Gottlos sind immer die anderen.
So mag es auf den ersten Blick scheinen.
Ist die Welt zu dunkel, zu laut, zu brutal, zu chaotisch, zu hierarchisch, zu …………… (hier bitte tagesaktuelle Gefühlslage selbst eintragen) dann ist sie: gottlos.
Denn Gott ist gut. Die Welt ist schlecht.
Also auch der Mensch?
Wenn in jedem Winkel der Welt, in jedem Land und auf jedem Fleck ein Kreuz aufgerichtet und auf die Bibel geschworen wird, ist sie dann gut?
Zweifel werden laut.
Zu viel Schlechtes, ja Böses gar, ist schon passiert, als mächtige Männer die Welt mit Verweis auf die Bibel unterwarfen. Menschengruppen wurde das Menschsein abgesprochen, Versklavung gerechtfertigt, Kolonien begründet. Hauptsache, sie sind nicht mehr gottlos.
Zum Glück ist die Bibel mehr als nur Psalm 53 (bzw. Psalm 14, schaut mal rein!).
Sie ist vielstimmig und bietet unterschiedliche Perspek-tiven an.
Bei all dem Leid in der Welt und der Dunkelheit um uns herum, kann man schon mal richtig wütend werden. Oder verzweifelt. Oder man verflucht die Welt und alle, die darin leben.
Doch dabei bleibt die Bibel nicht stehen.
Es gibt unzählige Texte der Hoffnung, die ein Zukunftsbild malen, in dem Völker sich verstehen und Löwen bei den Lämmern liegen. In denen Gott jede einzelne Träne abwischt, bei den Menschen wohnt und die Liebe gewinnt.
Als Christ lese ich die Heilige Schrift im Glauben, dass Gott sich in Jesus von Nazareth ganz gezeigt hat. In der Geschichte von Jesus wird deutlich, dass die Welt eben kein gottloser Ort ist.
Sondern dass Gott selbst in diese Welt kommt. Jesus zeigt, wie Liebe konkret werden kann. Wie Menschen sich begegnen können und echte Veränderung möglich wird.
Dass genau dieser Jesus von den Mächtigen seiner Zeit ans Kreuz gebracht wird, macht deutlich, wie sehr die Welt sich darum bemüht, gottlos zu sein.
Aber sie schafft es nicht.
Christlicher Glaube behauptet, dass die Niederlage am Kreuz der größte Sieg ist. Dass genau dort auf Golgatha sichtbar wird, wo wir Gott finden können. Am Rande der Gesellschaft, bei den Ausgegrenzten und Unterdrückten. An den Orten, die durch die scheinbare Gottlosigkeit der Welt entstehen und wo das Leid am größten ist. Da lebt Jesus. Auch heute noch.
Ich finde Gott also nicht unbedingt da, wo es groß drübersteht. Wenn christlich draufsteht, ist nicht immer unbedingt Jesus drin.
Ich blicke in den Abgrund des menschlichen Miteinanders.
Von dort ist die Botschaft leise zu hören: das Reich Gottes ist hier. Veränderung ist möglich.
Gott ist da.
Pastor Moritz Mosebach
In dieser Bibelstelle geht es richtig drunter und drüber. Zuerst wundert sich die Menge, dass Jesus nicht festgenommen wird und denkt, die Anführer würden jetzt an ihn glauben. Kurz darauf lehnen sie ihn aber wieder ab – nur wegen seiner Herkunft.
Wie oft lassen wir uns eigentlich davon beeinflussen, was andere denken? Und wie oft stecken wir selbst Menschen in Schubladen – wegen Herkunft, Sprache, Bildung oder was auch immer? Wir glauben oft, alles beurteilen zu können, so wie die Leute in der Geschichte. Aber ihr Urteil war falsch. Jesus hatte recht: Er ist der Messias, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, er schenkt das Wasser des Lebens.
Auch wir liegen oft falsch mit unseren Einschätzungen. Ich kenne das nur zu gut: Ich bin ein ziemlich kritischer Mensch. Wenn ich in einem Buch oder einer Andacht auf einen Punkt stoße, den ich anders sehe, schalte ich oft ab und denke, ich weiß es besser. Damit verpasse ich aber, dass Gott gerade durch diese Andacht, dieses Buch oder diese Menschen zu mir sprechen möchte – Menschen, die ich vielleicht schon in eine Schublade gesteckt habe. Kennst du das auch?
