SOMMER ANDACHTEN 2026 GEDANKEN FÜR DIE URLAUBSZEIT - Play-Zeichen Pause-Zeichen

Andacht des Tages

Freitag 28. August, 1. Johannes 3,11-18

Liebe, die einen Unterschied macht

In unserem heutigen Wohlstand, in dem wir alles
Lebensnotwendige haben, sind wir zum Dienen berufen. In meinem Alltag fehlt es mir an nichts, ich muss mir keine Sorgen um den morgigen Tag machen, muss abends nicht hungrig schlafen gehen und habe auch so keine Nöte, die mir das Leben arg schwer machen. Das ist bei vielen Menschen anders. Leider müssen sich zu viele Menschen Gedanken machen, wie sie die nächste Woche einkaufen gehen können, die Miete bezahlen oder sie müssen sich mit anderen Schwierigkeiten durchs Leben kämpfen. Immer dankbarer darf ich dieses Tagtägliche Geschenk annehmen und mein Leben in Gottes Hände geben. Jedoch ist das keineswegs als Plattform zum Ausruhen angedacht, sondern bringt Verantwortung mit sich. Vers 17 sticht einem dabei besonders ins Auge, da er uns lehrt, was es heißt, zu Lieben. Es bedeutet großzügig zu sein, sich selbst hintenanzustellen und unsere Nächsten zu lieben, wie wir uns selbst lieben. Das mag alles einfach sein, wenn man in seinem eigenen Kreis bleibt. Aber sobald wir Menschen begegnen, die wir nicht kennen, wird unsere Nächstenliebe sehr stark herausgefordert. Dabei sollten wir doch entgegen der Welt, die sich untereinander hasst, in Liebe handeln und Gutes tun. Gute Taten vollbringen abseits von anerkennenden Worten Gottes Liebe, die in uns lebt, die wir weitergeben dürfen. Kain wird hier als Beispiel genannt, der entgegen dieser Aufgabe handelte und seinen eigenen Bruder tötete. Wir lesen diese Geschichte und denken uns, wie jemand so etwas tun kann. Es beginnt jedoch nicht mit dem Mord an Abel, sondern bereits viel früher. Kain ist neidisch auf Abel, da dieser ein Leben lebt, welches Gott gefällt. Das Leben von Kain jedoch ist geprägt von schlechten Taten, daher wird er als „Kind des Teufels“ bezeichnet. Die Welt ist geprägt von schlechten Dingen, und Menschen missfällt ein anderes, von Gott geliebtes Leben. Die Welt wird uns hassen, das ist uns vorhergesagt. Wir jedoch dürfen diesem Hass nicht nachgeben, sondern sollen ein Licht sein. Wir sollen uns um unseren Nächsten sorgen. Wir sollen Kinder Gottes sein und das nicht verstecken, sondern tagtäglich in die Welt tragen. Wir sollen unsere Mitmenschen lieben. „Deshalb, meine Kinder, lasst uns einander lieben nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit“ (V. 18, HFA).
Lasst uns das zum Anlass nehmen, heute und an den kommenden Tagen mit einer Liebe durch die Welt zu gehen, die einen Unterschied macht.

Justus Sieber, Leipzig

Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.

Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.

Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.