übersetzungen steht das Wort „Frevler“. Das sind Menschen, die Gewalttaten begehen. Daher finde ich die Bezeichnung „Gewaltmenschen“ (aus Bibel in gerechter Sprache) gut.

Damaris Hecker, Pastorin und Gründerin, Heidelberg

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.