Besonders spannend: Die Geschichte spielt beim Laubhüttenfest. Da erinnern sich die Juden daran, was Gott alles Großes getan hat, wie er sie aus Ägypten geführt und in der Wüste beschützt hat. Das Schlafen in den Laubhütten erinnert jedes Jahr daran, dass sie auf Gott angewiesen sind. Und so sagt Jesus dazu in Vers 37: „Wer Durst hat, der komme zu mir und trinke!“ Mit „lebendigem Wasser“ meint er den Heiligen Geist.
Wir brauchen den Heiligen Geist genauso wie die Menschen damals: um Jesus zu verstehen, sein Wort anzunehmen, andere nicht zu verurteilen und zu erkennen, was in einer Welt voller Möglichkeiten richtig ist.
Gebetsimpuls:
„Jesus, hilf mir, nicht immer meine eigene Meinung über alles zu stellen und mich über andere zu erheben. Vergib mir, wenn ich Menschen in Schubladen stecke. Bitte sei bei mir mit deinem Heiligen Geist und zeig mir, wie ich leben soll. Ich brauche dein Wasser des Lebens, um in dieser verrückten Welt Halt zu haben. Amen.“
David Rümmler, Jugendmitarbeiter bei der Evangelischen Jugend Marienberg
In dem heutigen Text lehrt Jesus im Tempel. Dafür erfährt er den Hohn und die Verurteilung der Gelehrten, welche nicht verstehen, wie er lehren kann, ohne die gleiche Lehre wie sie erfahren zu haben. Sie halten ihn für einen Heuchler. Außerdem wird er dafür verurteilt, dass er am Sabbat heilte. Gleichzeitig vollziehen Gelehrte, wenn der achte Tag auf einen Sabbat fällt, die Beschneidung. „Ist das gerecht?“, entgegnet Jesus den Gelehrten.
Können wir uns aus den Geschehnissen und Aussagen Jesu im Tempel noch etwas für das heutige Leben nehmen? Wir können uns einiges für den Umgang miteinander und unser Gerechtigkeitsverständnis abschauen.
1.
Nur weil wir uns in der heutigen Zeit immer weiter spezialisieren und immer weiter nach höheren Abschlüssen streben, heißt das nicht, dass man sich Wissen, Können und Fähigkeiten nicht auch anders aneignen kann. Nur weil ein anderer in einer Fachdisziplin bessere Noten oder mehr Zertifikate und Abschlüsse hat, muss er nicht näher an der Wahrheit sein. Wie Jesus schon sagte, kommt es darauf an, ob es einem nur um die eigene Ehre geht oder ob man mit voller Überzeugung für die Sache steht und es einem dabei nicht auf das Ansehen ankommt. Wem es um die gleiche Sache geht, wird dann auch erkennen, wer Wahrheit kundtut und wem es nur auf seine eigene Persönlichkeit ankommt. Bevor wir vorschnell urteilen, sollten wir uns also selbst prüfen und den anderen die Gelegenheit geben, ihr Können und Wissen mit uns zu teilen, auch wenn sie es sich auf anderen Wegen als wir - vielleicht sogar auf sehr unkonventionellen Wegen - angeeignet haben. Wenn wir aufmerksam sind, werden wir stets merken, wer Wahrheit spricht.
2.
Nur weil etwas auf den ersten Blick recht oder unrecht wirkt, muss es das nicht sein. Hätte Jesus einen Menschen nicht heilen sollen, nur weil Sabbat war, während die Beschneidung am Sabbat stattfinden darf, weil sie auf Grund der Gesetze am achten Tag stattfinden muss? Wir sollten uns auch heute immer fragen, ob etwas recht oder unrecht ist. Dabei sollte man jedoch nicht nur auf das Offensichtliche achten, sondern auf das Ganze. Gerecht ist nicht gleich. Wir dürfen nicht verurteilen, ohne vorher alle Aspekte zu prüfen. Nach den Gesetzen ist am Sabbat Ruhe zu halten. Doch wie Jesus schon an diesem Tag im Tempel erklärte, müssen auch Gesetze ausgelegt und alle Gesetze gleich berücksichtigt werden. Es wäre unverantwortlich gewesen, einen Menschen nicht zu heilen und sterben zu lassen (Du sollst nicht töten). Auch heute basiert unser Rechtsystem darauf, dass nicht verurteilt wird, ohne vorher alle Aspekte zu untersuchen.
Lasst uns also im Alltag nicht von anderen, welche uns unterschätzen, einschüchtern oder gar einschränken. Prüfen und wägen wir stattdessen ab, ehe wir selbst über Recht oder Unrecht, wahr oder unwahr urteilen. Nur so können wir über uns selbst sagen, dass wir gerecht handeln.
Max Bretschneider, Halle (Saale)
Schon ein wenig seltsam, oder?
Gerade noch hat Jesus Kranke geheilt, viele Menschen satt gemacht, tolle Predigten gehalten. Und jetzt sieht es so aus, als ob er sich geradezu versteckt.
Hat Jesus etwa Angst?
Seine Brüder verstehen ihn auch nicht. Sie fühlen sich ein bisschen wie seine PR- Agenten: „Los, komm schon. Wenn du König werden willst, musst du dich zeigen! Das größte Fest des Jahres steht an. Die Leute müssen dich hören und sehen. Bisschen predigen hier, kleines Wunder da, vielleicht noch bisschen Merch – das wird groß“
Sie hatten nicht verstanden, worum es Jesus geht. Sie glaubten nicht wirklich, dass Jesus Gottes Sohn ist. Sie sahen einen großen Deal für sich: Wenn der Bruder König wird, dann fällt für sie bestimmt was ab vom großen Ruhm und Reichtum.
Aber Jesus geht es nicht um Popularität. Jesus geht es um die Menschen, um ihre Beziehung zu Gott und das Vertrauen auf seinen Plan, ums ewige Leben.
Und weil er sich ganz auf Gottes Plan verlässt und nur danach handelt, weiß er, dass eben jetzt noch nicht die richtige Zeit ist, um öffentlich aufzutreten. Er hat das „Go“ seines Vaters noch nicht.
Dass es die richtige Entscheidung war, zeigt sich, als er sich inkognito unter die Menschen mischt.
Was nehme ich mit aus der Geschichte?
Die Frage, wie es um meinen Glauben an Jesus bestellt ist.
Habe ich nur einen Deal, um vielleicht am Ende gut dazustehen? Oder habe ich eine echte Beziehung zu Gott, zu Jesus? Vertraue ich ihm in allen Situationen und überlasse ihm die Führung, auch wenn das nicht immer leicht ist? Wie ist es bei dir: Deal or Relationship?
Corinna Kluge, EmK Zschorlau
Um den Bibeltext zu verstehen ist es wichtig, die Vorgeschichte zu kennen. Der Bibelstelle geht die Speisung der 5000 voraus. Jesus macht mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen eine Menschenmenge von weit mehr als 5000 Personen satt (damals zählte man nur die Männer), und es bleiben sogar zwölf Körbe mit Brotresten übrig. Nach diesem Wunder folgt ihm die Menge nach Kapernaum. Als sie ihn dort auffinden, konfrontiert Jesus sie damit, dass sie ihm nur folgen, weil er sie satt gemacht hat und nicht, weil es ihnen um ihn und seine Wunder geht. Er sagt zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens, […] Wer zu mir kommt, wird niemals wieder hungrig sein, und wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben“ (Johannes 6:35 Hfa). Jesus geht es um unser Leben in Ewigkeit. Er will unser ganzes Leben. Darauf reagieren die Menschen unterschiedlich. Da gibt es zum einen die falschen Jünger. Sie glauben an einen falschen Jesus, sie haben ein falsches Bild von Jesus und sie ärgeren sich über die klare Botschaft des echten Jesus. Wenn dieser Jesus wirklich Gott wäre, müsste man ja alles tun was er sagt. Auch heutzutage ist es einfach, einem falschem Jesus hinterherzulaufen. Zum Beispiel einem Jesus der mir immer sagt, dass er mich liebt, ohne auf meine Sünde aufmerksam zu machen, oder einem Jesus zu dem ich in schlechten Zeiten kommen darf, aber wenn es mir gut geht ist er mir egal, oder einem Jesus mit dem ich Gemeinschaft haben kann, aber nur wenn alles nach meinem Plan läuft. Das ist ein falscher Jesus, den die Bibel nicht kennt. Wir sollten uns also fragen: Folgen wir dem echten oder einem falschen Jesus nach? Der echte Jesus ist kein netter Zusatz für sonntags in der Kirche, sondern er will Teil unseres gesamten Lebens sein. Die falschen Jünger entscheiden sich gegen den echten Jesus und verlassen ihn. Daraufhin fragt Jesus seine zwölf engsten Jünger, ob sie ihn jetzt auch verlassen würden und Petrus antwortet: „Herr, zu wem sollten wir gehen?“ Sei ein echter Jünger wie Petrus. Er hat eine ganz wichtige Sache erkannt. Für ihn ist klar, es gibt keine Alternative, und er ist mein Herr, das heißt ich bin ihm unterstellt und gehöre ihm mit meinem ganzen Leben.
Jesus kann uns Sachen geben, die uns kein anderer geben kann. Er gibt uns ewiges Leben, Vergebung der Schuld, Leitung und Führung, Gnade, Liebe und vieles mehr. Der Grund für die unterschiedlichen Reaktionen ist also, dass die einen erkannt haben, dass sie erlösungsbedürftige Sünder und deshalb auf einen Retter angewiesen sind. So ist es auch für uns wichtig, dass wir erkennen, dass wir nur durch Jesu unschuldiges Sterben am Kreuz gerettet sind, es glauben und dementsprechend leben
Jakob Regel, Forchheim,
Evangelische Jugend Marienberg
Geheimes Tagebuch 2008
Liebes Tagebuch,
heute habe ich in der Kirche Toast in Traubensaft getunkt. Das war sehr lecker, aber ich hatte Hunger und es hat mich nicht satt gemacht.
Geheimes Tagebuch 2015
Liebes Tagebuch,
heute haben wir im Konfi-Unterricht Johannes 6, 41-59 besprochen. Unser Pastor hat vorgelesen, dass die Menschen gemurrt hätten, als Jesus sagte er sei der Sohn Gottes. Die waren wahrscheinlich so skeptisch, weil es eine große Überwindung gewesen war, Jesus zu glauben. Außerdem meinten die Leute in der Bibel, sie würden Jesu Eltern kennen, wie kann er dann der Sohn Gottes sein? Dann hat Jesus einen Vergleich gemacht, den ich gut fand: Er hat sich (also seinen Körper) mit Brot verglichen. Ich brauche Brot zum Überleben. Aber Jesus meinte, wer sein Special-Brot isst, wird ewig leben. Eigentlich ein krasses Beispiel. Jesus will – bildlich gedacht - aufgegessen werden; so sehr will er, dass die Menschen an ihn glauben? Ich mach mir da nochmal Gedanken drüber.
Geheimes Tagebuch 2020
Also: Heute im Zoom-Jugendkreis ging es um Joh. 6, 41-59. Der Text kommt mir bekannt vor. Es geht darum, dass wenn die Menschen das Brot (Leib) des Messias essen, sie dadurch gestärkt werden und das Volk befreit werden kann von der Herrschaft Roms. Ich fand das Beispiel, den Körper von Jesus zu ESSEN, schon krass… aber ich glaube Jesus wollte damit schockieren und zeigen, dass wir unsere Weltordnung und Normen hinterfragen und uns ganz auf ihn einlassen sollen. Also wenn wir ihm glauben, was im ersten Moment vielleicht schwierig ist, erhalten wir ewiges Leben. Guter Deal.
Geheimes Tagebuch 2026
Ich bin heute über Joh. 6, 41-59 gestolpert. In dem Abschnitt sagt Jesus, er sei der Sohn Gottes und „das Brot des Lebens“. Dann beschreibt Jesus, dass die Vorfahren der Israeliten beim Durchzug durch die Wüste Brot erhielten, dass sie ‚nur‘ gesättigt hat. Jesus sagt hier aber, dass sein Brot die Menschen nicht nur sättigt, sondern ihnen auch ewiges Leben schenkt. Puh, was für ein Text. Wenn ich es richtig verstehe, heißt das: Wenn wir bedingungslos glauben, schenkt Jesus uns ewiges Leben, Rettung, Stärke. Aber bedingungslos glauben ist nicht so easy; das sieht man ja auch an der Reaktion der Leute: Sie finden es schwierig zu glauben, dass er der Sohn Gottes ist. Das verstehe ich gut, denn sie kennen ja auch seine Eltern und seine Herkunft. Ihm zu glauben, dass er der Sohn Gottes ist, erfordert viel Vertrauen.
Für mich besagt die Textstelle, dass Jesus der zentrale Fokus unseres Glaubens ist, und dass ich nicht an Gott glauben kann, ohne an Jesus zu glauben. Ich will mir vornehmen mich beim nächsten Abendmahl daran zu erinnern, dass Jesus mir durch seinen Körper/sein Brot ewiges Leben versprochen hat.
Philomena Höner, Frankfurt am Main
Ich bin das Brot des Lebens. Eine sehr bekannte Aussage Jesus – nach einer Auswertung von Bibleserver.com sogar die am häufigsten abgerufene Bibelstelle. Wie kommt es dazu?
Vor unserer Bibelstelle geschieht das bekannte Wunder der Speisung von 5.000en. Jesus schafft es, mit fünf Broten und zwei Fischen den Hunger von 5.000 Männern und deren Frauen sowie Kinder zu stillen (Johannes 6, 1-15). Der körperliche Hunger ist gestillt und die Menschen rufen Jesus als den zu ihnen gesandten Propheten aus. Endlich! Doch Jesus interessiert das nicht – er zieht sich zurück und lässt die Menge verwundert stehen. Hier beginnt unser Bibeltext: Nachdem Jesus eine Nacht verschwunden war, kamen die Menschen wieder auf ihn zu. Jesus verspricht ihnen das ewige Leben, wenn sie an den durch Gott Gesandten glauben. Doch sie glauben ihm nicht! Gestern waren sie noch beeindruckt, heute brauchen sie einen weiteren Beweis?! Am liebsten soll es Brot vom Himmel regnen, wie damals von Gott durch Moses (Psalm 78,24) – ist das nicht etwas gierig?
Doch Jesus lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und konkretisiert: Neben dem materiellen Brot zur Stillung alltäglichen Hungers möchte er dem Volk Himmelsnahrung geben, welches es für das ewige Leben braucht. Er spricht die bekannten Worte: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“
Das zeigt uns die verschiedenen Ziele: Jesus vermittelt die Stillung des langfristigen Hungers, dem ewigen Leben. Das Volk ist allerdings auf der Suche nach einer sofortigen Lösung, der Stillung ihres täglichen, körperlichen Hungers. Jesus spricht mit den Menschen und führt die von seinem Vater aufgetragene Aufgabe aus: Jede ihm anvertraute Person, darf nicht verloren gehen und das ewige Leben erreichen.
Ich kann beide Seiten verstehen und die Gedanken des Volks nachfühlen. Wie oft bist du froh, wenn du die drängendste Aufgabe erledigt hast und im Anschluss nicht direkt weiter machen musst oder einfach nicht mehr kannst? Ich denke dem Volk geht es ähnlich – Fokus haben die alltäglichen Probleme und keine abstrakten Gedanken an ein ewiges Leben. Und trotzdem ist es beruhigend und sehr schön zu wissen, dass Jesus uns dabei unterstützen möchte das ewige Leben zu erreichen.
Vielleicht können auch wir häufiger versuchen das große Ganze zu sehen und ein wenig aus unserem Tunnelblick auszubrechen. In wenigen Tagen stehen die Sommerferien auch für Baden-Württemberg und Bayern an – die perfekte Möglichkeit unseren Alltagsstress abzulegen und den Blick über den Tellerrand zu wagen.
Florian Schert, Remshalden
(Bezirk Rems-Murr, Gemeinde Mittleres Remstal)
Die Andachten für die Sommerzeit wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens von jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben.
Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.